Albert-Schweitzer-Turnier

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Frankreich–USA beim Albert-Schweitzer-Turnier 2010

Das Albert-Schweitzer-Turnier (AST) ist ein Wettbewerb für Basketball-Nationalmannschaften der männlichen Jugend, der alle zwei Jahre in Mannheim stattfindet. Das Turnier gilt als inoffizielle Weltmeisterschaft für die Altersklasse U18. Veranstalter sind der Deutsche Basketball-Bund und die Stadt Mannheim.

Bis 2010 war auch die US Army Veranstalter, traditioneller Austragungsort war die US Sports Arena auf dem Gelände des Militär-Stützpunkts der Vereinigten Staaten in Mannheim. Seit 2006 findet ein Teil der Spiele in der MWS-Halle am Herzogenried statt. Nach dem Rückzug der Amerikaner ist seit 2012 die MWS-Halle zentraler Veranstaltungsort, ein Teil der Spiele findet in Viernheim statt. [1] Seit 2014 ist Viernheim auch offizieller Mitveranstalter des Turnieres. [2]

Geschichte[Bearbeiten]

Initiatoren des ersten Albert-Schweitzer-Turniers, das im Dezember 1958 mit acht Mannschaften ausgetragen und von Belgien gewonnen wurde, waren der Fotograf Hans-Joachim Babies[3] und der deutsche Basketball-Pionier Hermann Niebuhr, der den evangelischen Theologen und Arzt Albert Schweitzer als Namensgeber gewann. Schon im darauffolgenden Jahr fand das zweite AST statt, danach gab es eine Pause bis 1966. Ab diesem Zeitpunkt etablierte sich der Zwei-Jahres-Rhythmus. 1991 musste das AST wegen des Zweiten Golfkriegs ausfallen. Seit 1994 findet das AST in geraden Jahren statt. Damit passten sich die Organisatoren dem Kalender des Basketball-Weltverbands FIBA an.

Das Albert-Schweitzer-Turnier ist ein Einladungsturnier, bei dem nicht alle Bewerbungen für die mittlerweile 16 Startplätze berücksichtigt werden können. Rekordsieger sind die USA mit bislang zehn Titeln, gefolgt von Italien und Jugoslawien, die beide dreimal siegten.

Gewinner des 25. Albert-Schweitzer-Turniers, das vom 3. bis 10. April 2010 stattfand, war Australien, das sich im Finale mit 68:51 gegen Deutschland durchsetzte und seinen ersten Turniersieg feierte. Auch für Deutschland bedeutet der zweite Platz das bisher beste Ergebnis beim AST. Mit 28.763 Zuschauern wurde der Besucherrekord von 2008 nur knapp verfehlt.[4]

Bedeutung[Bearbeiten]

Das Albert-Schweitzer-Turnier ist ein wichtiger Termin für Basketballfachleute aus aller Welt, weil hier die größten Talente aus den besten Nationen aufeinandertreffen. Für viele dominierende Spieler der amerikanischen Profiliga NBA wie zum Beispiel Magic Johnson, Dirk Nowitzki, Tim Duncan, Tony Parker, Vince Carter, Arvydas Sabonis, Hidayet Türkoglu, Mehmet Okur, Pau Gasol und Toni Kukoč stand das AST am Beginn ihrer Karriere.[5]

Siegerliste[Bearbeiten]

  • 1958: Belgien
  • 1960: Belgien
  • 1966: Italien
  • 1967: Polen
  • 1969: Italien
  • 1971: Jugoslawien
  • 1973: USA
  • 1975: USA
  • 1977: USA
  • 1979: Jugoslawien
  • 1981: USA
  • 1983: Italien
  • 1985: USA
  • 1987: USA
  • 1989: USA
  • 1993: USA
  • 1994: USA
  • 1996: USA
  • 1998: Spanien
  • 2000: Jugoslawien
  • 2002: Griechenland
  • 2004: Türkei
  • 2006: Frankreich
  • 2008: Griechenland[6]
  • 2010: Australien[7]
  • 2012: Spanien
  • 2014: Italien

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Mannheim 23. März 2012
  2. Deutscher Basketball Bund
  3. www.ast-basketball.de
  4. AST-Website, abgerufen am 10. April 2010
  5. http://www.ast-basketball.de/index.php?id=92
  6. http://www.ast-basketball.de/index.php?id=49
  7. http://www.schoenen-dunk.de/news_a39513_DBB_Australien-triumphiert-verdient.htm

Weblink[Bearbeiten]

 Commons: Albert-Schweitzer-Turnier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien