Adelinde Cornelissen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Medaillenspiegel
Dressurreiten
NiederlandeNiederlande Niederlande
Weltmeisterschaften
Gold 2010 Mannschaft
(mit Parzival)
Europameisterschaften
Gold 2009 Mannschaft
(mit Parzival)
Gold 2009 Einzel, Grand Prix Spécial
(mit Parzival)
Silber 2009 Einzel, Grand Prix Kür
(mit Parzival)
Bronze 2011 Mannschaft
(mit Parzival)
Gold 2011 Einzel, Grand Prix Spécial
(mit Parzival)
Gold 2011 Einzel, Grand Prix Kür
(mit Parzival)
Niederländische Meisterschaft
Gold 2007 Einzel (Halle)
(mit Parzival)
Silber 2008 Einzel (Halle)
(mit Parzival)
Gold 2008 Einzel
(mit Parzival)

Adelinde Cornelissen (* 8. Juli 1979 in Beilen) ist eine niederländische Dressurreiterin.

Cornelissen ist mit Parzival seit Juli 2011 Weltranglistenführende in der Dressurweltrangliste der FEI.[1] Bereits Ende 2009 war sie drei Monate in Folge (104. bis 106. Weltrangliste) Weltranglistenführende mit Parzival.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Werdegang

Adelinde Cornelissen wurde 1979 geboren. Ihre Eltern waren beide als Lehrer tätig. Im Alter von sechs Jahren begann Cornelissen mit dem Reiten, zunächst auf Ponys. Mit Ayesha, einem Welsh-Pony, hatte sie ihre ersten Turniererfolge. Mit diesem Pony gewann sie im Jahr 1995 sowohl die niederländische „Freiluft“- als auch die Hallenmeisterschaft der Pony-Dressurreiter (Z2-Dressur). Mit den Ponys Whitsun (ein Sohn der Ayesha) und Mr. Pride gewann sie die Provinzmeisterschaft von Drenthe. Im Jahr 1997 gewann sie mit Mr. Pride beide niederländischen Dressur-Meisterschaften der Klasse Z1.

Nach Abschluss ihrer Schullaufbahn begann sie mit dem Englisch-Studium. Ein Jahr nach Beginn des Studiums hatte sie die Chance, an einem neuen Stall in Kanada eine Tätigkeit aufzunehmen. Sie beschloss, das Studium zu beenden, sobald sie in die Niederlande zurückkehren würde.

Nachdem sie in Folge weitere Pferde auf Z2-Niveau ritt, bekam sie die Möglichkeit, Parzival zu reiten. Mit diesem erzielte sie ab 2004 mehrere nationale Erfolge (2004: niederländische Reserve-Meisterin Klasse ZZ-Leicht, Februar 2005: niederländische Reserve-Meisterin Klasse ZZ-Schwer. Anfang 2006: 4. Rang in der niederländischen Meisterschaft, Leicht Tour, Februar 2007: niederländische Hallen-Meisterin in der Grand-Prix-Tour). Ebenfalls im Jahr 2007 bestritt sie mit Parzival ihre erste internationale Prüfung beim Hengst-Turnier in Zwolle (CDI 3*). Ihren ersten Start in einer internationalen Prüfung im Ausland hatte sie beim CDIO 3* Falsterbo im Juli 2007, wo sie hinter Jan Brink im Grand Prix und im Grand Prix Spécial jeweils Zweite mit Parzival wurde. 2008 wurde sie mit Parzival Zweite bei der niederländischen Hallen-Meisterschaft und Erste bei der niederländischen Meisterschaft.

Nach ihrem Studium war sie bis März 2008 als Englischlehrerin in Meppel tätig. Anschließend entschloss sie sich, sich in diesem Jahr vollständig auf den Sport einschließlich der Vorbereitung für die Olympischen Spiele zu konzentrieren, für die sie als Reservereiterin nominiert war. Im folgenden Winter plante sie, erstmals am Weltcupfinale teilzunehmen, was jedoch an einer Verletzung von Parzival scheiterte. Ihren bisher größten Erfolg erritt sie im Sommer 2009, als sie mit Parzival Europameisterin im Grand Prix Spécial und Vize-Europameisterin im Grand Prix Kür wurde. Im Winter 2009/2010 wurde sie Zweite beim Weltcupfinale.

In Drenthe wurde Cornelissen in den Jahren 2007 bis 2009 zur Sportlerin des Jahres gewählt.[2][3][4]

Ihr Sponsor seit Januar 2010 ist der Logistikkonzern Jerich International. Dessen Leiter Herbert Jerich erwarb einen 50-prozentigen Anteil an Parzival und gab Cornelissen dadurch die Möglichkeit, diesen bis mindestens 2013 zu reiten.[5] Im April 2010 verlor sie ihr vierjähriges Nachwuchspferd Brentano, welches von einem Auto angefahren und schwer verletzt wurde.[6]

Bei den Weltreiterspielen 2010 in Lexington startete sie mit Parzival im Rahmen der niederländischen Mannschaft. Im Grand Prix, der Mannschaftswertungsprüfung, wurde sie während der Prüfung aufgrund eines blutigen Mauls ihres Pferdes abgeläutet und disqualifiziert. Der niederländische Trainer Sjef Janssen gab hierzu an, er vermute, dass sich Parzival beim Rückwärtsrichten auf die Zunge gebissen habe.[7] Adelinde Cornelissen wurde damit Streichergebnis für die niederländische Mannschaft, die in der Mannschaftswertung die Goldmedaille gewann.

Das Jahr 2011 begann für Adelinde Cornelissen nach mehreren Siegen in Weltcupprüfungen mit dem Sieg im Weltcupfinale. Bei der Europameisterschaft in Rotterdam setzte sich dies fort, als sie als beste niederländische Reiterin Bronze mit der Mannschaft gewann und in der Einzelwertung beide Goldmedaillen gewann. Im Jahr 2012 gewann sie mit Parzival erneut das Weltcupfinale.

Der von ihr betriebene Dressurstall befindet sich in Spier.

[Bearbeiten] Aktuelle und ehemalige Turnierpferde

  • Jerich Parzival (*29. Mai 1997), KWPN-Fuchswallach, Vater: Jazz, Muttervater: Ulft[8]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. FEI-Weltrangliste Dressur (pferdebezogene Weltrangliste)
  2. Biografie von Adelinde Cornelissen, Niederländischer Reiterverband auf der Internetseite der FEI
  3. Kurzbiografie, www.fei.org
  4. Biografie, www.adelindecornelissen.nl
  5. Meldung „Adelinde Cornelissen hat Parzival bis 2013 sicher“, www.equi-news.de, 10. Januar 2010
  6. Meldung „Vom Auto angefahren - Adelinde Cornelissen verliert Nachwuchspferd Brentano“, www.equi-news.de, 15. April 2010
  7. Blut im Pferdemaul: Niederländerin ausgeschieden, Süddeutsche Zeitung, 28. September 2010
  8. FEI-Pferdedatenbank: Jerich Parzival
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen