Arzl (Innsbruck)

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Blick auf Arzl

Arzl ist ein Stadtteil (Katastralgemeinde, 642 m ü. A.) im Nordosten von Innsbruck. 1940 wurde Arzl nach Innsbruck eingemeindet. Der Name leitet sich wahrscheinlich von arcella, was so viel wie „kleine Burg“ bedeutet, ab. Arzl ist eines der MARTHA-Dörfer.

Der alte Ortskern liegt an einem Südhang der Nordkette an der alten Dörferstraße von Innsbruck nach Hall in Tirol und konnte sich noch seinen bäuerlich-dörflichen Charakter erhalten.

Südlich davon im Talboden liegt die Siedlung Neu-Arzl mit einem Gewerbegebiet und das anlässlich der beiden Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 erbaute Olympische Dorf, das nach den Spielen der Bevölkerung übergeben wurde. Der Stadtteil trägt seither diesen Namen. Seit den 1960er Jahren fand dort eine rege Bautätigkeit statt, und das Olympische Dorf grenzt heute direkt an den Ortsteil Neu-Rum der Nachbargemeinde Rum, die im Nahbereich von Innsbruck eine ähnliche Einwohnerentwicklung erlebte.

Das Wahrzeichen von Arzl ist der Arzler Kalvarienberg (!547.2830565511.434444547.28305555555611.434444444444673) mit der um 1665 erbauten Kapelle. Im Zuge von Sanierungsarbeiten am Kalvarienberg tauchten Funde aus vorrömischer Zeit sowie aus dem frühen Mittelalter auf. Er ist geschützter Landschaftsteil.

Zur Katastralgemeinde gehören auch die Rotte Finkenberg, die Einöde Hernstein, und die Berg- und Gasthäuser Arzler Alm, Guflhütte, Rechenhof und das Schutzhaus Pfeishütte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Arzl

Literatur[Bearbeiten]

  • G. Auer: Innsbruck-Arzl – ein Dorf wird Stadtteil. Der ländliche Siedlungsraum und seine strukturelle Veränderung im 19./20. Jhdt. Dissertation, Innsbruck 1984.
  • D. Feil: Entwicklungsgeschichte von Arzl. In: M. Putz (Hg.): 200 Jahre Stadtmusikkapelle Innsbruck-Arzl, 2003, S. 91-102.
  • F.H. Hye: Geschichte der Stadt Innsbruck. Gesammelte Aufsätze und Beiträge, CD-ROM, Innsbruck 2001.
  • Pfarrgemeinde Arzl (Hg.): 500 Jahre St. Johanneskirche Innsbruck - Arzl. 1980.

Bibliographie:

Weblinks[Bearbeiten]

47.28083333333311.428888888889642Koordinaten: 47° 17′ N, 11° 26′ O