Hessische Landesbahn

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Hessische Landesbahn GmbH
Logo der HLB
Basisinformationen
Unternehmenssitz Frankfurt am Main
Webpräsenz www.hlb-online.de
Bezugsjahr 2011
Eigentümer Land Hessen
Betriebsleitung Veit Salzmann
Verkehrsverbund RMV
NVV
VGWS
Mitarbeiter mehr als 800
Umsatz 66,438 Mio. EUR
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 14
Straßenbahn 1
Bus 45
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 1 DE 1002
2 DG 2000 CCM
Triebwagen 27 GTW 2/6
9 VT/VS 2E
36 Alstom Coradia LINT
6 Desiro
6 fünf- und 3 dreiteilige FLIRT
Straßenbahnwagen 2 DUEWAG 6NGTW
Omnibusse 130
Statistik
Fahrleistung 7,35 (Zug) Mio. km pro Jahr +
9.78 (Bus)
Haltestellen 19 eigene,
85 insgesamt
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 606,0kmdep1
Buslinien 1013 km
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 7
Sonstige Betriebseinrichtungen Zwei Stellwerke (Usingen, Kelkheim)
Länge Gleisanlagen 58 km
Weichen 16 (K-Bahn),
31 (T-Bahn)

Die Hessische Landesbahn GmbH (HLB) ist ein regionales Verkehrsunternehmen im Eigentum des Landes Hessen mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie erbringt durch ihre Tochtergesellschaften und Beteiligungsgesellschaften Personennahverkehrsleistungen mit Bus und Bahn in Hessen und über die Landesgrenzen hinaus sowie in geringerem Maße auch Güterverkehrsleistungen auf der Schiene.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Geschäftsführung der Hessischen Landesbahn wird von Veit Salzmann wahrgenommen. Im Aufsichtsrat werden die Landkreise und das Land Hessen durch vier Personen vertreten, des Weiteren haben die Arbeitnehmer ebenfalls vier Sitze.

Struktur[Bearbeiten]

Die Hessische Landesbahn GmbH funktioniert als Holding für drei Tochtergesellschaften:

  • HLB Basis AG
  • HLB Hessenbahn GmbH
  • HLB Hessenbus GmbH

Die HLB Basis AG stellt den Verkehrsgesellschaften Ressourcen zur Verfügung. Sie ist Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), Eigentümer der meisten HLB-Fahrzeuge und betreibt die Fahrzeugwerkstätten der HLB. An ihr hält die HLB knapp 85 % der Aktien, die restlichen Anteile befinden sich überwiegend in kommunalem Besitz.[1]

HLB Hessenbahn GmbH erbringt die Verkehrsleistungen auf der Schiene, die HLB Hessenbus GmbH erbringt Verkehrsleistungen im Busverkehr. Beide beteiligen sich mit eigenen Angeboten an Ausschreibungen für Verkehrsleistungen. Sie sind 100-prozentige Tochtergesellschaften der HLB.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1955 gegründet als gemeinsames Dach von mehreren nicht-bundeseigenen Eisenbahnen in Hessen, die alle als integrierte Eisenbahnunternehmen ihre eigene Schieneninfrastruktur mit Bahnhöfen etc. betrieben, als auch den Fahrbetrieb auf dieser Infrastruktur.

Im Zuge der Trennung von Infrastruktur und Betrieb ging der Betrieb der Eisenbahnen und Buslinien der Tochterunternehmen auf die am 8. Dezember 2004 gegründeten Gesellschaften HLB Hessenbahn GmbH und HLB Hessenbus GmbH über.

Am 20. September 2005 fusionierten, auf Beschluss der Hauptversammlungen dieser drei Verkehrsgesellschaften vom 27. Juli 2005, die drei Tochterunternehmen Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn AG (FKE), Butzbach-Licher Eisenbahn AG (BLE) und Kassel-Naumburger Eisenbahn AG (KNE) rückwirkend zum 1. Januar 2005 zur Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn AG. Sie firmieren seither als gemeinsamer Infrastrukturbetreiber. Die Gesellschaften Butzbach-Licher Eisenbahn AG und Kassel-Naumburger Eisenbahn AG wurden aus dem Handelsregister gelöscht. Die Hersfelder Eisenbahn GmbH (HEG), deren Eisenbahnverkehr inzwischen eingestellt wurde, ist von dieser Fusion nicht berührt.

Am 8. März 2006 wurde die Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn AG in HLB Basis AG umbenannt.

Verkehrsleistungen[Bearbeiten]

Die Tochterunternehmen der Hessischen Landesbahn erbringen auf den 237,5 Streckenkilometern 3,8 Millionen Fahrkilometer und auf den 1013 km Buslinien 10,34 Millionen Fahrkilometer.

Die Bahnlinie Königstein – Frankfurt-Höchst der früheren Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn (FKE) war als K-Bahn auch Mitglied im Frankfurter Verkehrsverbund (FVV).

In den 1990er-Jahren hatten die HLB-Töchter den Betrieb einer Reihe von Nahverkehrsstrecken der Deutschen Bahn in Nord- und Mittelhessen übernommen. Seit 11. Dezember 2005 fahren HLB-Triebwagen auch auf der Kahlgrundbahn von Hanau bis Schöllkrippen im bayerischen Spessart. Neben Eisenbahnen werden auch Omnibus- und Straßenbahnlinien bedient.

Seit Dezember 2010 fährt die HLB auch auf der Hauptstrecke Frankfurt – Gießen – Siegen / Marburg Linien (RMV Linien 30/40). Im Dezember 2011 wurde der Betrieb auf den RMV-Streckenlinien 25, 35 und 52 zwischen Limburg – Gießen – Alsfeld – Fulda bis nach Gersfeld aufgenommen.

Im August 2015 wird die HLB für 15 Jahre die Verkehrsleistungen auf dem Los 2 des Dieselnetzes Eifel-Westerwald-Sieg übernehmen.[2]

Beteiligungen[Bearbeiten]

VT 301 der HLB für die Kahlgrundbahn in Hanau
GTW 2/6 im Bahnhof Hanau Nord
Stadler FLIRT 429 546 der HLB in Siegen

Die HLB Basis AG ist zusammen mit der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) zu je 50 % an der Regionalbahn Kassel GmbH (RBK) beteiligt. Die RBK erbringt auf der Lossetalbahn kombinierten Eisenbahn- und Tramverkehr sowie Straßenbahnleistungen in Kassel und als Eisenbahninfrastrukturunternehmen für die Lossetalbahn (oder einem Teil davon) fungiert.

  • Die RBK wiederum hält 49 % an der Regionaltram Betriebsgesellschaft, dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Deutschen Bahn AG, welche die RegioTram Kassel betreibt, mit Fahrzeugen die auf den Straßenbahnstrecken der Stadt Kassel als Straßenbahn (nach BOStrab) und auf den Eisenbahnstrecken außerhalb Kassels als Eisenbahn (nach EBO) fährt.

Durch die Bildung der HLB Basis AG kam auch das damalige Gemeinschaftsunternehmen der Butzbach-Licher Eisenbahn AG mit der Autobus Sippel aus Hofheim (zu Netinera gehörend) und die Fa. Autobus Dreischmeier GmbH (ABD) in Lich (50 %) zur HLB Basis.

Durch andere Beteiligungsgesellschaften betreibt die HLB Schienenpersonennahverkehr über die hessischen Grenzen in vier der sechs benachbarten Bundesländer:

Tarife[Bearbeiten]

Die Hessische Landesbahn GmbH ist Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland. Fahrscheine der Deutschen Bahn gelten dementsprechend auch in den Zügen der HLB.

Auf den hessischen Strecken werden die Tarife des RMV bzw. NVV angewandt, auf den Strecken in die Nachbarländer die Tarife der dort herrschenden Verkehrs- bzw. Tarifverbünde.

Linien[Bearbeiten]

Die folgenden Linien werden – mit der Nummerierung des RMV – von der Hessischen Landesbahn betrieben:

Linie Streckenname Linienweg Vertragslaufzeit Fahrzeuge im Regelbetrieb

aktuelles Liniennetz[Bearbeiten]

SE 12 Königsteiner Bahn Frankfurt (Main) HbfFrankfurt-HöchstKönigstein im Taunus  ?? – 14.12.2019 VT 2E, LINT 41/H
RB 13 Sodener Bahn Frankfurt-Höchst – Bad Soden am Taunus
SE 15 Taunusbahn Frankfurt (Main) Hbf – Bad HomburgFriedrichsdorfBrandoberndorf
RB 15 Bad Homburg – Friedrichsdorf – Brandoberndorf
RB 16 Bahnstrecke Friedrichsdorf–Friedberg Friedrichsdorf – Friedberg 24.05.1998 – 14.12.2019 GTW 2/6
RB 25 Lahntalbahn Limburg (Lahn)Wetzlar – Gießen 11.12.2011 – 9.12.2023 LINT 41
RB 30 Main-Weser-Bahn Gießen – Marburg (Lahn) 12.12.2010 – 9.12.2023 FLIRT
RB 31 Bahnstrecke Friedberg–Mücke Friedberg – Wölfersheim-Södel 30.05.1999 – 14.12.2019 GTW 2/6
RB 32 Bahnstrecke Beienheim–Schotten Friedberg – Nidda 30.05.1999 – 14.12.2019
RB 35 Vogelsbergbahn Gießen – GrünbergAlsfeldLauterbachFulda 11.12.2011 – 9.12.2023 LINT 41
RB 36 Lahn-Kinzig-Bahn GießenHungen – Nidda – Glauburg-StockheimGelnhausen 01/2001 – 14.12.2019 GTW 2/6
RE 40/99 Main-Weser-Bahn, Dillstrecke Frankfurt (Main) Hbf – Gießen – Wetzlar – DillenburgSiegen 12.12.2010 – 9.12.2023 FLIRT
RB 52 Bahnstrecke Fulda–Gersfeld Fulda – Gersfeld (Rhön) 11.12.2011 – 9.12.2023 LINT 27, LINT 41
RB 56 Kahlgrundbahn Hanau Hbf – Kahl am MainAlzenauSchöllkrippen 11.12.2005 – 12.12.2015 Desiro

zukünftige Linien[Bearbeiten]

R 9 Main-Weser-Bahn Schwalmstadt-TreysaWabernKassel Hbf 14.12.2014 – 7.12.2024[3] FLIRT[4]
RB 20/21 Ländchesbahn Limburg (Lahn) – NiedernhausenWiesbaden Hbf Dez. 2014–Dez. 2019 (vorläufig)[5] LINT der vectus Verkehrsgesellschaft
RB 28 Oberwesterwald-Bahn Limburg (Lahn) – Westerburg - Altenkirchen – Au (Sieg) – Betzdorf – Siegen (- Kreuztal) Aug. 2015 - Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 93 Rothaarbahn Bad Berleburg – Erndtebrück – Siegen – Betzdorf Aug. 2015 - Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 29 Unterwesterwaldbahn Limburg (Lahn) – Montabaur – Siershahn Aug. 2015 - Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 91 Ruhr-Sieg-Bahn Siegen - Finnentrop Aug. 2015 - Dez. 2030 (nur einzelne Fahrten) LINT, GTW 2/6
RB 92 Biggesee-Express Finnentrop - Olpe Aug. 2015 - Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 40/95 Sieg-Dill-Bahn Dillenburg - Siegen Aug. 2015 - Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 41/96 Hellertalbahn Betzdorf - Herdorf - Haiger - Dillenburg Aug. 2015 - Dez. 2030 LINT, GTW 2/6

Fahrzeuge[Bearbeiten]

GTW 2/6 der HLB

Die drei Taunusstrecken werden mit den in Königstein beheimateten VT 2E und LINT 41/H befahren. 11 der 20 VT 2E gehören dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT), während die LINT Eigentum der Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH (fahma) sind. Dazu kommen 23 weitere LINT 41 für Lahntal-, Rhön- und Vogelsbergbahn.[6] Im Verkehr auf den Wetteraustrecken fahren die GTW 2/6 des Standorts Butzbach. Dort werden auch die auf der Kahlgrundbahn verkehrenden Desiro gewartet.[7]

Ansagestimme in den Fahrzeugen ist Helga Bayertz mit Ausnahme der VT 2E; dort ist es Ingrid Metz-Neun.

Für die neu hinzugewonnenen Verkehre ab Frankfurt, die ab Dezember 2010 aufgenommen wurden, werden insgesamt 9 (3 dreiteilige, 6 fünfteilige) neue Fahrzeuge vom Typ FLIRT eingesetzt, die wie die Fahrzeuge des Standorts Königstein in gelb/rot/grau lackiert sind. Diese haben nur zur Hälfte der Kopfwagen eine seitliche Dachverkleidung, die bei den Mittelwagen komplett fehlt. Die Triebwagen werden im neu errichteten Betriebswerk in Frankfurt-Griesheim auf Grund einer Vereinbarung mit dem Betreiber VIAS GmbH gewartet.

Im Frühjahr 2011 wurden 3 LINT 27 der vectus Verkehrsgesellschaft, ein Tochterunternehmen der HLB, gegen 3 GTW 2/6 der HLB ausgetauscht. Diese Fahrzeuge kommen als Verstärkerleistungen in der HVZ auf der Rhönbahnlinie zum Einsatz.

Auf den seit Dezember 2011 neu bedienten Linien RB 25, 35 und 52 werden 23 neue LINT 41 eingesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hessische Landesbahn GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Hessische Landesbahn GmbH. Köln 2007, ISBN 978-3-929082-26-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Landkreis Kassel (Hrsg.): Landkreis Kassel. Beteiligungsbericht 2010. 2011, S. 81 ff (PDF 2.2MB, abgerufen am 29. Oktober 2012).
  2. Vergabeentscheidung im Dieselnetz Eifel-Westerwald-Sieg: DB Regio und Hessische Landesbahn erhalten Zuschlag. Abgerufen am 31. Oktober 2012.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNVV schreibt R9 Kassel – Treysa erneut aus. 29. Oktober 2010, abgerufen am 21. März 2012.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStadler liefert vier weitere FLIRT an die HLB. 15. Dezember 2011, abgerufen am 10. Januar 2012.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDienstleistungsauftrag D-Hofheim am Taunus: Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung. 24. Dezember 2011, abgerufen am 10. Januar 2012.
  6. Pressemitteilung der Hessischen Landesbahn vom 27. Februar 2011
  7. Fahrzeuge auf der HLB-Webseite

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hessische Landesbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien