Via Francigena
Als Via Francigena, auch Frankenstraße oder Frankenweg, werden im weiteren Sinne die alten Fernstraßen bezeichnet, die Pilger auf ihrem Weg von Franken nach Rom zur Grabstätte der Apostel Petrus und Paulus, nutzten. Oft findet sich dafür auch – auf das Ziel bezogen – die Bezeichnung „Via Romea“.
[Bearbeiten] Reiseberichte aus dem Mittelalter
Bereits im Itinerarium Burdigalense (334) nennt ein unbekannter Pilger aus dem heutigen Bordeaux auf dem Rückweg aus dem Heiligen Land die Stadt Rom als eine Reisestation.
Im 8. Jh. schreibt eine namentlich als Hugeburc bekannte Nonne aus dem Kloster Heidenheim eine "Vita Sancti Willibaldi", in der sie eine Lebensbeschreibung des ersten Eichstätter Bischofs Willibald (ca. 700 - 787) wiedergibt. Die Vita Willibaldi ist im Kernstück das Itinerar des Heiligen. Mit seinem Vater und seinem Bruder Wunibald bricht Willibald wahrscheinlich im Frühsommer 720[1] zu einer Pilgerfahrt nach Rom auf, die Willibald anschließend weiter ins Heilige Land und nach Kleinasien führt. Mit insgesamt 77 Ortsnamen (und 13 Personen) beschreibt die Nonne Hugeburc den Weg Willibalds recht detailliert, wenn ihr auch verschiedene Fehler unterlaufen sind. Die Reise startet im heutigen Hamblehaven und setzt sich nach der Überquerung des Ärmelkanals entlang der Seine in Rouen fort. Ohne genauere Beschreibung verläuft der Weg durch Frankreich. Nun lässt Hugeburc die Pilger irrtümlich zunächst nach Italien "hinübergelangen" und dann erst die "Burgen der Alpen" erreichen. Konkret genannt wird Lucca, wo Willibalds Vater verstirbt und in der Kirche des Hl. Frigdianus bestattet wird. Um 1150 fand unter dem Namen Richard eine Erhebung seiner Gebeine statt, die wahrscheinlich dadurch veranlasst wurde, dass Reliquien für Eichstätt und Heidenheim erbeten wurden. Am 11. November 720, dem Martinstag, kommen die Brüder in Rom an und besuchen wahrscheinlich zuerst den Lateran und anschließend den St. Peter. Dem Rom-Aufenthalt der Brüder schloss sich für Willibald und weitere Gefährten eine Pilgerreise über Sizilien nach Jerusalem und in das Heilige Land an (723–727). Es folgt die Rückreise nach Süditalien, wo er auf dem Monte Cassino ein Jahrzehnt verbringt, um wieder nach Rom und schließlich nach Eichstätt zu gelangen.
Die Bezeichnung "Via francigena" taucht zum ersten Mal im Jahr 876 in einer Urkunde der Abtei San Salvatore al Monte Amiata (Toskana) auf.
Eine zwischen 1240 und 1256 von dem Abt Albert von Stade aufgezeichnete "Weltchronik", die Annales Stadenses, enthält einen spielerischen Dialog zweier Klosterbrüder über eine Reise nach Rom. Darin beschreibt Albert seine Reise nach Rom, die er 1236 durchführte, um von Papst Gregor IX. die Erlaubnis für eine Klosterreform zu erhalten. In ungewöhnlich genauer Form beschreibt er Reiserouten und gibt für Teilstrecken auch mehrere Varianten an, so dass sie als Wegweiser für Pilger zur damaligen Zeit verwendet werden konnte.
Unter den vielen Verbindungen zwischen Mittel- und Nordeuropa und Rom hat sich insbesondere für eine Strecke die Bezeichnung "Via Francigea" eingebürgert.
Es handelt sich dabei um den Weg von Canterbury nach Rom, der in den Aufzeichnungen des Erzbischofs Sigerich der Ernste von Canterbury (994) beschrieben wurde. Er reiste im Jahr 990 von Canterbury nach Rom, um vom Papst das Pallium zu erhalten, einen Wollschal als Zeichen seiner Ernennung zum Erzbischof. Die 80 Stationen seiner Reise hielt Sigeric schriftlich fest. Das Dokument wird heute in der British Library in London[2] aufbewahrt.
In den Jahren 1149-1154 reiste der isländische Mönch Nikulás von Muntkathvera, Abt des Klosters Thingor, über Strassburg und Basel nach Rom und weiter nach Jerusalem. Auch er benutzt, wie Sigerich, den Übergang über den Grossen St. Bernhard und anschließend eine ähnliche Route. Er spricht aber auch von Alternativrouten, die sich mit seinem Weg vereinigten.
Vergleicht man die Quellen und die vielen Wegbeschreibungen, stellt man fest, dass die einzig richtige „Via Francigena“ nicht existiert, so wenig wie es den „Jakobsweg“ gibt. Als „Via Francigena“ wird das Wegesystem bezeichnet, das nach Rom führt. Bestehende Handels- und Heerstrassen (z.B. Via Aurelia, Via Emilia, Via Cassia) wurden von grossen Strömen von Kaufleuten, Pilgern und auch Kreuzzüglern aus Frankreich genutzt. Sie gaben diesen Reiserouten die Bezeichnung „Via Francigena“ oder der „Frankenweg“.
[Bearbeiten] Der Straßenverlauf nördlich der Alpen nach der Beschreibung des Sigerich
Von Canterbury über Calais verlief die Straße über Arras, Licques, Wisques, Camblain l'Abbey, Arras, Laon, Reims, Châlons-sur-Marne, Bar-sur-Aube, Besançon und Pontarlier nach Lausanne und Saint-Maurice in der Schweiz, um am Großen Sankt Bernhard die Alpen zu überqueren.
[Bearbeiten] Zubringerwege in Deutschland
Es sind heute zwei Hauptstrecken als Zubringer zur Via Francigena bekannt. Von Ost nach West sind dies:
Von Stade kommend über den Brennerpass in Österreich. Wichtige Ort an diesem Weg sind Würzburg, Rothenburg, Augsburg, Innsbruck, Trento, Verona, Bologna und Florenz.
Dieser Weg gabelt sich in Augsburg zum Gotthardpass. Wichtige Stationen sind Konstanz, Chur und Mailand.
In Stade beginnt auch ein zweiter Weg, der über Paderborn in Mainz auf die Rhein-Achse trifft und über Worms, Speyer, Straßburg und Basel zum Großen Sankt Bernhard führt, wo er auf die Via Francigena trifft.
In Mainz trifft der aus Utrecht (NL) und über Köln der Rhein-Achse folgende Westzweig auf die alte Pilgerstraße.
[Bearbeiten] Der Straßenverlauf südlich der Alpen nach der Beschreibung des Sigerich
In Italien verlief die Via Francigena durch das Aostatal, Ivrea, Vercelli, über Pavia, Piacenza, Fiorenzuola d’Arda, Fidenza bis nach Parma, um von dort über Fornovo di Taro, Cassio, Berceto den Apennin am Passo della Cisa zu überqueren.
Hinter Pontremoli teilte sich der Weg in zwei Routen, um die Apuanischen Alpen zu umgehen, eine westliche, die über Luni/Sarzana, Carrara und Massa verlief, und dabei teilweise die alte Via Aurelia nutzte, und eine, die entlang der Ostseite der Berge führte. Beide Strecken trafen in Lucca wieder zusammen.
Von Lucca aus ging es dann südöstlich auf die Via Pisana (die Römerstraße von Florenz nach Pisa) und den Arno zu, der bei San Genesio (das 1248 zerstört wurde) und San Miniato gekreuzt beziehungsweise überquert wurden; von hier aus folgte die Via Francigena dem Tal der Elsa (Valdelsa) auf mehreren Routen, die in Poggibonsi wieder aufeinandertrafen, um sich kurz oberhalb wieder zu trennen. Zwei Routen führten entlang der beiden Ufer der Elsa, am rechten Ufer über Castelfiorentino und Certaldo, am linken Ufer direkt und ohne größere Orte zu berühren; eine dritte Route zweigte von der letzteren ab und ging durch die Hügellandschaft der Toskana, wobei die Orte Gambassi Terme und San Gimignano berührt wurden.
Auf dieser Strecke kreuzte die Via Francigena mehrfach die aus etruskischer Zeit stammende Via Volterrana, die von Nordosten (Fiesole) kommend auf zwei Routen auf Volterra zustrebte: die nördliche Volterrana kreuzte in Castelfiorentino und Gambassi Terme (vor Gambassi Terme waren Francigena und Volterrana einige Kilometer identisch), die südliche Volterrana nördlich von Certaldo und südlich von San Gimignano.
In Poggibonsi wiederum kamen nicht nur die drei Streckenführungen der Francigena zusammen, hier stieß auch noch die Via Regia Romana dazu, die zuvor weitgehend mit der südlichen Volterrana identisch war, von dieser dann aber in Barberino Val d’Elsa abzweigte, um direkt auf Poggibonsi zuzulaufen.
Hinter Poggibonsi teilte sich die Francigena erneut in zwei Strecken, die östliche lief an der Burg Staggia Senese vorbei, die westliche über Monteriggioni; nach dem erneuten Zusammenlaufen der beiden Routen ging es dann auf Siena zu.
Die letzten Stationen der Via Francigena waren dann Abbadia San Salvatore, Acquapendente, Bolsena, Montefiascone, Viterbo, Vetralla, Capranica, Ronciglione, Sutri, Nepi und schließlich der Petersplatz in Rom.
[Bearbeiten] Die Bedeutung der Via Francigena im Mittelalter
Nachdem der Frankenkönig Karl der Große 774 das Langobardenreich erobert hatten, ließen er und seine Nachfolger den Abschnitt zwischen Pavia und Rom als kaiserliche Straße ausbauen, an der dann auch Klöster und Bischofssitze angelegt wurden, um den Pilgerstrom zu versorgen - Rom gehörte neben Santiago de Compostela und Jerusalem zu den drei wichtigsten Pilgerzielen im Mittelalter, das Pilgerzeichen war ein Schlüssel.
In der Nähe Pavias in Richtung Piacenza befinden sich die Ronkaldischen Gefilde, auf denen sich Anfang des 11. Jahrhunderts das Heer sammelte, das den Kaiser zur Krönung nach Rom begleitete und schützen sollte. Kaiser Friedrich I. Barbarossa ließ 1154 und 1158 hier Reichstage abhalten.
Neben der religiösen und politisch-militärischen Wert erhielt die Via Francigena bald auch eine ökonomische Bedeutung: sie war die Hauptschlagader, die Italien mit dem übrigen Europa, vor allem Westeuropa, verband. Bald brachten fränkische Adelige (darunter die Guidi und die Gherardesca) die ökonomischen und kulturellen Zentren entlang der Via Francigena in ihre Gewalt, wie beispielsweise San Gimignano und Colle di Val d’Elsa.
Die Bedeutung der Via Francigena schwand dann mit der Macht der deutschen Kaiser in Italien, dem Aufstieg der Städte Genua, Pisa und Florenz, die die Francigena weiträumig umging, und der Verlagerung der Warenströme auf die alten römischen Straßen (Via Aurelia und Via Cassia) die jetzt den wirtschaftlichen Gegebenheiten besser zustatten kamen. Das Ende der ökonomischen Bedeutung der Via Francigena war dann auch das Ende der ökonomischen Bedeutung der nur an ihr liegenden Städte, wie zum Beispiel San Gimignanos.
Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Tag benötigte der Pilger für die insgesamt etwa 1.600 Kilometer lange Distanz zu Fuß 80 Tage.
[Bearbeiten] Die Wiederentdeckung der Via Francigena
Mit dem Boom des „Jakobsweges“ in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde auch die „Via Francigena“ revitalisiert. 1994 wurde die „Via Francigena“ vom European Institute of Cultural Routes – auf Antrag des italienischen Tourismusministeriums – als Europäische Kulturstraße und 2004 als „Major Cultural Route of the Council of Europe“ ausgezeichnet.
Der Gedenkmarsch einiger ehemaliger Schweizergardisten von Bellinzona nach Rom im Jahre 2006 anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Päpstlichen Schweizergarde hat die Popularität des Weges besonders in der Schweiz gefördert.
[Bearbeiten] Wegführung nach Sigerich im Vergleich mit heutigen Route
| Nr. | Etappen nach der Beschreibung des Sigerich | Heutige Streckenführung der Via Francigena | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Orte in Latein | Heutige Ortsbezeichnung | Startort - Zielort | Entfernung in km |
||
| - | nicht erwähnt | Canterbury - Dover | 32,2 | ||
| Überquerung des Ärmelkanals | |||||
| 1 | LXXX | Sumeran | Sombre (Ortsteil von Wissant) | Calais - Wissant | 19,7 |
| 2 | LXIX | Angabe fehlt | |||
| 3 | LXXVIII | Gisne | Guînes | Wissant - Guînes | 20,2 |
| 4 | LXXVII | Teranburh | Thérouanne | Guînes - Licques | 15,7 |
| Licques - Wisques | 23,9 | ||||
| Wisques - Thérouanne | 13,2 | ||||
| 5 | LXXVI | Bruwaei | Bruay-la-Buissière | Thérouanne - Auchy-au-Bois | 15,1 |
| Auchy-au-Bois - Bruay-la-Buissière | 19,0 | ||||
| 6 | LXXV | Atherats | Arras | Bruay-la-Buissière - Arras | 33,6 |
| 7 | LXXIV | Duin | Doingt | Arras - Bapaume | 26,2 |
| Bapaume - Peronne | 25,3 | ||||
| Peronne - Doingt | 3,0 | ||||
| 8 | LXXIII | Martinwaeth | Seraucourt-le-Grand | Doingt - Seraucourt-le-Grand | 29,2 |
| 9 | LXXII | Mundlothuin | Laon | Seraucourt-le-Grand - Tergnier | 17,0 |
| Tergnier - Laon | 33,0 | ||||
| 10 | LXXI | Corbunei | Corbeny | Laon - Bouconville-Vauclair | 18,6 |
| Bouconville-Vauclair - Corbeny | 4,5 | ||||
| 11 | LXX | Rems | Reims | Corbeny - Hermonville | 20,1 |
| Hermonville - Reims | 16,3 | ||||
| 12 | LXIX | Chateluns | Châlons-en-Champagne | Reims - Trépail | 28,1 |
| Trépail - Châlons-en-Champagne | 25,8 | ||||
| 13 | LXVIII | Funtaine | Fontaine sur Coole | Châlons-en-Champagne - Coole | 27,0 |
| 14 | LXVII | Domaniant | Donnement | Coole - Donnement | 25,7 |
| 15 | LXVI | Breone | Brienne-le-Château | Donnement - Brienne le Château | 17,8 |
| 16 | LXV | Bar | Bar-sur-Aube | Brienne-le-Château - Bar-sur-Aube | 26,9 |
| 17 | LXIV | Blaecuile | Blessonville | Bar-sur-Aube - Châteauvillain (in der Nähe von Blessonville) |
32,9 |
| 18 | LXIII | Oisma | Humes-Jorquenay | Châteauvillain - Langres (in der Nähe von Humes-Jorquenay) |
40,9 |
| 19 | LXII | Grenant | Grenant | Langres - Coublanc (in der Nähe von Grenant) |
27,0 |
| 20 | LXI | Sefui | Seveux | Coublanc - Dampierre-sur-Salon | 27,7 |
| Dampierre-sur-Salon - Savoyeux (in der Nähe von Seveux) |
5,5 | ||||
| 21 | LX | Cuscei | Cussey-sur-l'Ognon | Savoyeux - Gy | 20,6 |
| Gy - Cussey-sur-l'Ognon | 16,4 | ||||
| 22 | LIX | Bysiceon | Besançon | Cussey-sur-l'Ognon - Besançon | 17,0 |
| 23 | LVIII | Nos | Nods | Besançon - Étalans | 27,0 |
| Étalans - Chasnans (in der Nähe von Nods) |
9,8 | ||||
| 24 | LVII | Punterlin | Pontarlier | Chasnans - Ouhans | 18,0 |
| Ouhans - Pontarlier | 17,0 | ||||
| 25 | LVI | Antifern | Yverdon-les-Bains | Pontarlier - Orbe | 40,2 |
| 26 | LV | Urba | Orbe | ||
| 27 | LIV | Losanna | Lausanne | Orbe - Lausanne | 32,0 |
| 28 | LIII | Vivaec | Vevey | Lausanne - Cully | 12,9[3] |
| Cully - Vevey | 11,3 | ||||
| 29 | LII | Burbulei | Aigle | Vevey - Montreux | 8,4 |
| Montreux - Villeneuve | 5,9 | ||||
| Villeneuve - Aigle | 12,7 | ||||
| 30 | LI | Sce Maurici | Saint-Maurice | Aigle - Saint-Maurice | 18,0 |
| 31 | L | Ursiores | Orsières | Saint-Maurice - Martigny | 17,0 |
| Martigny - Orsières | 18,5 | ||||
| 32 | XLIX | Petrecastel | Bourg-Saint-Pierre | Orsières - Bourg-Saint-Pierre | 15,4 |
| 33 | XLVIII | Sce Remei | Saint-Rhémy-en-Bosses | Bourg-Saint-Pierre - Großer Sankt Bernhard | 13,8 |
| Großer Sankt Bernhard - Saint-Rhémy-en-Bosses | 6,3 | ||||
| 34 | XLVII | Agusta | Aosta | Saint-Rhémy-en-Bosses - Aosta | 25,6 |
| 35 | XLVI | Publei | (Pontey ?) Pont-Saint-Martin | Aosta - Nus | 15,9 |
| Nus - Saint-Vincent | 22,3 | ||||
| Saint-Vincent - Arnad | 22,4 | ||||
| Arnad - Pont-Saint-Martin | 15,9 | ||||
| 36 | XLV | Everi | Ivrea | Pont-Saint-Martin - Ivrea | 25,2 |
| 37 | XLIV | Sca Agatha | Santhià | Ivrea - Viverone | 21,4 |
| Viverone - Santhià | 16,2 | ||||
| 38 | XLIII | Vercel | Vercelli | Santhià - Vercelli | 28,6 |
| 39 | XLII | Tremel | Tromello | Vercelli - Robbio | 19,7 |
| Robbio - Mortara | 14,2 | ||||
| Mortara - Tromello | 18,1 | ||||
| 40 | XLI | Pamphica | Pavia | Tromello - Gropello Cairoli | 13,5 |
| Gropello Cairoli - Pavia | 18,1 | ||||
| 41 | XL | Sce Cristine | Santa Cristina e Bissone | Pavia - Santa Cristina e Bissone | 27,4 |
| 42 | XXXIX | Sce Andrea | Corte San Andrea | Santa Cristina e Bissone - Piacenza (Überquerung des Po) |
38,2 |
| 43 | XXXVIII | Placentia | Piacenza | ||
| 44 | XXXVII | Floricum | Fiorenzuola d’Arda | Piacenza - Fiorenzuola d’Arda | 26,4 |
| 45 | XXXVI | Sce Domnine | Fidenza (bis 1927 Borgo San Donino) | Fiorenzuola d’Arda - Fidenza | 22,3 |
| 46 | XXXV | Metane | Costamezzana (Medesano) | Fidenza - Costamezzana | 10,8 |
| 47 | XXXIV | Philemangenur | Fornovo di Taro (oder Felegara) | Costamezzana - Medesano | 9,7 |
| Medesano - Fornovo di Taro | 9,2 | ||||
| 48 | XXXIII | Sce Moderanne | Berceto | Fornovo di Taro - Cassio di Terenzo | 19,8 |
| Cassio di Terenzo - Berceto | 10,4 | ||||
| 49 | XXXII | Sce Benedicte | Montelungo | Berceto - Pontremoli | 29,4 |
| 50 | XXXI | Puntremel | Pontremoli | ||
| 51 | XXX | Aguilla | Aulla | Pontremoli - Villafranca in Lunigiana | 19,1 |
| Villafranca in Lunigiana - Aulla | 15,3 | ||||
| 52 | XXIX | Sce Stephane | San Stefano di Magra | Aulla - Sarzana | 16,3 |
| 53 | XXVIII | Luna | Luni | Sarzana - Luni | 12,7 |
| 54 | XXVII | Campmaior | Pieve di Camaiore | Luni - Massa | 14,8 |
| Massa - Pietrasanta | 15,8 | ||||
| Pietrasanta - Camaiore | 8,2 | ||||
| 55 | XXVI | Luca | Lucca | Camaiore - Lucca | 24,2 |
| 56 | XXV | Forcri | Porcari | Lucca - Porcari | 10,6 |
| 57 | XXIII | Aqua Nigra | Ponte a Cappiano, Ortsteil von Fucecchio | Porcari - Ponte a Cappiano | 19,7 |
| 58 | XXIII | Arne Blanca | Fucecchio | Ponte a Cappiano - Fucecchio | 4,9 |
| 59 | XXII | Sce Dionisii | San Genesio bei San Miniato | Fucecchio - San Miniato Alto | 7,6 |
| 60 | XXI | Sce Peter Currant | Coiano, heute Ortsteil von Castelfiorentino | San Miniato Alto - Coiano | 12,1 |
| 61 | XX | Sce Maria Glan | Santa Maria a Chianni bei Gambassi Terme | Coiano - Gambassi Terme | 12,2 |
| 62 | XIX | Sce Gemiane | San Gimignano | Gambassi Terme - San Gimignano | 14,5 |
| 63 | XVIII | Sce Martin in Fosse | San Martino Fosci (Molino d’Aiano, Ortsteil von Colle di Val d’Elsa) | San Gimignano - Badia a Isola | 20,5/25,5 |
| 64 | XVII | Aelse | Gracciano (Pieve d’Elsa, Ortsteil von Colle di Val d’Elsa) | ||
| 65 | XVI | Burgenove | Badia a Isola, Ortsteil von Monteriggioni | ||
| 66 | XV | Seocine | Siena | Badia a Isola - Monteriggioni | 3,5 |
| Monteriggioni - Siena | 20,5 | ||||
| 67 | XIV | Arbia | Ponte d’Arbia, Ortsteil von Monteroni d’Arbia | Siena - Monteroni d’Arbia | 17,9 |
| Monteroni d’Arbia - Ponte d’Arbia | 9,8 | ||||
| 68 | XIII | Turreiner | Torrenieri (Ortsteil von Montalcino) | Ponte d’Arbia - Buonconvento | 5,7 |
| Buonconvento - Torrenieri | 13,5 | ||||
| 69 | XII | Sce Quiric | San Quirico d’Orcia | Torrenieri - San Quirico d’Orcia | 7,4 |
| 70 | XI | Abricula | Briccole di Sotto | San Quirico d’Orcia - Bagno Vignoni | 5,3 |
| Bagno Vignoni - Radicofani | 27,4 | ||||
| 71 | X | Sce Petir in Pail | San Pietro in Paglia (Voltole) | Radicofani - Ponte a Rigo | 10,7 |
| 72 | IX | Aquapendente | Acquapendente | Ponte a Rigo - Acquapendente | 13,8 |
| 73 | VIII | Sca Cristina | Bolsena | Acquapendente - Bolsena | 20,2 |
| 74 | VII | Sce Flaviane | Montefiascone | Bolsena - Montefiascone | 18 |
| 75 | VI | Sce Valentine | Viterbo (Bullicame) | Montefiascone - Viterbo | 18,7 |
| 76 | V | Furcari | Vetralla (Forcassi) | Viterbo - Vetralla | 17,9 |
| 77 | IlIl | Suteria | Sutri | Vetralla - Sutri | 22,1 |
| 78 | III | Bacane | Baccano (Campagnano di Roma) | Sutri - Campagnano di Roma | 22,3 |
| 79 | II | Johannis VIIII | San Giovanni in Nono (La Storta) | Campagnano di Roma - La Storta | 25,6 |
| 80 | I | Urbs Roma | Roma | La Storta - Rom | 14,8 |
[Bearbeiten] Virtuelle Begehung
Mit der zweiteiligen Navigationsleiste Via Francigena, die sich jeweils am Ende der Ortsartikel befindet, ist die virtuelle Begehung dieses europäischen Pilgerwegs möglich. Die Leiste enthält neben der Verlinkung des vorhergehenden und des folgenden Ortes – im nachstehenden Beispiel werden Start- und Endpunkt angeführt – eine ausklappbare Übersicht aller Orte in tatsächlicher Reihenfolge Richtung Rom.
← Vorhergehender Ort: Canterbury | Via Francigena | Nächster Ort: Rom →
Canterbury | Dover |
Calais | Wissant | Licques | Wisques | Guînes | Thérouanne | Auchy-au-Bois | Bruay-la-Buissière | Arras | Bapaume | Peronne | Doingt | Seraucourt-le-Grand | Tergnier | Laon | Bouconville-Vauclair | Corbeny | Hermonville | Reims | Trépail | Châlons-en-Champagne | Coole | Donnement | Brienne-le-Château | Bar-sur-Aube | Châteauvillain | Blessonville | Langres | Hume-Jorquenay | Coublanc | Grenant | Dampierre-sur-Salon | Savoyeux | Seveux | Gy | Cussey-sur-l’Oignon | Besançon | Étalans | Chasnans | Nods | Ouhans | Pontarlier |
Yverdon-les-Bains | Orbe | Lausanne | Cully | Vevey | Montreux | Villeneuve | Aigle | Saint-Maurice | Martigny | Orsières | Bourg-Saint-Pierre | Grosser Sankt Bernhard |
Saint-Rhémy-en-Bosses | Saint-Oyen | Etroubles | Gignod | Aosta | Saint-Christophe | Quart | Nus | Verrayes | Chambave | Saint-Denis | Châtillon | Saint-Vincent | Montjovet | Issogne | Verrès | Arnad | Hône | Bard | Donnas | Pont-Saint-Martin | Carema | Settimo Vittone | Borgofranco d’Ivrea | Montalto Dora | Ivrea | Cascinette d’Ivrea | Burolo | Bollengo | Palazzo Canavese | Piverone | Azeglio | Viverone | Roppolo | Cavaglià | Santhià | San Germano Vercellese | Olcenengo | Salasco | Sali Vercellese | Vercelli | Palestro | Robbio | Nicorvo | Castelnovetto | Albonese | Mortara | Cergnago | Tromello | Garlasco | Gropello Cairoli | Villanova d’Ardenghi | Zerbolò | Carbonara al Ticino | Pavia | Valle Salimbene | Linarolo | Belgioioso | Torre de’Negri | Costa de’Nobili | Santa Cristina e Bissone | Miradolo Terme | Chignolo Po | San Colombano al Lambro | Orio Litta | Senna Lodigiana | Calendasco | Rottofreno | Piacenza | Podenzano | San Giorgio Piacentino | Pontenure | Carpaneto Piacentino | Cadeo | Fiorenzuola d’Arda | Chiaravalle della Colomba | Alseno | Busseto | Fidenza | Costamezzana | Noceto | Medesano | Fornovo di Taro | Terenzo | Berceto | Pontremoli | Filattiera | Villafranca in Lunigiana | Bagnone | Licciana Nardi | Aulla | Santo Stefano di Magra | Sarzana | Castelnuovo Magra | Ortonovo | Luni | Fosdinovo | Carrara | Massa | Montignoso | Seravezza | Pietrasanta | Camaiore | Lucca | Capannori | Porcari | Montecarlo | Altopascio | Castelfranco di Sotto | Santa Croce sull’Arno | Ponte a Cappiano | Fucecchio | San Miniato | Castelfiorentino | Coiano | Montaione | Gambassi Terme | San Gimignano | Colle di Val d’Elsa | Badia a Isola | Monteriggioni | Siena | Monteroni d’Arbia | Ponte d’Arbia | Buonconvento | Montalcino | Torrenieri | San Quirico d’Orcia | Bagno Vignoni | Castiglione d’Orcia | Radicofani | San Casciano dei Bagni | Abbadia San Salvatore | Piancastagnaio | Ponte a Rigo | Proceno | Acquapendente | Grotte di Castro | San Lorenzo Nuovo | Bolsena | Montefiascone | Viterbo | Ronciglione | Vetralla | Capranica | Sutri | Monterosi | Nepi | Mazzano Romano | Campagnano di Roma | Formello | La Storta | Rom
[Bearbeiten] Literatur
- Ingrid Retterath: Via Francigena von Lausanne nach Rom. Outdoor-Handbuch Bd. 201. Conrad Stein Verlag 2011, ISBN 978-3-86686-281-4.
- Reinhard Gattinger, Georg Kerschbaum: Via Francigena - Zu Fuß nach Rom. EUROVIA, Wien 2005, ISBN 3-200-00500-9 (DVD-Dokumentation).
- Reinhard Zweidler: Der Frankenweg - Via Francigena. Der mittelalterliche Pilgerweg von Canterbury nach Rom Theiss, Stuttgart 2003, ISBN 3-8062-1755-6.
- Bettina Dürr: Himmlische Reisen. Auf Spuren von Pilgern und Mönchen durch das alte Italien Bastei, Bergisch Gladbach 2000, ISBN 3-404-14356-6.
- Christian Jostmann: Nach Rom zu Fuß. Geschichte einer Pilgerreise. Beck, München 2007, ISBN 3-406-55739-2.
- Berthold Burkhardt: Via Jakobi & Via Francigena, Auf Pilgerwegen nach Rom Jakobsweg-Team Winnenden 2008, ISBN 978-3-9812350-0-5.
- Association Internationale Via Francigena (Hrsg.): Gd S.Bernardo-Roma+Arles-F-Vercelli. Association Internationale Via Francigena, Vollèges 2003 (Guide Vademecum B, italienisch)
- Günther Kromer: Via Francigena. Auf dem Frankenweg von Canterbury nach Rom. Der Pilger-Reiseführer. Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2009, ISBN 978-3-7022-2984-9.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Sigerich der Ernste (mit ausführlicher Liste seiner Reisestationen)
[Bearbeiten] Weblinks
- Veröffentlichungen zur Via Francigena im Opac der Regesta Imperii
- Umfangreiche Linksammlung zur Via Francigena
- European Institute of Cultural Routes - Via Francigena
- Verein EUROVIA - umfangreiche Infos zur Via Francigena
- The Via Francigena
- International Association Via Francigena Verein fuer Pilger und Pilgerwege nach Rom seit 1997
- Francigena Routen und Unterkϋnfte von Canterbury nach Rom
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Andreas Bauch: Quellen zur Geschichte der Diözese Eichstätt. Band 1: Biographien der Gründerzeit., Eichstätt, Johann Michael Sailer Verlag 1962, Anm. 29, 90.
- ↑ manuscript (IV) British museum library W. STUBBS. Rerum Britannicarum Medii Aevii Scriptores. vol. 63. cap. VII. pp.391-399
- ↑ Entfernungen ab hier nach Ingrid Retterath: Via Francigena von Lausanne nach Rom. Outdoor-Handbuch Bd. 201. Conrad Stein Verlag 2011.