Berliner Schule (Elektronische Musik)
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Begründung: Fragwürdige Stilrichtung, die Art der Musik und die Liste der Musiker lässt sich so kaum vom Lemma „Krautrock“ unterscheiden, keinerlei Quellen -- Wuttgenstein 11:02, 23. Feb. 2012 (CET)
Berliner Schule ist eine Stilrichtung der Elektronischen Musik, die Mitte der 1970er-Jahre durch die damals in West-Berlin ansässigen Künstler Klaus Schulze, Tangerine Dream und Günter Schickert sowie Bands wie Ash Ra Tempel (Ashra), Agitation Free mit Lutz Ludwig Kramer oder auch Michael Hoenig geprägt wurde. Der Stil zeichnet sich durch lange Stücke, sich wiederholende Strukturen (Sequenzen) und ausgeprägte Soli aus. Hauptstilmerkmal ist der Einsatz von Synthesizerklängen und Mellotronsounds. Es werden häufig programmierte Sequenzermuster verwendet, über denen Soli und atmosphärische Sounds improvisiert werden. Die Musik ist gekennzeichnet durch einen hohen Grad an spontaner Experimentierfreudigkeit während des Spielens, sowie durch Modulation der Klangfarbe, Grundton-Transpositionen und den Einsatz von Effektgeräten (hauptsächlich Delays) auch im metrischen Off. Günter Schickert hat auf den Einsatz von Synthesizern ganz verzichtet und ausschließlich Gitarrenklänge anhand von Effekten manipuliert oder bearbeitet (Samtvogel 1974).
Wichtig für das Entstehen der Berliner Schule für elektronische Musik ist das von dem Schweizer Komponisten Thomas Kessler geleitete Elektronik Beat Studio Berlin in der Pfalzburger Straße. Hier probten diverse Gruppen wie Agitation Free, Ash Ra Tempel und zu Beginn auch Tangerine Dream.
Im Gegensatz zu Klaus Schulze verließ Tangerine Dream diesen Stil Anfang der 1980er Jahre und widmete sich mehr der konventionellen melodiösen Musiksparte. Anfang der 1990er Jahre blühte der Stil durch Künstler wie Bernd Kistenmacher, Frank Klare, Mario Schönwälder, Thomas Fanger, Detlef Keller, Uwe Saher und weitere wieder auf. Jedoch fristet er heute eher ein Schattendasein und ist bei weitem nicht so populär wie in den 1970er Jahren.
Andere erfolgreiche Interpreten sind Radio Massacre International aus England, Free System Projekt und Gert Emmens aus den Niederlanden sowie The Nightcrawlers aus den USA. Ein weniger bekannter Künstler der Berliner Schule ist Adelbert von Deyen (Atmosphere, 1980).
Das Berliner Label Manikin Records und das Eifeler Label SynGate bieten diverse Künstler an, die sich der Berliner Schule auch noch heute verpflichtet fühlen.
Viele aus der Berliner Schule entwickelten Ideen wurden in Musikformen wie Trance und Goa Trance aufgegriffen.