Alpenvereinsführer

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Die Alpenvereinsführer (AV-Führer bzw. AVF), die alle wichtigen Gebirgsgruppen der Ostalpen abdecken, sind das Standardwerk in der alpinen Führerliteratur. Sie werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein (DAV), dem Österreichischen Alpenverein (ÖAV) und dem Alpenverein Südtirol (AVS) herausgegeben und seit 1950 vom Bergverlag Rother in München verlegt.

Im AV-Führer sind alle Routen verzeichnet; dabei wird bei den neueren Führer zwischen einer alpin- und einer extrem-Variante unterschieden. Die alpin-Führer enthalten die Wanderwege, Hüttenzugänge, Gipfelanstiege sowie Eis- und Hochtouren einer Gebirgsgruppe bis zum Schwierigkeitsgrad II, die extrem-Führer verzeichnen alles, was schwieriger ist, insbesondere die Kletterrouten. Die Beschreibungen sind sachlich bis trocken, sparsam illustriert – im Gegensatz etwa zu den Bergbüchern Walter Pauses – und setzen trotz einführender Abschnitte allgemeine alpine Kenntnisse und Erfahrungen voraus. Die AV-Führer werden oft als Grundlage für andere Veröffentlichungen herangezogen und dienen als Ergänzung der Alpenvereinskarten oder anderer Kartenwerke.

Verfügbare Alpenvereinsführer[Bearbeiten]

Vergriffene Alpenvereinsführer[Bearbeiten]

  • Ankogel- und Goldberggruppe (Liselotte Buchenauer und Peter Holl, 1986)
  • Benediktenwand-Gruppe, Estergebirge und Walchenseeberge (W. und G. Zimmermann, 1977)
  • Brentagruppe (Heinz Steinkötter, 1988)
  • Chiemgauer Alpen (Marianne und Helmuth Zebhauser, 1988)
  • Dachstein Ost (Willi End, 1980)
  • Dachstein West (Willi End, 1980)
  • Dolomiten: Cristallogruppe (Jürgen und Angelika Schmidt, 1981)
  • Dolomiten: Marmolada (Heinz Mariacher, 1983)
  • Dolomiten: Rosengartengruppe (Heinz Mariacher, 1988)
  • Dolomiten: Schiaragruppe (Richard Goedeke, 1981)
  • Eisenerzer Alpen (Fritz Peterka)
  • Gesäuseberge / Ennstaler Alpen (Willi End)
  • Hochschwab (Günter und Luise Auferbauer, 1990)
  • Kitzbüheler Alpen (Georg Bleier und Kurt Kettner, 1984)
  • Loferer und Leoganger Steinberge (Nikolaus Stockklauser und Adi Stocker, 1991)
  • Lienzer Dolomiten (Hubert Peterka und Willi End, 1984)
  • Rätikon (Günther Flaig, 1974; eine Neuauflage als Alpenvereinsführer Rätikon alpin von Rudolph Mayerhofer soll im April 2013 erscheinen[1])
  • Rieserfernergruppe (Werner Beikircher, 1983)
  • Rofangebirge (Rudolf Röder, Ernst Schmid und Rudger v. Werden, 1983)
  • Schobergruppe (Walter Mair, 1979)
  • Tannheimer Berge (Marcus Lutz, 1992)
  • Wetterstein, München 1996, 4. Aufl. (Stefan Beulke)

SAC Clubführer[Bearbeiten]

Die Alpinführer (bzw. Clubführer) des Schweizer Alpen-Club (SAC) sind das Pendant der AV-Führer für das Gebiet der Schweizer Westalpen. Die SAC-Führer beschreiben ebenfalls alle Gipfel, Wege und Anstiegsrouten eines Gebietes. Ähnlich zu den Alpenvereinsführern sind auch hiervon regelmäßig mehrere Bände vergriffen und auch das Erscheinungsbild mutet nicht mehr ganz zeitgemäß an. Das tut jedoch der inhaltlichen Qualität keinen Abbruch.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.rother.de/titpage/1098.php zuletzt abgerufen am 18. Juli 2012