al-Basasiri

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Al-Basasiri († 18. Oktober 1060 vermutlich in Bagdad) war ein bedeutender türkischer General der Abbasiden im 11. Jahrhundert.

Abu l-Harith Arslan al-Basasiri war Führer der türkischen Truppen unter Kalif al-Qaim (1031–1075). Durch seine erfolgreichen Kämpfe gegen die Uqailiden im Nordirak (1048) und gegen einzelne Seldschukengruppen stieg er bald zum bedeutendsten Machtfaktor im Irak auf. Allerdings kam es 1054 zum Konflikt mit al-Qaim als dieser in die Regelungen betreffs unterworfener Beduinenstämme eingriff. Als al-Basasiri nun al-Qaim vorwarf die Oberhoheit der Buyiden abschütteln zu wollen, wurde er Kontakte zu den Fatimiden in Ägypten bezichtigt und abgesetzt.

Nachdem die Seldschuken 1055 Bagdad besetzt hatten und die Lehen (iqta) der buyidischen Truppen einzogen, liefen die betroffenen Truppen zu al-Basasiri über, der sich an den mittleren Euphrat zurückgezogen hatte. Als dieser von den Fatimiden finanzielle Unterstützung erhielt, griff er als deren Vasall 1057 die Seldschuken an, musste sich aber nach der Besetzung von Mosul zurückziehen.

Mit dem Ausbruch von Machtkämpfen zwischen dem Seldschukensultan Toghril Beg und seinem Bruder Ibrahim Inal (1058) konnte al-Basasiri erneut in den Irak einrücken und im Januar 1059 Bagdad besetzen. Kalif al-Qaim wurde außerhalb von Bagdad interniert und die Throninsignien der Abbasiden zu den Fatimiden nach Kairo geschickt. Gleichzeitig kam es zu schweren Ausschreitungen der Schiiten an den Sunniten in Bagdad.

Als Toghril Beg nach Beendigung der Auseinandersetzung mit seinem Bruder wieder in den Irak einrückte, verhinderte al-Basasiri durch unannehmbare Forderungen eine gütliche Einigung mit den Seldschuken und verließ mit seinen Truppen Bagdad. Die Seldschuken besetzten nun Bagdad und setzten al-Qaim wieder als Kalif ein. Am 18. Oktober 1060 konnten sie Truppen al-Basasiris überrumpeln und diesen töten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Claude Cahen: Der Islam. Band 1: Vom Ursprung bis zu den Anfängen des Osmanenreiches (= Fischer Weltgeschichte. Bd. 14). Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1968.
  • Ulrich Haarmann (Begründer), Heinz Halm (Hrsg.): Geschichte der arabischen Welt. 5. Auflage. Beck, München 2004, ISBN 3-406-47486-1.
  • Markus Hattstein, Peter Delius (Hrsg.): Islam. Kunst und Architektur. Könemann, Köln 2000, ISBN 3-89508-846-3.
  • Stephan Ronart, Nandy Ronart: Lexikon der Arabischen Welt. Ein historisch-politisches Nachschlagewerk. Artemis-Verlag, Zürich u. a. 1972, ISBN 3-7608-0138-2.