Pau Gasol
| Pau Gasol | ||
| Spielerinformationen | ||
| Voller Name | Pau Gasol Sáez | |
| Geburtstag | 6. Juli 1980 | |
| Geburtsort | Sant Boi de Llobregat, Spanien | |
| Größe | 213 cm | |
| Gewicht | 113 kg | |
| Position | Power Forward/Center | |
| NBA Draft | 2001, 3. Pick Atlanta Hawks | |
| Vereinsinformationen | ||
| Verein | ||
| Liga | NBA | |
| Trikotnummer | 16 | |
| Vereine als Aktiver | ||
| 1999–2001 2001–2008 Seit 2008 |
||
| Nationalmannschaft1 | ||
| Seit 2001 | Spanien | 147 |
| 1Stand: 03. Juni 2013 | ||
| Medaillenspiegel | ||
|---|---|---|
| Basketball (Männer) | ||
| Olympische Spiele | ||
| Silber | 2008 Peking | Spanien |
| Silber | 2012 London | Spanien |
| Weltmeisterschaft | ||
| Gold | 2006 Japan | Spanien |
| Europameisterschaft | ||
| Bronze | 2001 Türkei | Spanien |
| Silber | 2003 Schweden | Spanien |
| Silber | 2007 Spanien | Spanien |
| Gold | 2009 Polen | Spanien |
| Gold | 2011 Litauen | Spanien |
Pau Gasol Sáez (* 6. Juli 1980 in Sant Boi de Llobregat, Spanien) ist ein spanischer Basketballspieler. Er ist derzeit bei den Los Angeles Lakers in der US-Profiliga NBA unter Vertrag, für die er seit 2008 spielt. Gasol gilt als bester spanischer und einer der besten europäischen Basketballspieler aller Zeiten. Er ist ein ausgezeichneter Power Forward und gilt als außerordentlich offensivstark.
Inhaltsverzeichnis |
Laufbahn[Bearbeiten]
Frühe Jahre und Zeit in Spanien[Bearbeiten]
Seine Basketballlaufbahn begann Pau Gasol im Team seiner Schule, dem Col.legi Llor in seiner Heimatstadt Sant Boi. Sein erster Verein war CB Cornellà, in dessen Juniorenteams er noch als Point Guard spielte. Zur Saison 1997/98 wechselte Pau Gasol in den Nachwuchs vom FC Barcelona, wo er schließlich am 17. Januar 1999 sein Ligadebüt in der ersten Mannschaft feierte. Bereits in der Folgesaison war er fester Bestandteil des Profikaders und sein sportlicher Durchbruch folgte 2000/01. Gasol, der den verletzten Starspieler Rony Seikaly ersetzen musste, etablierte sich trotz seines jugendlichen Alters und Unerfahrenheit als der dominanteste Power Forward der Liga und führte sein Team zum Double aus Meisterschaft und Copa del Rey. Er selbst wurde sowohl im Pokal als auch in den Play-offs um die Meisterschaft zum MVP gewählt. Seine herausragenden Leistungen blieben nicht unbemerkt, und so wurde Pau Gasol beim NBA-Draft 2001 an der dritten Stelle von den Atlanta Hawks gewählt und kurz darauf im Austausch für Shareef Abdur-Rahim zu den Memphis Grizzlies getradet. Der Spanier war zu diesem Zeitpunkt der früheste Pick in der Geschichte für einen Spieler, der außerhalb der Vereinigten Staaten ausgebildet wurde.
Memphis Grizzlies[Bearbeiten]
Bereits in seine erste Saison bei den Memphis Grizzlies übernahm Gasol die Rolle des Führungsspielers in seinem Team, bestritt alle 82 Saisonspiele und wurde mit 17,9 Punkten und 8,9 Rebounds pro Spiel auch als erster nicht US-Amerikaner in der Geschichte zum Rookie of the Year gekürt. Darüber hinaus nahm als einer der besten Debütanten am NBA Rookie Challenge teil und wurde ins All-Rookie First Team 2001/02 gewählt. Gasol, der sich schnell als Franchise Player der Grizzlies etablierte, führte seine Mannschaft in der Saison 2003/04 erstmals in der Geschichte des jungen Teams bis in die Play-offs, wo man jedoch den San Antonio Spurs in der ersten Runde mit 0:4 unterlag. Mit demselben Resultat sollte das Team aus Memphis auch in den zwei darauffolgenden Spielzeiten in den Play-offs ausscheiden, Gasol selbst stach insbesondere 2005/06 hervor, wo er erstmals am NBA All-Star Game teilnehmen durfte und die Regular Season mit 20,4 Punkten, 8,9 Rebounds, 4,6 Assists und 1,9 Blocks pro Spiel beendete. Im Folgejahr verpasste Gasol den Saisonstart aufgrund einer Fußverletzung, die er sich bei der WM 2006 zugezogen hatte, konnte jedoch seine individuellen Statistiken in den restlichen 59 Saisonspielen erneut steigern. Sein Team jedoch beendete die Spielzeit mit nur 22 Siegen und erreichte keinen Play-off Platz. Am 1. Februar 2008 wurde Gasol für Kwame Brown, Javaris Crittenton und Aaron McKie zu den Los Angeles Lakers getradet. Bei diesem Tausch erhielten die Grizzlies auch die Transferrechte über Paus Bruder Marc Gasol und die NBA 1st Round Draft Picks der Jahre 2008 und 2010 von den Lakers. Gasol stellte während seiner sechseinhalb Jahre bei den Grizzlies zahlreiche All-Time-Rekorde auf. Er ist unter anderem der Spieler mit den meisten bestrittenen Spielen, Minuten, verwerteten Körben, Punkten, Rebounds (offensiv und defensiv) und Blocks.[1]
Los Angeles Lakers[Bearbeiten]
Die Lakers, die bis dahin wenig überzeugten, erreichten nach Gasols Verpflichtung in der NBA-Saison 2007/08 den ersten Platz in der Western Conference und kämpften sich in den Play-offs bis in die Finals, in denen man aber mit 2:4 an den Boston Celtics scheiterte. Auch dank dem spanischen Forward wurden die Lakers in der Folge zu einem der besten Teams der Liga. In der NBA-Saison 2008/09 spielte Gasol erneut eine starke Saison. Von 82 Spielen stand er 81 Mal auf dem Feld und wurde erneut ins All-Star Team der Western Conference gewählt. In dieser Spielzeit erkämpften sich die Lakers erneut den ersten Platz im Westen und insgesamt den zweiten Platz in der NBA. Am Ende der Saison wurde er ins All-NBA Third Team gewählt. Die Lakers erreichten in den Play-offs die Finals, die man aber dieses Mal gegen die Orlando Magic mit 4:1 deutlich gewann. Ein Jahr darauf, in der NBA Saison 2009/10, wurde Gasol zum zweiten Mal in Folge ins All Star Team der Western Conference gewählt. Genau so wie er wieder ins All-NBA Third Team gewählt wurde. In den Playoffs 2010 konnte er sich mit den Lakers zum dritten Mal in Folge ins NBA-Finale qualifizieren. Im Finale traf seine Mannschaft, wie schon vor zwei Jahren, auf die Boston Celtics. Diesmal konnten sich Pau Gasol und die Lakers ganz knapp mit 4:3 durchsetzen. Am 18. November 2012 gelang es Gasol als 124. Spieler der NBA insgesamt, als zehnter ausländischer Spieler und dritter europäischer Spieler die 15.000 Punkte-Marke zu durchbrechen.
Nationalmannschaft[Bearbeiten]
Pau Gasol spielte schon als Junior erfolgreich für sein Land. Als Teil der spanischen Goldenen Generation feierte er Turniersiege beim Albert-Schweitzer-Turnier und der U-18 Europameisterschaft 1998 sowie der U-19 Weltmeisterschaft 1999. Die U-20 EM 2000 beendete er mit seiner Mannschaft auf Rang drei. Am 15. August 2001 debütierte er in einem Freundschaftsspiel gegen Griechenland in der spanischen A-Nationalmannschaft. Noch im selben Jahr holte er Bronze bei der Europameisterschaft in der Türkei, beendete das Turnier als Topscorer und bester Rebounder seines Teams und wurde darüber hinaus ins All-Tournament Team gewählt. Nach einer Silbermedaille bei der EM 2003 folgte bei der Basketball-Weltmeisterschaft 2006 in Japan sein bislang größter Erfolg. Gasol gewann mit seinem Team erstmals die Goldmedaille und wurde, obwohl er aufgrund einer partiellen Fraktur des Mittelfußknochens nicht am Finale gegen Griechenland teilnehmen konnte, zum MVP des Turniers gekürt. Einen weiteren großen Erfolg feierte Pau Gasol bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, wo seine Spanier erst im Finale an der USA, mit NBA-Stars wie Kobe Bryant, LeBron James, Carmelo Anthony, Dwyane Wade, Dwight Howard oder Jason Kidd in ihren Reihen, nach hartem Kampf mit 107:118 scheiterten. Nach eine enttäuschenden Heim-EM 2007, bei der Gasol wenige Sekunden vor Schluss einen entscheidenden Wurf im Finale gegen Russland vergab, folgten sowohl bei den Europameisterschaften 2009, wo er zudem als MVP geehrt wurde, als auch 2011 zwei weitere Goldmedaillen mit Spanien. Bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele 2012 in London wird Gasol als Flaggenträger der spanischen Delegation fungieren. Ursprünglich sollte Rafael Nadal diese Ehre zuteilwerden, dieser sagte seine Teilnahme jedoch verletzungsbedingt ab.[2]
Spielweise[Bearbeiten]
Pau Gasol verfügt über eine außerordentliche Schnelligkeit und Beweglichkeit für einen Spieler seiner Größe, was ihn insbesondere in der Offensive zu einem gefürchteten Gegner macht. Nahe am Korb verfügt er über ein großes Repertoire an Post-Moves und besitzt eine sehr gute Beinarbeit. Darüber hinaus gilt er als ein Forward mit einer herausragenden Spielübersicht und Passfähigkeit. Insbesondere aus der Mitteldistanz, jedoch auch jenseits der Dreipunktelinie, verfügt Pau Gasol über einen sicheren Wurf, was es für seine Gegenspieler besonders schwer macht ihn zu verteidigen. Obwohl er regelmäßig zu den besten Reboundern und Shotblockern seines Teams zählt, wird ihm von Kritikern oft nachgesagt, dass er in seiner Defensivarbeit zu „weich“ sei und Probleme damit habe gegen körperlich starke Gegenspieler seine Position unter dem Korb zu verteidigen.[3]
Erfolge[Bearbeiten]
Verein[Bearbeiten]
FC Barcelona
- Spanischer Meister: 2001
- Spanischer Pokalsieger: 2001
Los Angeles Lakers
Nationalmannschaft[Bearbeiten]
- Albert-Schweitzer-Turnier 1998: Gold
- U-18-Europameisterschaft 1998: Gold
- U-19-Weltmeisterschaft 1999: Gold
- U-20-Europameisterschaft 2000: Bronze
- Weltmeister: 2006
- Olympische Spiele: Silber 2008, Silber 2012
- Europameister: 2011, 2009 (Silber: 2003, 2007; Bronze: 2001)
Persönliche Ehrungen[Bearbeiten]
- MVP der Finalserie um die spanische Meisterschaft: 2001
- MVP des spanischen Pokals: 2001
- Basketball-Europameisterschaft All-Tournament Team: 2001, 2003, 2007, 2009, 2011
- NBA Rookie of the Year Award: 2001/02
- NBA All-Rookie First Team: 2001/02
- NBA Rookie Challenge: 2002 (Rookie), 2003 (Sophomore)
- Europas Basketballer des Jahres (Superbasket): 2004, 2009
- NBA All-Star: 2006, 2009, 2010, 2011
- MVP der Basketball-Weltmeisterschaft 2006
- FIBA Europe Player Of The Year Award: 2008, 2009
- Europlayer Award der Gazzetta dello Sport: 2008, 2009, 2010
- MVP der Basketball-Europameisterschaft 2009
- All-NBA Third Team: 2009, 2010
- All-NBA Second Team: 2011
- J. Walter Kennedy Citizenship Award: 2012
Sonstiges[Bearbeiten]
2009 war Pau Gasol in der 8. Staffel der TV-Serie CSI: Miami in der Folge Tödliche Treffpunkte (orig.: Point of Impact) in einer Gastrolle zu sehen.
Mit einem Jahresgehalt von 14,6 Millionen Euro (19 Mio. US-Dollar) in 2012 war Pau Gasol der bestbezahlte Spanier in der NBA.[4]
Literatur[Bearbeiten]
- Pau Gasol, Jesús Sánchez und Fernando Carreño: Gasol por Pau Gasol : el partido de mi vida. 1. Auflage. Edebé, Barcelona 2006, ISBN 978-84-236-8085-6.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Memphis Grizzlies Career Leaders. In: basketball-reference.com. Abgerufen am 18. Mai 2012 (englisch).
- ↑ Gasol spanischer Fahnenträger
- ↑ Pau Gasol gets labeled as 'soft' by another opponent. In: sportingnews.com. 10. April 2011, abgerufen am 18. Mai 2012 (englisch).
- ↑ Sport Bild: Top 10: Die Spitzenverdiener der NBA, 9. März 2013
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Webseite
- Pau Gasol – Spielerprofil auf NBA.com (englisch)
- Pau Gasol – Spielerprofil auf basketball-reference.com (englisch)
- Pau Gasol – Spielerprofil auf acb.com (spanisch)
- Pau Gasol in der Internet Movie Database (englisch)
0 Andrew Goudelock | 1 Darius Morris | 3 Devin Ebanks | 4 Antawn Jamison | 5 Steve Blake | 6 Earl Clark | 10 Steve Nash | 12 Dwight Howard | 15 Metta World Peace | 16 Pau Gasol | 20 Jodie Meeks | 21 Chris Duhon | 24 Kobe Bryant | 27 Jordan Hill | 50 Robert Sacre | Head Coach: Mike D’Antoni
1953: Meineke | 1954: Felix | 1955: Pettit | 1956: Stokes | 1957: Heinsohn | 1958: Sauldsberry | 1959: Baylor | 1960: Chamberlain | 1961: Robertson | 1962: Bellamy | 1963: Dischinger | 1964: Lucas | 1965: Reed | 1966: Barry | 1967: Bing | 1968: Monroe | 1969: Unseld | 1970: Alcindor | 1971: Cowens/Petrie | 1972: Wicks | 1973: McAdoo | 1974: DiGregorio | 1975: Wilkes | 1976: Adams | 1977: Dantley | 1978: Davis | 1979: Ford | 1980: Bird | 1981: Griffith | 1982: Williams | 1983: Cummings | 1984: Sampson | 1985: Jordan | 1986: Ewing | 1987: Person | 1988: Jackson | 1989: Richmond | 1990: Robinson | 1991: Coleman | 1992: Johnson | 1993: O’Neal | 1994: Webber | 1995: Kidd/Hill | 1996: Stoudamire | 1997: Iverson | 1998: Duncan | 1999: Carter | 2000: Brand/Francis | 2001: Miller | 2002: Gasol | 2003: Stoudemire | 2004: James | 2005: Okafor | 2006: Paul | 2007: Roy | 2008: Durant | 2009: Rose | 2010: Evans | 2011: Griffin | 2012: Irving | 2013: Lillard
2005 Dirk Nowitzki | 2006 Theodoros Papaloukas | 2007 Andrei Kirilenko | 2008 Pau Gasol | 2009 Pau Gasol | 2010 Miloš Teodosić | 2011 Dirk Nowitzki | 2012 Andrei Kirilenko
1991: Corny Thompson | 1992: Mike Smith | 1993: Arvydas Sabonis | 1994: Arvydas Sabonis | 1995: Mike Ansley | 1996: Xavi Fernández | 1997: Roberto Dueñas | 1998: Joan Creus | 1999: Derrick Alston | 2000: Alberto Angulo | 2001: Pau Gasol | 2002: Elmer Bennett | 2003: Šarūnas Jasikevičius | 2004: Dejan Bodiroga | 2005: Louis Bullock | 2006: Jorge Garbajosa | 2007: Felipe Reyes | 2008: Pete Mickeal | 2009: Juan Carlos Navarro | 2010: Tiago Splitter | 2011: Juan Carlos Navarro | 2012: Erazem Lorbek
1990: Mark Davis | 1991: Juan Antonio Orenga | 1992: John Pinone | 1993: Joe Arlauckas | 1994: Velimir Perasović | 1995: Pablo Laso | 1996: Joan Creus | 1997: Andre Turner | 1998: Nacho Rodilla | 1999: Elmer Bennett | 2000: Alfonso Reyes | 2001: Pau Gasol | 2002: Dejan Tomašević | 2003: Dejan Bodiroga | 2004: Rudy Fernández | 2005: Jorge Garbajosa | 2006: Pablo Prigioni | 2007: Jordi Trías | 2008: Rudy Fernández | 2009: Mirza Teletović | 2010: Fran Vázquez | 2011: Alan Anderson | 2012: Sergio Llull | 2013: Pete Mickeal
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gasol, Pau |
| ALTERNATIVNAMEN | Gasol Sáez, Pau (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | spanischer Basketballspieler |
| GEBURTSDATUM | 6. Juli 1980 |
| GEBURTSORT | Barcelona, Spanien |