Alcamo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Umweltwissenschaftler, siehe Joseph Alcamo.
Alcamo
Wappen
Alcamo (Italien)
Alcamo
Staat: Italien
Region: Sizilien
Provinz: Trapani (TP)
Lokale Bezeichnung: Àrcamu
Koordinaten: 37° 58′ N, 12° 58′ O37.96666666666712.966666666667256Koordinaten: 37° 58′ 0″ N, 12° 58′ 0″ O
Höhe: 256 m s.l.m.
Fläche: 130 km²
Einwohner: 45.095 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 347 Einw./km²
Angrenzende Gemeinden Balestrate (PA), Calatafimi-Segesta, Camporeale (PA), Castellammare del Golfo, Monreale (PA), Partinico (PA)
Postleitzahl: 91011
Vorwahl: 0924
ISTAT-Nummer: 081001
Volksbezeichnung: Alcamesi
Schutzpatron: Madonna dei miracoli
Website: Alcamo

Alcamo ist eine Stadt in der Provinz Trapani in der Region Sizilien in Italien mit 45.095 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012).

Lage und Daten[Bearbeiten]

Die Stadt liegt 50 km östlich von Trapani und 66 km südwestlich von Palermo. Die Gemeinde bedeckt eine Fläche von 130 km². Alcamo liegt an der SS113 von Palermo nach Trapani und hat einen Autobahnanschluss zur A29 sowie einen Bahnanschluss. Die Einwohner leben von der Landwirtschaft, der Weinindustrie und dem Abbau von Travertin.

Die Nachbargemeinden sind Balestrate (PA), Calatafimi Segesta, Camporeale (PA), Castellammare del Golfo, Monreale (PA) und Partinico (PA).

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1340 wurde das Schloss von Alcamo von der Familie Ventimiglia erbaut. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich auch die Stadt. Zuvor gab es ihrer Stelle eine Station an der Straße Palermo - Syrakus, die arabischen Ursprunges war und den Namen Manzil Alqameh trug.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Burg in Alcamo
  • Kirche San Francesco d’Assisi: erbaut im Jahre 1348, wurde danach öfter umgebaut
  • Kirche San Tommaso aus dem 15. Jahrhundert
  • Kirche Maria Santissima Assunta: der Bau stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert, der Dom wurde aber im 17. und 18. Jahrhundert neu erbaut. Das Innere des Doms hat die Form eines Kreuzes und dreier Schiffe. Die Schiffe sind mit 14 roten Marmorsäulen getrennt. Es gibt in der Kirche wertvolle Fresken von Guglielmo Borremans (entstanden von 1735 - 1737). Weiterhin sehenswert ist ein Altarretabel von Antonello Gagini.
  • Kirche S. Chiara ist die Kirche der Klarissen. Im Inneren zwei Statuen von Giacomo Serpottas, Caritas (Nächstenliebe) und Fortitudo (Tapferkeit).
  • Kirche Sant’Oliva an der Piazza Ciullo d'Alcamo, dem Mittelpunkt der Stadt. In der Kirche steht eine Statue der Hl. Oliva und ein Gemälde „Befreiung der Seelen aus dem Fegefeuer“
  • Schloss von Alcamo aus dem 14. Jahrhundert mit einem rautenförmigen Grundriss; war auch ein Gefängnis; heute ist es ein Museum.

Weinbau bei Alcamo[Bearbeiten]

Alcamo ist für die dort angebauten Weine bekannt.

Alcamo oder Bianco d’Alcamo[Bearbeiten]

Die Gemeinde gibt dem italienischen Weißwein Alcamo seinen Namen. Der Wein hat den Status einer DOC. 506 Winzer bearbeiten die 3300 ha zugelassenen Reblandes im Umfeld der Gemeinde. Der Weißwein wird aus den Rebsorten Catarratto (mindestens 80 %) sowie Trebbiano und/oder Damaschino sowie Grecanico Dorato gekeltert. Der Wein reift etwa 6 Monate beim Winzer und sollte möglichst rasch getrunken werden.

  • Farbe: helles strohgelb mit grünlichen Reflexen
  • Duft: recht neutral
  • Alkoholgehalt: 11,5 - 12,5 °
  • Gesamtsäure: 4,5 - 6,5 Promille
  • Trinktemperatur: ca. 10 - 12 °C

Nicht-DOC-Weine[Bearbeiten]

Neben dem Bianco d'Alcamo werden noch eine Fülle anderer Weine aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Nero d’Avola, Chardonnay, Müller-Thurgau, Merlot, Sauvignon Blanc und Syrah angebaut. Alcamo deckt somit die gesamte Produktpalette von Weiß-, Rot- und Roséwein ab.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Dichter Ciullo d’Alcamo wurde hier geboren. Er schrieb unter anderem zwischen 1231 und 1250 das Gedicht Rosa fresca aulentissima, eines der ersten Literaturzeugnisse in italienischer Sprache. Auch der Fußballspieler Antonino Asta stammt aus Alcamo.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Krönig: Alcamo. Eine Stadt in Sizilien und ihr Historiograph. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte. 42 Bd., H. 2/3, 1979, ISSN 0044-2992, S. 219–232.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alcamo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien