Berlin-Waidmannslust

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Waidmannslust
Ortsteil von Berlin
Berlin Heiligensee Konradshöhe Frohnau Tegel Hermsdorf Waidmannslust Lübars Märkisches Viertel Borsigwalde Wittenau Reinickendorf BrandenburgWaidmannslust auf der Karte von Reinickendorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 36′ 24″ N, 13° 19′ 15″ O52.60666666666713.320833333333Koordinaten: 52° 36′ 24″ N, 13° 19′ 15″ O
Fläche 2,3 km²
Einwohner 10.176 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 4424 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahl 13469
Ortsteilnummer 1207
Gliederung
Verwaltungsbezirk Reinickendorf
Ortslagen

Schwarzwald-Siedlung

Waidmannslust ist ein Ortsteil des Bezirks Reinickendorf von Berlin.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ortsteil Waidmannslust liegt westlich von Lübars und wird durch den Waidmannsluster Damm in zwei Bereiche geteilt. Während der nördliche und westliche Teil eine zum angrenzenden Hermsdorf ähnliche villen- und landhausartige Bebauung aufweist, ist der östliche Teil (Rollberge-Siedlung) von Hochhäusern wie im nahegelegenen Märkischen Viertel geprägt.

Geschichte[Bearbeiten]

Waidmannslust geht auf eine Villenkolonie zurück, die auf den 1875 durch den Förster und Gastwirt Ernst Bondick erworbenen Ländereien gegründet wurde. Das Gebiet erhielt seinen Namen durch das von Bondick geführte Gasthaus Waidmannslust.[1]

Im Jahr 1884 erhielt die Kolonie einen eigenen Haltepunkt an der Berliner Nordbahn, den heutigen Bahnhof Waidmannslust, der heute von den S-Bahn-Linien S1 und S85 bedient wird. In den Jahren zwischen 1908 und 1912 wurde die Strecke auf ihr heutiges Niveau hochgelegt, auch das Bahnhofsgebäude und die Brücken über den Waidmannsluster Damm stammen aus dieser Zeit und stehen heute unter Denkmalschutz.

Seit 1913 ist die Königin-Luise-Kirche an der Ecke Bondick-/Hochjagdstraße (ehemals:Kirchstraße) das weithin sichtbare Wahrzeichen des Ortsteils.

Am 2. Mai 1929 wurde die Verlängerung der Straßenbahnstrecke entlang der Wittenauer Cyclopstraße (heute teilweise die Jean-Jaurès-Straße) bis zum Bahnhof Waidmannslust eröffnet. Hier verkehrte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs die Linie 68.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Elga Brink, Schauspielerin, wurde in Waidmannslust geboren
  • Marlies Wanjura, ehemalige Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf, lebt in Waidmannslust

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Schlickeiser: Waidmannslust. Vom Wirtshaus zum Ortsteil Reinickendorfs. Förderkreis für Bildung, Kultur und internationale Beziehungen Reinickendorf e. V., Berlin 2000, ISBN 3-927611-15-8.
  • Gustav Sichelschmidt: Nordberlin in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel/Niederlande, ISBN 90-288-3099-5.
  • Manfred Mendes: Leben in Waidmannslust. Geschichten, Episoden, Berichte, Bilder. Mendes Eigenverlag, Berlin 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berlin-Waidmannslust – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das ist Berlin – Waidmannslust. In: Berliner Morgenpost online. Abgerufen am 7. Oktober 2010.