Adem Kılıççı

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Medaillenspiegel
Boxen Boxing pictogram.svg
TurkeiTürkei Türkei
Weltmeisterschaft
Bronze 2007 Chicago Weltergewicht
Europameisterschaft
Silber 2011 Ankara Mittelgewicht
Mittelmeerspiele
Gold 2013 Mersin Mittelgewicht
Silber 2009 Pescara Mittelgewicht
EU-Meisterschaft
Bronze 2007 Dublin Weltergewicht
Universitäts-Weltmeisterschaft
Silber 2004 Antalya Weltergewicht

Adem Kılıççı (* 18. April 1986 in Ağrı) ist ein türkischer Amateurboxer im Mittelgewicht.

Boxkarriere[Bearbeiten]

Kılıççı ist 1,84 m groß und boxt für den Fenerbahçe SK in Istanbul. Er wurde auf nationaler Ebene 2006 und 2007 Türkischer Meister im Weltergewicht, sowie 2010 Türkischer Meister im Mittelgewicht.

Bei den 1. Universitäts-Weltmeisterschaften 2004 in Antalya, gewann er die Silbermedaille im Weltergewicht. Er war erst im Finale dem Ukrainer Serhij Derewjantschenko 15:31 nach Punkten unterlegen. Bei den 5. EU-Meisterschaften 2007 in Dublin, unterlag er im Halbfinale des Weltergewichts dem französischen Vize-Europameister Xavier Noël 12:16 und gewann somit eine Bronzemedaille.

Eine weitere Bronzemedaille im Weltergewicht errang er im November 2007 bei den 14. Weltmeisterschaften in Chicago. Er hatte sich dabei in der Vorrunde vorzeitig gegen den Japaner Yoshiyuki Hirano durchgesetzt und schlug im Achtelfinale Scherali Mamadalijew aus Tadschikistan deutlich mit 22:8. Im anschließenden Viertelfinale bezwang er den Moldawier Witali Grusac 16:10 und stand somit im Halbfinale, wo er jedoch dem US-Amerikaner Demetrius Andrade 6:22 unterlag.

Durch den dritten Platz bei der WM qualifizierte er sich automatisch für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking, wo er sich jedoch bereits im ersten Kampf dem Engländer Billy Joe Saunders 3:14 geschlagen geben musste. Im November desselben Jahres nahm er zudem an den 37. Europameisterschaften in Liverpool teil, wo er jedoch ebenfalls im ersten Kampf Eamon O’Kane aus Irland knapp 6:7 unterlag.

Bei den 16. Mittelmeerspielen 2009 in Pescara, erreichte er im Mittelgewicht durch Siege gegen Mariano Hilario aus Spanien (K.o.), Saïd Rachidi aus Marokko (4:2) und Mathieu Bauderlique aus Frankreich (13:4) das Finale, wo er gegen Rachid Hamani aus Algerien 5:7 verlor.

Im Mittelgewicht startete er zudem bei den 15. Weltmeisterschaften 2009 in Mailand. Durch einen 27:0 Punktesieg gegen den Kenianer Daniel Shishia und einem 16:2 Punktesieg gegen den Slowaken Tibor Varga stand er im Achtelfinale gegen den Ukrainer Serhij Derewjantschenko. Diesem unterlag er jedoch 6:13. Auch bei den 38. Europameisterschaften 2010 in Moskau, blieb er medaillenlos; er besiegte zwar Rachib Beilarow aus Aserbaidschan 9:3 und den Deutschen Konstantin Buga vorzeitig, scheiterte jedoch im anschließenden Viertelfinale am Russen Artjom Tschebotarjow 5:6.

2011 wurde er in Ankara Vize-Europameister im Mittelgewicht. Er hatte dabei den Weißrussen Vitali Bondarenko (20:17), erneut Rachib Beilarow (27:10) und Jaba Chocitaschwili aus Georgien (19:14) besiegt, ehe er im Finale dem Russen Maxim Koptjakow unterlag (15:18). Bei einem Vergleichskampf gegen Deutschland desselben Jahres, besiegte er Stefan Härtel 12:11. Bei den 16. Weltmeisterschaften 2011 in Baku jedoch, schied er durch eine 11:13 Entscheidung gegen Härtel bereits in der Vorrunde aus.

Um noch an den Olympischen Sommerspielen 2012 in London teilnehmen zu können, startete er bei der europäischen Qualifikation in Trabzon. Dabei schlug er in der Vorrunde Aljaž Venko aus Slowenien 15:4, im Viertelfinale diesmal auch Maxim Koptjakow +13:13 und im Halbfinale Davide Faraci aus der Schweiz 18:6. Im Finale wäre er auf den Engländer Anthony Ogogo getroffen. Dieser konnte jedoch verletzungsbedingt nicht antreten weshalb Kılıççı als Sieger des Turniers ausgezeichnet wurde.

Bei den anschließenden Olympischen Spielen besiegte er den Turkmenen Nursahat Pasijew 14:7 und den Serben Aleksandar Drenovak 20:11. Den Einzug ins Halbfinale und damit eine sichere Bronzemedaille, verpasste er durch eine 13:17 Niederlage gegen den späteren Olympiasieger Ryōta Murata.

Im Juni 2013 gewann Kılıççı die 17. Mittelmeerspiele in Mersin. Er setzte sich dabei gegen den Franzosen Rachid Hamani, den Italiener Luca Capuano und den Ägypter Hossam Bakr Abdin durch.

Weblinks[Bearbeiten]