Arbia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Arbia
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Der Fluss Arbia mit der Brücke Ponte d’Arbia in Ponte d’Arbia (Ortsteil von Monteroni d’Arbia)

Der Fluss Arbia mit der Brücke Ponte d’Arbia in Ponte d’Arbia (Ortsteil von Monteroni d’Arbia)

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Provinz Siena, Toskana, Italien
Flusssystem Ombrone
Abfluss über Ombrone → Tyrrhenisches Meer
Flussgebietseinheit Appennino Settentrionale
Quelle zwischen Castellina in Chianti und Radda in ChiantiVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 620 m s.l.m.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Buonconvento in den Ombrone43.13793111.474941Koordinaten: 43° 8′ 17″ N, 11° 28′ 30″ O
43° 8′ 17″ N, 11° 28′ 30″ O43.13793111.474941
Länge ca. 57 km[1]
Linke Nebenflüsse Mascellone[2], Malena und Biena
Rechte Nebenflüsse Bozzone, Sorra, Stile, Tregoli[2], Tressa und Riluogo
Mittelstädte Siena
Kleinstädte Buonconvento, Castellina in Chianti, Castelnuovo Berardenga, Monteroni d’Arbia

Der Arbia ist ein Fluss mit ca. 57 km Länge in der Region Toskana in Italien, der bei Buonconvento in den Ombrone mündet.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Fluss entspringt im Chianti am Poggio Cavallari zwischen den Gemeinden Castellina in Chianti und Radda in Chianti [3], Provinz Siena, ca. 15 km nordwestlich von Siena.

Nach den Quellgemeinden Castellina in Chianti und Radda in Chianti, kurz auch Gaiole in Chianti berührend, fließt er südlich zur Gemeinde Castelnuovo Berardenga, wo er 12 km[1] verbleibt und den Ortsteil Pianella bei 226 Höhenmetern[4] passiert, danach durchquert er die westlichen Ortsteile von Siena (insgesamt 9 km[1]), unterfliesst die Schnellstraße Raccordo Siena–Bettolle (SS73) und fungiert als Grenzfluss zwischen Taverne d’Arbia (Siena) und Arbia (Ortsteil von Asciano) bei 185 Höhenmetern[4]. Er unterläuft die Bahnstrecke Siena–Chiusi/Chianciano Terme und kurz nach Taverne fliesst von rechts kommend der Bozzone zu. Ab Isola d’Arbia (Siena, 176 Höhenmetern[4]) verläuft er parallel zur Via Francigena (hier verlaufsgleich mit der Via Cassia als Staatsstraße SS 2), und weiter nach Süden fließend, erreicht er Monteroni d’Arbia, dessen Ortsgebiet er auf insgesamt 13 km[1] durchzieht. Hier trifft er zunächst auf den Ortsteil Ponte a Tressa (172 Höhenmetern[4]), wo der Tressa von rechts eintritt. Danach erreicht er den Hauptort Monteroni und fließt weiter nach Ponte d’Arbia (Ortsteil von Monteroni, 151 Höhenmetern[4]), wo von rechts der Sorra hinzukommt. Danach unterfließt er die Bahnstrecke Siena–Grosseto nördlich von Buonconvento (8 km[1], 147 Höhenmetern[4]), wo er sich dann wenige Meter westlich des Ortszentrums dem Ombrone als rechter Nebenfluss anschließt.

Der Fluss ist Namensgebend für die Gemeinde Monteroni d’Arbia, deren Ortsteile Lucignano d’Arbia und Ponte d’Arbia, für den Ortsteil Arbia der Gemeinde Asciano sowie für drei Stadtteile von Siena (Isola d’Arbia, Taverne d’Arbia und Vico d’Arbia).

Die Arbia in der Literatur[Bearbeiten]

Der Arbia wurde schon von Dante Alighieri im Inferno seiner Göttlichen Komödie (10. Gesang, 85-87) erwähnt.

  • Lo strazio e ’l grande scempio, che fece l’Arbia colorata in rosso, tal orazion fa far nel nostro tempio
  • dt. in der Übersetzung von Carl Streckfuß: Ich sprach: Das große Morden ist’s, das Blut, Das rothgefärbt der Arbia klare Wogen, Das eu’r Geschlecht mit solchem Fluch belud[5] (Die blutrote Arbia bezieht sich auf die Schlacht bei Montaperti nahe der heutigen Gemeinde Castelnuovo Berardegna 1260)

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Giorgio Battini: Il fiume racconta. Viaggio nella Toscana dei fiumi., Bonechi, Florenz 1993, ISBN 88-7009-941-5, S. 230 ff.
  • Emanuele Repetti: ARBIA. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, ital.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arbia River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e vgl. SIRA
  2. a b La mia terra di siena, abgerufen am 14. Februar 2010 I fiumi della provincia di Siena, la fauna ittica e la pesca
  3. vgl. Batini
  4. a b c d e f vgl. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen 2001 in der Provinz Siena, abgerufen am 27. Februar 2013 (ital.)
  5. Wikisource, abgerufen am 14. Februar 2010 Göttliche Komödie (Streckfuß 1876)/Inferno