Bahnhof Kirchhain (Bz Kassel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen wichtige Informationen.

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Kirchhain (Bz Kassel)
Empfangsgebäude des Kirchhainer Bahnhofs (Straßenseite)
Empfangsgebäude des Kirchhainer Bahnhofs (Straßenseite)
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung FKIH
IBNR 8000435
Eröffnung 4. März 1850
Architektonische Daten
Baustil Spätklassizismus
Architekt Julius Eugen Ruhl
Lage
Stadt Kirchhain
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 49′ 25,9″ N, 8° 55′ 17,4″ O50.823868.92149Koordinaten: 50° 49′ 25,9″ N, 8° 55′ 17,4″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen

i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Kirchhain (Bz Kassel) ist ein Durchgangsbahnhof am Streckenkilometer 89,2 der Main-Weser-Bahn. Er befindet sich sehr zentral in der Innenstadt der hessischen Stadt Kirchhain. Früher war der Bahnhof Ausgangspunkt der Ohmtalbahn nach Burg- und Nieder-Gemünden sowie der Wohratalbahn nach Gemünden (Wohra).

Geschichte[Bearbeiten]

Eröffnet wurde der Bahnhof zeitgleich mit der Main-Weser-Bahn am 4. März 1850 unter der Bezeichnung Kirchhain (Bz Kassel). Die durchgehende Verbindung von Kassel nach Frankfurt konnte am 15. Mai 1852 eröffnet werden. Vorher fuhren die Züge nur zwischen Kassel und Gießen.

Am 1. April 1900 wurde der nördliche Streckenabschnitt der Ohmtalbahn (KirchhainNieder-Ofleiden) als Kirchhainer Kreisbahn durch die Preußischen Staatseisenbahnen eröffnet. Exakt ein Jahr später erfolgte die Verlängerung zum Bahnhof Burg- und Nieder-Gemünden an der Staatsbahn GießenFulda (Vogelsbergbahn). Zum 31. Mai 1980 wurde der Personenverkehr auf der Ohmtalbahn eingestellt. Zwischen Nieder-Ofleiden und Burg- und Nieder-Gemünden wurde die Strecke am 28. September 1991 stillgelegt und 1999 schließlich abgebaut. Zwischen Kirchhain und Nieder-Ofleiden besteht weiterhin Güterverkehr sowie einzelne Sonderfahrten im Personenverkehr. Eine Reaktivierung der Gesamtstrecke zwischen Kirchhain und Burg- und Nieder-Gemünden ist im Gespräch.

Am 1. Mai 1914 wurde die Wohratalbahn nach Gemünden (Wohra) über Rauschenberg eröffnet. Zum 28. Mai 1972 wurde der Personenverkehr, welcher bis dahin stark gesunken war, ganz eingestellt. Güterverkehr fand noch bis zum 19. Dezember 1981 statt. Am 31. Dezember 1981 wurde die gesamte Wohratalbahn bis auf ein ca. 200 m langes Stück in Kirchhain, welches heute als Abstellgleis dient, abgebaut.

Seit dem Jahr 2013 wird das Empfangsgebäude sowie das Bahnhofsumfeld aufwendig renoviert. Westlich des Gebäudes ist auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ein großer Parkplatz und ein neuer Busbahnhof entstanden. Östlich des Bahnhofs befindet sich wieder ein Park+Ride-Parkplatz und Haltestellen für Taxis. In dem Hauptgebäude wird es ab 2014 mehrere Arztpraxen, Einkaufsmöglichkeiten, sowie ein Reisebüro und ein Café geben.

Bahnanlagen[Bearbeiten]

Leerer Schotterzug auf Gleis 4 (2004)

Gleis-, Signal- und Sicherungsanlagen[Bearbeiten]

Der Kirchhainer Bahnhof besitzt heute einen Mittelbahnsteig mit zwei Bahnsteiggleisen gegenüber dem Empfangsgebäude, zwei bahnsteiglose Durchgangsgleise sowie einen Hausbahnsteig,[1] der heutzutage nur noch vom morgendlichen Pendel von und nach Gießen und gelegentlichen Sonderzügen auf der Ohmtalbahn genutzt wird.

Empfangsgebäude[Bearbeiten]

Das Empfangsgebäude des Kirchhainer Bahnhofs wurde im Jahr 1849 als Stations- und Verwaltungsgebäude der Kurhessischen Staatsbahn erbaut. Der symmetrische Haupttrakt mit giebelständiger dreigeschossiger Mitte und traufständiger doppelgeschossiger Rahmung aus Backstein im Rundbogenstil weist Verzierungen aus Terrakotta auf. Der symmetrische Haupttrakt wurde ostwärts ebenfalls doppelgeschossig verlängert. Die eingeschossigen Anbauten wurden um 1900 ergänzt. Das spätklassizistische Gebäude wurde vom Kasseler Hofbaumeister Julius Eugen Ruhl errichtet und steht unter Denkmalschutz.[2][3]

Betrieb[Bearbeiten]

Der Bahnhof liegt im Tarifgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und wird im Stundentakt durch den Mittelhessen-Express (SE 30) bedient. Dieser verkehrt zwischen Treysa und Frankfurt (M) Hbf und wird in Gießen mit dem Zugteil aus Dillenburg geflügelt. Des Weiteren bestehen zweistündliche Direktverbindungen per Regional-Express nach Frankfurt am Main und Kassel.[4]

Mit dem westlich des Bahnhof gelegenen Busbahnhof besteht Verkehrsanbindung in die Stadtteile von Kirchhain, die umliegenden Dörfer, inklusive jener entlang der nicht mehr bedienten Ohmtalbahn und zur Gesamtschule Kirchhain (AWS).[5]

Linie Strecke
RE 30 (RegionalExpress) Frankfurt (Main) Hbf – Friedberg (Hess) – Gießen – Marburg (Lahn) – Treysa – Wabern (Bz Kassel) – Kassel Hbf
SE 30 (StadtExpress) Frankfurt (Main) Hbf – Friedberg (Hess) – Butzbach – Gießen – Marburg (Lahn) – Kirchhain (Bz Kassel) – Stadtallendorf – Neustadt (Kr Marburg) – Treysa
RB 30 (RegionalBahn) Gießen – Niederwalgern – Marburg (Lahn) – Cölbe – Kirchhain (Bz Kassel) – Stadtallendorf – Neustadt (Kr Marburg) – Treysa

Linien
Marburg (Lahn) Regional RE 30
Main-Weser-Express
Stadtallendorf
Anzefahr Regional SE 30
Mittelhessen-Express
Stadtallendorf
Anzefahr Regional RB 30
Main-Weser-Bahn
Stadtallendorf

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gleisplan des Bahnhofs Kirchhain (PDF; 161 kB) auf deutschebahn.com, abgerufen am 7. Oktober 2011
  2. Projektentwicklung Bahnhofsgebäude Kirchhain (PDF; 10,4 MB), abgerufen am 7. Oktober 2011
  3. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen, S. 968
  4. Fahrplan DB 30
  5. Fahrpläne der Buslinien im Landkreis Marburg-Biedenkopf