Black Flag

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Blackflag-logo.svg
Black Flag 2011-12-18 03.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hardcore Punk, Punkrock
Gründung 1976
Auflösung 1986
Neugründung 2013
Gründungsmitglieder
Gitarre
Greg Ginn
Gesang
Keith Morris (bis 1979)
E-Bass
Raymond Pettibon (bis 1976)
Schlagzeug
David Horvitz (bis 1977)
Aktuelle Besetzung
Gitarre
Greg Ginn
Gesang
Ron Reyes (1980-1981, seit 2013)
E-Bass
Dale Nixon (1983, seit 2013)
Schlagzeug
Gregory Moore (seit 2013)
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Spot (1976–1977)
Schlagzeug
Brian Migdol (1977–1978)
E-Bass
Chuck Dukowski (1977–1983)
Schlagzeug
ROBO (1978–1981)
Gesang
Chavo Pederast (1979–1980)
Gesang, Gitarre
Dez Cadena (1980–1983)
Schlagzeug
Bill Stevenson (1981, 1983–1985)
Schlagzeug
Emil Johnson (1982)
Schlagzeug
Chuck Biscuits (1982)
E-Bass
Kira Roessler (1983–1985)
Gesang
Henry Rollins (1981-1986)
E-Bass
C’el Revuelta (1986)
Schlagzeug
Anthony Martinez (1985-1986)
Ex-Leadsänger Henry Rollins, 2003

Die kalifornische Band Black Flag gilt als eine der einflussreichsten Bands der frühen amerikanischen Hardcore-/Punkszene.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte [Bearbeiten]

Black Flag bildeten sich 1976 im Großraum Los Angeles und erspielten sich schnell einen legendären Ruf durch ihre energetischen Auftritte, die oftmals in Gewalt seitens des Publikums umschlugen.

So lebhaft wie ihre Auftritte war auch die Zusammensetzung der Band, deren einziges stetiges Mitglied Gitarrist Greg Ginn war. Zusammen mit Charles Dukowski, der anfangs Bassist der Formation war, gründete er das Plattenlabel SST Records, welches zahlreiche Wegbereiter des Punk und des Alternative Rock herausbrachte. Im Jahre 1986 löste sich Black Flag wegen kreativer, körperlicher und finanzieller Erschöpfung auf.

Ginn widmete sich SST Records und dessen Ablegern. Er gründete zudem zahlreiche Bands, die alle auf seinen Plattenfirmen veröffentlicht wurden, allerdings war keine von ihnen so erfolgreich wie zuvor Black Flag.

Dukowski spielte bei SWA und October Faction, während er auch noch Aufgaben bei SST nachging.

Henry Rollins gründete seine eigene Band und arbeitet mittlerweile auch als Verleger, Schauspieler und Autor. Er ist das einzige ehemalige Mitglied, dessen nachfolgende Projekte an den Erfolg von Black Flag anknüpfen konnten.

Bill Stevenson widmete sich seinen Projekten ALL und den Descendents.

Keith Morris formierte die Punkband Circle Jerks; Dez Cadena u. a. die DC3 und war zuletzt mit den Misfits auf deren Jubiläumstour zu sehen; und Kira Roessler wurde nach ihrem Informatik-Studium im Filmgeschäft als Sound-Editor tätig (z. B. für Insomnia). Gelegentlich tourt sie mit ihrem ehemaligen Ehemann Mike Watt in der zweiköpfigen Band DOS. Die anderen Mitglieder blieben zum Teil in der Musik aktiv oder verschwanden in die kalifornische Untergrundszene.

Der Name leitet sich von der traditionellen Schwarzen Flagge der anarchistischen Bewegung ab, die auch als Markenzeichen der Band diente. Das Bandlogo ist deshalb auch eine, aus vier schwarzen Balken bestehende, stilisierte Fahne. Entworfen wurde das Logo von Greg Ginns jüngerem Bruder, dem ersten Bassisten der Band Raymond Pettibon (eigentlich Raymond Ginn) der auch für die Gestaltung eines Großteils der Plattencover, Konzertflyer und Fanzines während der 1970er und 80er Jahre verantwortlich zeichnete.[1]

Zum anderen bezieht sich der Name auf das amerikanische Schädlingsvernichtungsmittel „Black Flag“.

2013 kündigte die Band ihre Reunion an. Auch ein neues Album ist in Planung.

Musikalische Entwicklung [Bearbeiten]

Im Laufe der Zeit und nach vielen Besetzungswechseln änderte sich der Stil der Formation allmählich vom Punk hin zu Doom Metal, und zum Ende hin flossen auch Jazz-Einflüsse mit ein. Henry Rollins, der später als Jazz-Fan bekannt wurde, nahm die Gelegenheit wahr, um erste Versuche im Bereich von Spoken-Word-Vorstellungen darzubieten.

Diskografie [Bearbeiten]

LPs [Bearbeiten]

  • Damaged (SST 007) (1981)
  • Everything Went Black (SST 015) (1983)
  • The First Four Years (SST 021) (1984)
  • My War (SST 023) (1984)
  • Family Man (SST 026) (1984)
  • Slip It In (SST 029) (1984)
  • Live ‘84 (SST 030) (1985)
  • Loose Nut (SST 035) (1985)
  • In My Head (SST 045) (1985)
  • Who’s Got the 10 1/2 (SST 060) (1986)
  • Wasted…Again Best of (SST 166) (1987)

Singles & EPs [Bearbeiten]

  • Nervous Breakdown (SST 001) (1978)
  • Jealous Again (SST 003) (1980)
  • Six Pack (SST 005) (1981)
  • Louie Louie (PBS 13) (1981)
  • T.V. Party (SST 012) (1982)
  • Family Man EP (SST1 2001) (1984)
  • The Process Of Weeding Out (SST 037) (1985)
  • Minuteflag (Zusammenarbeit mit Mitgliedern von Minutemen) (1985)
  • Annihilate This Week (1986)
  • I Can See You (SST 226) (1993)

Bootlegs [Bearbeiten]

  • White Minority (Live at Starship Club Milwaukee 17. Juli 1981)
  • Live SO 36 18. Februar 1983 (live)
  • No Shoes, No Shirt, No Service/7–11 (Live 1985)
  • The Complete 1982 Demos Plus More (demos + radio show)
  • 1983 Demos
  • Annihilation (Live at Palladium 31 August 1985)
  • Muskrat Love (DoLp, Live 30. April 1986)

DVD/Video [Bearbeiten]

  • Live! DVD (live 1984) (2000)

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. [1] CFA Berlin: Raymond Pettibon

Literatur [Bearbeiten]

  • Azerrad, Michael Our Band Could Be Your Life, ISBN 0-316-78753-1
  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S., 55-57 – ISBN 0-312-02573-4

Weblinks [Bearbeiten]