Bahnhof Göschenen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Göschenen
Links die Schöllenenbahn, rechts die Gotthardbahn
Links die Schöllenenbahn, rechts die Gotthardbahn
Daten
Betriebsart Anschlussbahnhof
Perrongleise 6 (3 SBB, 3 MGB)
Abkürzung GOE
IBNR 8505119
Eröffnung 1882 (GB), 1912 (SchB)
Lage
Ort Göschenen
Kanton Uri
Staat Schweiz
Koordinaten 687832 / 16914646.6677698.586394Koordinaten: 46° 40′ 4″ N, 8° 35′ 11″ O; CH1903: 687832 / 169146
Höhe (SO) 1111 m
Eisenbahnstrecken

Gotthardbahn, Schöllenenbahn

Liste der Bahnhöfe in der Schweiz
i7i11i12i13i15i15i16i18i20

Der Bahnhof Göschenen ist der Bahnhof der Urner Gemeinde Göschenen und liegt an der Gotthardbahn. Heute wird er von Zügen der SBB und der MGB bedient.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bahnhof wurde 1882 im Zuge der Eröffnung des Gotthardtunnels unmittelbar nördlich von dessen Nordportal erbaut. Er entwickelte sich zu einem Verkehrsknotenpunkt, als 1917 die Schöllenenbahn eine Verbindung von Göschenen nach Andermatt herstellte. Von nun band Göschenen diesen Wintersportort an den internationalen Bahnverkehr an, was zur Folge hatte, dass zeitweise internationale Schnellzüge einen Halt einlegten.

Anlage[Bearbeiten]

SBB-Bahnhof[Bearbeiten]

Die Anlage umfasst auf der SBB-Seite drei Personengeleise (ein Seiten- und ein Mittelbahnsteig mit den Nummerierungen 1 (Seitenbahnsteig), 2 und 3); wobei die Züge planmässig am Mittelbahnsteig halten. Das Gleis 2 dient für den Verkehr Richtung Erstfeld, das Gleis 3 für den Verkehr Richtung Airolo. Zudem existieren mehrere Gütergeleise, die früher teilweise der Autoverladung durch den Gotthardtunnel, die 1981 durch den Gotthard-Strassentunnel ersetzt wurde, dienten. Die Verladerampe ist noch intakt, auch die Zufahrtsstrecke, die eine eigene Einfahrt in den Tunnel besitzt. Das ehemalige Buffet ist durch einen Take-Away-Kiosk ersetzt worden.

MGB-Bahnhof[Bearbeiten]

Der MGB-Bahnhof umfasst ebenfalls drei Gleise, mit Nummern 11, 12 und 13. Das Gleis 13 führt ins Depot und bildet mit dem spärlich benutzten Gleis 12 einen Mittelbahnsteig, der nur durch Gleiskreuzungen erreicht werden kann. Der meiste Verkehr wird auf Gleis 11 abgewickelt, das sich an der Rückseite des SBB-Empfangsgebäude befindet und somit einen niveaufreien Übergang zum Gleis 1 bietet. Die Abstell- und Güterverladeanlagen der MGB befinden sich auf der anderen Seite des SBB-Bahnhofs. Die Zufahrtsstrecke nach dort führt über das Nordportal des Gotthardtunnels.

Betrieb[Bearbeiten]

SBB[Bearbeiten]

Seit dem schrittweisen Wegfall des internationalen Fernverkehrs wird der Bahnhof fast ausschliesslich von Interregio-Zügen bedient. Die SBB bietet heute einen Interregio-Stundentakt Arth-Goldau–Locarno an[1], der alternierend nach Basel SBB (via Luzern) oder Zürich HB verkehrt. Seit Juni 2011 hält in den Morgenstunden ein EuroCity, der mit konventionellem Zugsmaterial gefahren wird, auf dem Weg von Zürich HB nach Mailand.[2]

Mit der Einstellung des SBB-Regionalverkehrs auf der Gotthardbahn wurde dieser Verkehr 1991 zwischen Flüelen und Airolo auf die Strasse verlagert. Seit 1998 verkehren die Regionalzüge (heute S2 der Stadtbahn Zug) wieder bis Erstfeld.

MGB[Bearbeiten]

  • R Göschenen–Andermatt (stündlich)
  • R Göschenen–Andermatt–RealpBrigVisp (stündlich)

Die Matterhorn-Gotthard-Bahn bietet zwei Züge pro Stunde nach Andermatt an, welche jeweils im Stundentakt verkehren – zueinander jedoch im unregelmässigen 19/41-Takt. Eines der Zugpaare verfügt jeweils in Göschenen über einen Anschluss an die Gotthard-Interregios, das andere wird nach einem 15-minütigen Aufenthalt in Andermatt über das Goms und Brig nach Visp geführt und bietet in Andermatt Anschluss an den Regionalzug nach Disentis.

Zukunft[Bearbeiten]

Durch den Bau des NEAT-Gotthard-Basistunnels von Erstfeld nach Bodio wird die Mehrzahl der SBB-Züge nicht mehr via Göschenen verkehren. Darum ist die Zukunft der Bergstrecke ungewiss. Jedoch wird zur Zeit eine Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe diskutiert.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.regiosangottardo.ch/sites/default/files/03_Öffentlicher%20Verkehr_Alb_0_0.pdf
  2. EC 15-Zuglauf
  3. Bericht von Swissinfo