Acht Stunden sind kein Tag

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Filmdaten
Originaltitel Acht Stunden sind kein Tag
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1972
Länge je 101, 99, 91, 88, 88 Minuten
Stab
Regie Rainer Werner Fassbinder
Drehbuch Rainer Werner Fassbinder
Produktion Peter Märthesheimer (Westdeutscher Rundfunk)
Musik Jens Wilhelm Petersen
Kamera Dietrich Lohmann
Schnitt Marie Anne Gerhardt
Besetzung

Acht Stunden sind kein Tag ist der Titel einer fünfteiligen Fernsehserie von Rainer Werner Fassbinder. Sie wurde vom Westdeutschen Rundfunk produziert und erstmals 1972/73 ausgestrahlt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung[Bearbeiten]

Fassbinder stellt in der Serie den Arbeitsalltag und das Privatleben einer Gruppe von Werkzeugmachern dar. Jochen, dargestellt von Gottfried John und Marion (Hanna Schygulla), Angestellte einer Tageszeitung, sind ein Paar, das heiraten will. Um die beiden herum gibt es verschiedene soziale Brennpunkte wie beispielsweise Mitbestimmung, Mietwucher, Vorurteile gegen Gastarbeiter.[1]

Fassbinder setzte mit der proletarischen Fernsehserie bewusst einen Gegenpol zu den damaligen „Heile-Welt-Serien“ des Fernsehens. In einer elliptischen Erzählweise zeigt er realistisch den Arbeitsalltag von selbstbewussten Arbeitern. Dabei verbreitet er bei allen Konflikten und Schwierigkeiten der Protagonisten eine positive, Mut machende Stimmung.[2]

Die fünf Folgen spielen in Köln und Mönchengladbach, Drehort war indes Wuppertal. Mit der Serie wurde Hanna Schygulla erstmals einem größeren Publikum bekannt.[3]

Der Filmtitel wurde im deutschsprachigen Raum ein geflügeltes Wort, um ausdrücken, dass das Leben mehr ist als der Arbeitstag ist.

Folgen[Bearbeiten]

  Titel Erstausstrahlung Länge [min]
Folge 1 Jochen und Marion 29. Oktober 1972 101
Folge 2 Oma und Gregor 27. Dezember 1972 99
Folge 3 Franz und Ernst 21. Januar 1973 91
Folge 4 Monika und Harald 18. Februar 1973 88
Folge 5 Irmgard und Rolf 18. März 1973 88

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1973 wurde dem Produzenten Peter Märthesheimer der Adolf-Grimme-Preis überreicht.

Literatur[Bearbeiten]

  • R. W. Fassbinder: Fassbinder Filme / Acht Stunden sind kein Tag. Verlag der Autoren, Herausgeber M. Töteberg, 552 S., ISBN 978-3-88661-110-2.
  • T. Elsaesser: Rainer Werner Fassbinder. Verlag Bertz, 2001, ISBN 3-929-47079-9, S. 439.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Acht Stunden sind kein Tag im Lexikon des Internationalen Films
  2. fernsehserien.de: Acht Stunden sind kein Tag. Abgerufen am 8. Januar 2010
  3. E. Probst: Superfrauen 7 - Film und Theater. Biographien berühmter Schauspielerinnen in Wort und Bild. GRIN Verlag, ISBN 3-638-93467-5 S. 123.