Autoroute A86

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Die A 86 (dunkelblau) zwischen Périphérique (orange) und Francilienne (grün)

Die Autoroute A 86, auch als super-périphérique oder Périphérique de l'Ile-de-France bezeichnet, ist eine Ringautobahn um Paris. Der Ringschluss wurde im Januar 2011 vollzogen.

In einem Abstand zwischen 8 km und 16 km vom Zentralpunkt Notre Dame führt die Strecke mit einigen Ecken um Paris herum. Sie bildet dabei den zweiten Ring zwischen der überlasteten inneren Ringautobahn Boulevard Périphérique und der geplanten äußeren Ringautobahn Francilienne am Rande der Île-de-France. Die Ringautobahn mit etwa 78 km Gesamtlänge ist fertiggestellt, der letzte etwa 10 km lange Abschnitt im Westteil führt dort als "Duplex"-Pkw-Tunnel die Fahrbahnen übereinander.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Planung der Ringautobahnen um Paris erfolgte zwischen 1960 und 1965 im Rahmen des Projektes PADOGG ("Plan d’aménagement et d’organisation générale de l’agglomération parisienne"). Die damaligen Planungen zur A 86 stießen jedoch auf Widerstand bei den Anliegern, die zu möglichen Emissionen von Lärm und Abgasen zahlreiche Einsprüche einlegten. Die Bauarbeiten begannen dann 1968 auf Teilabschnitten, die zur Nationalstraße 186 gehörten. Zur Zeit der Ölkrise wurden der Bau jedoch wieder eingestellt.

Erst später wurde die Schließung zu einem Autobahnring wieder vorangetrieben. Bis 1994 führte die A 86 auf Teilstücken von insgesamt 50 km Länge von Nanterre nach La Courneuve, von Bondy nach Thiais sowie von Antony nach Versailles. Verbindungsstücke gab es im Val-de-Marne (zum Beispiel der Tunnel von Chevilly-Larue), sowie im Hauts-de-Seine zwischen Nanterre und Rueil-Malmaison sowie zwischen Seine-Saint-Denis und Bobigny. Bis 2000 verlängerte sich die Autobahnstrecke auf 64 km Länge und mit der Öffnung der Verbindung Rueil-Malmaison zur A 13 zu Ende Juni 2009 wuchs die Autobahnstrecke auf 69 km. Es verblieb das Stück zwischen der A 13 und Pont-Colbert (Jouy-en-Josas), ursprünglich avisiert für eine (teilweise)e Öffnung im Jahre 2010, zog sich der Abschluss der Bauarbeiten bis 2011.

Da die A 86 schon länger im Berufsverkehr staugeplagt ist, wird der Ausbau des dritten Autobahnringes der Francilienne vorangetrieben.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Der Westteil von Rueil-Malmaison zur A 13 ist als Mauttunnel "Duplex A86" ausgeführt. Seit Ende Juni 2008 ist der 4,7 km PKW-Tunnel geöffnet, bei dem in einer Röhre die Richtungsfahrbahnen auf zwei Ebenen übereinander führt. Jede Tunnelstrecke ist mit einer Höhe von 2,55 m und zwei Fahrspuren plus Pannenstreifen ausgeführt worden - nur PKW mit einer Bauhöhe von maximal zwei Metern sind zugelassen, LKW und Motorräder dürfen den Tunnel nicht benutzen. Später soll der PKW-Tunnel von der A 13 bis Pont-Colbert auf dann insgesamt 10 km verlängert werden. Ein zweiter Tunnel für LKW und andere Fahrzeuge wird Rueil-Malmaison direkt (ohne Ausfahrt an der A 13) über 7,5 km mit der A 12 weiter westlich verbinden, von der man über die N 12 wieder zum Südteil der A 86 fahren kann. Der PKW-Tunnel verkürzt die Reisezeit von 45 min auf 10 min und ist die einzige Mautstrecke der A 86 - eine großräumige Umfahrung bietet sich über die westlicher gelegene A 14, A 12 und N 12.

Weitere Tunnel befinden sich bei Bobigny und bei Antony. Für letzteren musste ein unterirdisches Aquädukt zerstört werden, das für Catherine de Médicis im Jahre 1610 errichtet wurde - eine Informationstafel am Südende weist die Autofahrer darauf hin.

Im Ostteil verläuft die Strecke der A 86 auf einem Teilstück zwischen Nogent-sur-Marne und Joinville-le-Pont gemeinsam mit der A 4. Da in diesem gemeinsamen Abschnitt nur vier Spuren je Fahrtrichtung zur Verfügung standen (die A 4 mündet mit drei Richtungsfahrbahnen ein, die A 86 mit zwei Richtungsfahrbahnen), entwickelte sich dieser "Flaschenhals" zu einem Staupunkt. Bis 2005 wurde je eine weitere Fahrbahn hinzugefügt, die jedoch nur bedarfsweise freigegeben werden, zudem gibt es Pläne, den Ausbaustandard des gemeinsamen Abschnitts dauerhaft zu erhöhen.

Weblinks[Bearbeiten]