Berlin (Band)

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Berlin
Allgemeine Informationen
Genre(s) New Wave
Gründung 1979
Auflösung 1988
Neugründung 1999
Website www.berlinpage.com
Gründungsmitglieder
Terri Nunn
John Crawford (bis 1987)
Keyboard, Gitarre
David Diamond
Aktuelle Besetzung
Gesang
Terri Nunn
Gitarre
Carlton Bost
Schlagzeug
Chris Olivas
Keyboard
Dave Schulz
Ehemalige Mitglieder
Rod Learned
Schlagzeug
Rob Brill
Keyboard
Matt Reid
Gitarre
Ric Olsen
Gesang
Virginia Macolino (1980)
Keyboard
Mitchell Sigman

Berlin ist eine kalifornische Popband, die 1979 unter dem Einfluss der Gruppe Blondie sowie der Synthesizer-Pioniere Kraftwerk und Ultravox von John Crawford und Terri Nunn gegründet wurde. Die Gruppe trennte sich 1987, ein Jahr nach ihrem größten kommerziellen Erfolg, Take My Breath Away aus dem Soundtrack des Kinofilms Top Gun. Weitere Hits waren The Metro, später gecovert von +44, System of a Down und dem Alkaline Trio, sowie No More Words. Terri Nunn formierte die Band in den 1990er Jahren mit anderen Musikern neu.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

1979–1988[Bearbeiten]

Berlin wurde 1979 als New-Wave-Band gegründet, als sich John Crawford auf eine Anzeige der Sängerin Terri Nunn meldete. Bereits im Gründungsjahr stieg Nunn aus, da sie sich ihrer Schauspielkarriere widmen wollte. Ersetzt wurde sie zunächst durch Toni Childs, nach nur einem Monat räumte Childs allerdings den Platz für Virginia Macolino. Die erste Single der Band, A Matter of Time, erschien 1980 auf dem bandeigenen Label Zone H Records. 1981 trennte sich die Band, nur um wenige Monate später mit der zurückgekehrten Nunn wiederzuvereinigen. Berlin war neben Mötley Crüe die erste von Enigma Records unter Vertrag genommene Band. Dort erschien – nachdem das Label Geffen Records einen Vertrag mit der Gruppe abgelehnt hatte – 1982 die EP Pleasure Victim, die sich innerhalb eines Monats 25.000 Mal verkaufte. Geffen Records kaufte die Rechte am Werk daraufhin auf und veröffentlichte es 1983 neu. Eine Goldene Schallplatte war die Folge. Auf diesem Werk sind die frühen Hits Sex (I’m a…) und The Metro enthalten.

1984 wurde das von Giorgio Moroder produzierte Album Love Life veröffentlicht. Das Album erreichte Platz 28 der US-amerikanischen Charts, die Single No More Words kam auf Rang 23. 1986 erreichten Berlin mit dem Oscar-prämierten, ebenfalls von Moroder produzierten Top-Gun-Love-Theme Take My Breath Away ihren größten kommerziellen Erfolg: Der Song platzierte sich in mehreren wichtigen Musikmärkten an der Spitze der Charts. Wider Erwarten erwies sich das folgende Album Count Three and Pray als deutlich weniger erfolgreich. 1988 trennte sich die Gruppe.

Nach Berlin[Bearbeiten]

Bandleader Crawford und Schlagzeuger Brill formierten die Gruppe The Big F, die 1993 das Album Is herausbrachte. Crawford spielte darüber hinaus zwei Soloalben ein. Terri Nunn veröffentlichte 1991 das Soloalbum Moment of Truth.

Comebacks[Bearbeiten]

Ende der 1990er Jahre stellte Terri Nunn ein neues Line-up zusammen, mit dem sie seitdem neben zwei Studioalben mehrere Liveplatten veröffentlichte. Am ersten der Studioalben, Voyeur, war Billy Corgan bei dem Lied Sacred and Profane am Songwriting beteiligt.

Zu einer Reunion kam es 2004, als der Sender VH1 die Mitglieder aus den 1980er Jahren im Rahmen der Sendereihe Bands Reunited für ein Konzert wiedervereinigte. Im September 2013 wurde das Album Animal mit dem neuen Keyboarder Dave Schulz veröffentlicht.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1983 Pleasure Victim 30 Platin
(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1982
1984 Love Life 28 Gold
(30 Wo.)
1987 Count Three & Pray 61
(3 Wo.)
32 Silber
(11 Wo.)
61
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1986
weitere Alben
  • 1980: Information
  • 2000: Live: Sacred and Profane
  • 2002: Voyeur
  • 2005: 4play
  • 2009: All the Way In (mit Terri Nunn)
  • 2013: Animal

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1987: Dancing in Berlin
  • 1988: Best of Berlin 1979-1988 (Gold in den USA)[2]
  • 1997: Master Series
  • 2000: The Greatest Hits Remixed
  • 2004: Metro Greatest Hits
  • 2009: Greatest Hits

EPs[Bearbeiten]

  • 1999: Fall into Heaven
  • 1999: Fall into Heaven 2

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1983 Sex (I’m a…) 62
(7 Wo.)
1983 The Metro 58
(10 Wo.)
1983 Masquerade 82
(3 Wo.)
1984 No More Words 23
(17 Wo.)
1984 Now It’s My Turn 74
(4 Wo.)
1986 Take My Breath Away 3
(18 Wo.)
4
(14 Wo.)
2
(14 Wo.)
1 Silber
(30 Wo.)
1
(21 Wo.)
1986 Like Flames 36
(12 Wo.)
47
(3 Wo.)
82
(5 Wo.)
1987 You Don’t Know 39
(6 Wo.)
weitere Singles
  • 1979: A Matter of Time
  • 1980: Fascination
  • 1982: Pleasure Victim
  • 1984: Dancing in Berlin
  • 1984: Selections from Love Life
  • 1986: Pink and Velvet
  • 2003: With a Touch

Videos[Bearbeiten]

  • 1984: Berlin (VHS)
  • 1987: Wam Bam, Live in Japan (Laserdisc)
  • 2003: Intimate (DVD)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: Singles Alben Billboard 200
  2. a b c Gold-/Platin-Datenbank UK US
  3. The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7

Weblinks[Bearbeiten]