Bezirk Reinickendorf
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Reinickendorf 12. Bezirk von Berlin |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten | 52° 34′ 0″ N, 13° 21′ 0″ O52.56666666666713.35Koordinaten: 52° 34′ 0″ N, 13° 21′ 0″ O | |||||||||||||
| Fläche | 89,5 km² | |||||||||||||
| Einwohner | 247.248 (30. Nov. 2012) | |||||||||||||
| Bevölkerungsdichte | 2763 Einwohner/km² | |||||||||||||
| Ausländeranteil | 11,2[1] % (31. Juli 2012) | |||||||||||||
| Arbeitslosenquote | 13,9[2] % (31. Dez. 2011) | |||||||||||||
| Vorwahl | 030 | |||||||||||||
| Adresse der Verwaltung |
Eichborndamm 215–239 13437 Berlin |
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| Website | berlin.de/ba-reinickendorf | |||||||||||||
| Durchschnittsalter | 45,2 Jahre[3] (30. Juni 2011) | |||||||||||||
| Gliederung | ||||||||||||||
| Bezirksschlüssel | 12 | |||||||||||||
| Gliederung des Bezirks |
11 Ortsteile |
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| Politik | ||||||||||||||
| Bezirksbürgermeister | Frank Balzer (CDU) | |||||||||||||
| Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung) | ||||||||||||||
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| Verkehrsanbindung | ||||||||||||||
| Autobahn | ||||||||||||||
| S-Bahn | ||||||||||||||
| U-Bahn | ||||||||||||||
Reinickendorf ist der zwölfte[4] Verwaltungsbezirk von Berlin. Er wurde nach dem gleichnamigen Ortsteil benannt, der im Südosten des Bezirks liegt. In der Zeit nach 1945 gehörte in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin der Bezirk Reinickendorf zum französischen Sektor von Berlin und damit bis zur Wiedervereinigung zu West-Berlin.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Der Bezirk Reinickendorf befindet sich am nordwestlichen Rand Berlins. Die Nachbarbezirke sind im Südwesten Spandau, im Süden Charlottenburg-Wilmersdorf, im Südosten Mitte und im Osten Pankow. Der gesamte Norden grenzt an den brandenburgischen Landkreis Oberhavel.
Der Bezirk unterteilt sich in elf Ortsteile:
| Ortsteil und Ortslagen |
Fläche (km²) |
Einwohner[5] 31. Dezember 2012 |
Einwohner pro km² |
Lage des Ortsteils im Bezirk Reinickendorf |
|---|---|---|---|---|
| 1201 Reinickendorf | 10,5 | 76.940 | 7.328 | |
| 1202 Tegel | 33,7 | 34.411 | 1.021 | |
| 1203 Konradshöhe | 2,2 | 5.972 | 2.715 | |
| 1204 Heiligensee | 10,7 | 17.707 | 1.655 | |
| 1205 Frohnau | 7,8 | 16.633 | 2.132 | |
| 1206 Hermsdorf | 6,1 | 16.167 | 2.650 | |
| 1207 Waidmannslust | 2,3 | 10.011 | 4.353 | |
| 1208 Lübars | 5,0 | 4.806 | 961 | |
| 1209 Wittenau | 5,9 | 22.958 | 3.891 | |
| 1210 Märkisches Viertel | 3,2 | 35.878 | 11.212 | |
| 1211 Borsigwalde | 2,0 | 6.404 | 3.202 |
Stadtentwicklung [Bearbeiten]
Der Bezirk Reinickendorf wurde 1920 aus den ehemaligen Bauerndörfern Reinickendorf, Wittenau, Tegel, Heiligensee, Hermsdorf und Lübars sowie drei Gutsbezirken gebildet.
Sein Charakter ist von Wäldern und Gewässern geprägt, seine südlichen Teile haben aber in der Bebauung viele Ähnlichkeiten mit dem angrenzenden Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte. Darüber hinaus liegt in Reinickendorf die zwischen 1929 und 1931 erbaute Siedlung Weiße Stadt und das Märkische Viertel, das von 1963 bis 1974 als Großbausiedlung geschaffen wurde und in dem heute über 30.000 Menschen wohnen. In den restlichen Ortsteilen herrscht Einzelhausbebauung vor, die in einigen Bereichen wie Hermsdorf und insbesondere Frohnau auch villenartigen Charakter annimmt. Reinickendorf verfügt mit dem Flughafen Berlin-Tegel über den einzigen sich in Betrieb befindlichen Flughafen auf Berliner Stadtgebiet.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner[6] |
|---|---|
| 1925 | 105.467 |
| 1933 | 164.319 |
| 1939 | 200.531 |
| 1946 | 192.201 |
| 1950 | 205.930 |
| 1961 | 215.892 |
| 1970 | 238.736 |
| 1987 | 238.671 |
| 2000 | 245.644 |
| 2009 | 241.065 |
Wappen [Bearbeiten]
Auf dem Wappen des Bezirks Reinickendorf ist ein Rotfuchs abgebildet, der auf einem goldenen Schrägbalken läuft; entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist das kein Verweis auf das Fabeltier Reineke Fuchs, sondern er wurde aus dem alten Wappen des Dorfes Reinickendorf übernommen, dessen Name auf den Gründer, den niedersächsischen Reinhardt, zurückgeht. Auf beiden Seiten des Balkens sieht man jeweils drei goldene Ähren auf schwarzem Hintergrund, diese symbolisieren die sechs den Bezirk konstituierenden einstigen Bauerndörfer und heutigen Ortsteile, die im übrigen auch noch eigene Wappen führen.
Das heutige Wappen wurde dem Bezirk vom Berliner Senat am 28. November 1955 verliehen, dabei steht „in schwarzem Schild ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem laufenden roten Fuchs und begleitet von sechs (3 : 3) goldenen Ähren. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit einem kleinen Berliner Wappenschild belegt ist.“[7] Die Mauerkrone wurde dem Wappen dabei am 1. Januar 2001 im Rahmen der Bezirksreform als verbindendes Element aller Berliner Bezirke hinzugefügt.
Kommunalpolitik [Bearbeiten]
am 18. September 2011
(vorläufiges Ergebnis)
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 erstmals wieder seit der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 ein kommunales Parlament in Reinickendorf gewählt.
Aus der ersten Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ging die SPD als Wahlsieger mit der absoluten Mehrheit hervor. Ihren Höhepunkt erreichte sie bei der Wahl 1948 mit einem Wahlergebnis von 67,9 Prozent der Stimmen – das höchste Wahlergebnis einer Partei in Reinickendorf seither. Die Mehrheit als stärkste Fraktion konnte sie sich durchgehend bis zur Wahl 1981 in der BVV erhalten.
Die Reinickendorfer CDU schaffte es dann 1981, sich die Mehrheit im Parlament zu sichern, 1985 und 1999 sogar die absolute Mehrheit.
1989 gelang es dem Sozialdemokraten Detlef Dzembritzki für sechs Jahre Bürgermeister zu werden. Bei der Wahl 1995 scheiterte er jedoch an der Christdemokratin Marlies Wanjura, die als erste Frau zur Bezirksbürgermeisterin Reinickendorfs in dieses Amt gewählt wurde. Mit ihr erzielte die CDU 1999 auch ihr höchstes Ergebnis von 56,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Am 30. September 2009 schied Wanjura mit der Wahl ihres Nachfolgers, dem bisherigen Bezirksstadtrat Frank Balzer, aus dem Amt aus.
Zusammen mit dem Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz war sie die dienstälteste Berliner Bezirksbürgermeisterin (1995–2009).
Seit 2011 bilden CDU und Grüne eine Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung.
Bezirksamt [Bearbeiten]
Das Bezirksamt setzt sich aktuell aus folgenden Stadträten zusammen:
- Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) – Ressort: Finanzen, Liegenschaften und Personal
- Bezirksstadtrat und Stellvertretender Bürgermeister Andreas Höhne (SPD) – Ressort: Jugend und Familie und Soziales
- Bezirksstadtrat Martin Lambert (CDU) – Ressort: Stadtentwicklung, Umwelt, Ordnung und Gewerbe
- Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) – Ressort: Wirtschaft, Gesundheit und Bürgerdienste
- Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) – Ressort: Schule, Bildung und Kultur
Bezirksverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Die Wahl der BVV 2011 brachte folgende Ergebnisse und Sitzverteilungen:
| Partei | Stimmenanteil 2011 |
Stimmenanteil Veränderung zu 2006 |
Sitze 2011 |
Sitze Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| CDU | 41,7 % | −0,1 % | 26 | – |
| SPD | 27,6 % | −1,5 % | 17 | −1 |
| Grüne | 12,5 % | +4,9 % | 8 | +4 |
| Piraten | 6,2 % | +6,2 % | 4 | +4 |
| Sonstige | 9,2 % | −9,7 % | 0 | – |
Gerichtszuständigkeit [Bearbeiten]
Für das allgemeine Zivilrecht des Bezirks Reinickendorf ist das Amtsgericht Wedding zuständig.
Partnerschaften [Bearbeiten]
Partnerstädte/-bezirke/-kreise [Bearbeiten]
International [Bearbeiten]
Antony, Frankreich seit 1966
Royal Borough of Greenwich, England seit 1966
Kiryat Ata, Israel seit 1976
National [Bearbeiten]
- Bad Steben, Bayern, seit 1988
- Vogelsbergkreis, Hessen, seit 1964
- Lauterbach (Hessen), Vogelsbergkreis, seit 1966
- Melle, Niedersachsen, seit 1988
- Blomberg, Nordrhein-Westfalen, seit 1990
Freundschaftliche Kontakte [Bearbeiten]
International [Bearbeiten]
- Breslau, Polen
- Burkina Faso
- Dénia, Spanien
- Katalonien, Spanien
- Kiew, Ukraine
- Meseritz, Polen
- Minsk, Weißrussland
- Orkney, Schottland
- Sankt Petersburg, Russland
- Zielenzig, Polen
- Templewo, Polen
- Washington, D.C., Vereinigte Staaten
- Wolgograd, Russland
- Woltschja Gora, Weißrussland
National [Bearbeiten]
- Lichtenfels, Bayern
- Landkreis Oberhavel, Brandenburg
- Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen
- Zeltingen-Rachtig, Rheinland-Pfalz
Söhne und Töchter Reinickendorfs [Bearbeiten]
- Petra A. Bauer, Autorin
- Anne Julia Hagen, Miss Germany 2010
- Thomas Häßler, Fußballspieler
- Reinhard Mey, Musiker
- Andreas Neuendorf, Fußballspieler
- Playboy 51, Stadtoriginal
- Sido, Rapper
- Desirée Schumann, Fußballspielerin
- Frank Steffel, Politiker
- Farin Urlaub, Musiker
- Marlies Wanjura, Politikerin
Literatur [Bearbeiten]
- Michael Zaremba: Reinickendorf im Wandel der Geschichte. Bezirks-Chronik. Bebra, Berlin 1999, ISBN 3-930863-63-4.
- Ralf Schmiedecke: Berlin-Reinickendorf. Sutton 2003, ISBN 978-3-89702-587-5 (Reihe Archivbilder).
- Gerd Koischwitz; Wilhelm Möller oHG (Hrsg.): Sechs Dörfer in Sumpf und Sand – Geschichte des Bezirkes Reinickendorf von Berlin. Verlag „Der Nord-Berliner“, Berlin 1983.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsstand in Berlin am 31. Juli 2012 nach Bezirken (PDF; 7 kB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 20. Dezember 2012.
- ↑ Statistische Angaben. Bezirk Reinickendorf von Berlin. Abgerufen am 4. Mai 2013.
- ↑ Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 30. Juni 2011 (PDF; 2,7 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 21. April 2013.
- ↑ Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
- ↑ Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 7. April 2013 (PDF-Datei).
- ↑ Statistische Jahrbücher von Berlin
- ↑ Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen Reinickendorf
- ↑ a b Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 21. September 2011
Borsigwalde | Frohnau | Heiligensee | Hermsdorf | Konradshöhe | Lübars | Märkisches Viertel | Reinickendorf | Tegel | Waidmannslust | Wittenau
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Erich Böhm (1945–1946) | Adolf Dünnebacke (1946–1960) | Heinz Gutsche (1960–1969) | Herbert Grigers (1970–1981) | Günter Birghan (1982–1983) | Detlef Orwat (1983–1989) | Detlef Dzembritzki (1990–1995) | Marlies Wanjura (1995–2009) | Frank Balzer (seit 2009)
