Henry Rollins

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Rollins 2003

Henry Rollins (* 13. Februar 1961[1] als Henry Lawrence Garfield in Washington, D.C.) ist ein US-amerikanischer Musiker, Schriftsteller und Schauspieler. Ab 1981 wurde er einem größeren Publikum durch seine Rolle als Sänger der US-Punk-Band Black Flag bekannt. 1986 gründete er die nach ihm benannte Rock-Band Rollins Band. Neben seiner zusätzlichen Tätigkeit als Schriftsteller ist Rollins regelmäßig mit Spoken-Word-Performances auf Tournee. Seine Sprech- und Literaturveröffentlichungen erscheinen größtenteils im eigenen Verlag 2.13.61..

Biographie und Werk[Bearbeiten]

Rollins wuchs in Washington auf und besuchte dort in seiner Jugend eine Preparatory School (eine private Form der US-amerikanischen High School). In den späten 1970er-Jahren brachte ihn sein Freund Ian MacKaye mit der lokalen Punk-Szene in Kontakt. Er wurde Mitglied der Band State of Alert, mit der er eine EP veröffentlichte, bevor sich die Band 1981 auflöste.

Im selben Jahr lernte er die Musik der Punk-Band Black Flag kennen und wurde Fan. Bei einem Auftritt Black Flags in der Peppermint Lounge in New York City bekam er die Gelegenheit, für ein Stück als Gastsänger aufzutreten. Als Black-Flag-Sänger Dez Cadena wenig später zur Gitarre wechselte, wurde Rollins zu Proben eingeladen und Sänger der Gruppe. Sein erstes Album mit Black Flag war 1981 Damaged. Er blieb Mitglied der Band bis zu deren Auflösung 1986.

Hauptartikel: Black Flag

Rollins erstes Solo-Album Hot Animal Machine erschien im Jahr 1987. Im selben Jahr veröffentlichte er seine ersten beiden Spoken-Word-Alben sowie – unter dem Namen Henrietta Collins and The Wifebeating Childhaters – die EP Drive by Shooting. Danach gründete Rollins mit Chris Haskett (der bereits auf seinen Soloveröffentlichungen Gitarre spielte), Bernie Wandel und Mick Green die mit einigen Umbesetzungen bis heute bestehende Rollins Band.

Hauptartikel: Rollins Band

Neben seinen eigenen Musikprojekten gründete Rollins im Jahr 1984 den Verlag 2.13.61. (englisch ausgesprochen als ”two-thirteen-sixty-one”), benannt nach seinem Geburtsdatum. Außer seinen eigenen Büchern und Spoken-Word-Alben erscheinen dort auch die Werke anderer Musiker und Autoren. Im Jahre 1993 komponierte und spielte er mit der Band Tool das Lied Bottom, das auf deren Album Undertow erschien.

Mitte der 1990er trat Rollins erstmals als Video Jockey beim Musiksender MTV auf und erschien seitdem regelmäßig in US-Radio- und -Fernsehen. Er hatte eine eigene wöchentliche Radiosendung mit dem Titel Harmony in My Head, die von Mai bis Dezember 2004 und wieder seit Dezember 2005 von dem lokalen Sender Indie 103.1 in Los Angeles ausgestrahlt wurde. Außerdem liefen zwanzig Folgen seiner Fernseh-Talkshow The Henry Rollins Show von 1. April bis 26. August 2006 auf dem amerikanischen Sender IFC.

Rollins spielte auch Kleinrollen in Kinofilmen wie Lost Highway, The Chase, Johnny Mnemonic, Heat und Bad Boys 2 und ist auch im Videospiel Def Jam: Fight for NY anzutreffen. Eine erste größere Rolle als Schauspieler hatte er im direkt auf DVD erschienenen Horrorfilm Wrong Turn 2. 2012 stand er als brutaler Kidnapper in Gabriel Carrers Thriller In the House of Flies als The Voice vor der Kamera.[2]

Henry Rollins lebt in Los Angeles, wo sich auch der Firmensitz seines Verlages befindet. Er ist bekannt für seine Vorliebe für Tätowierungen und den Sport Gewichtheben sowie für seine strikte Ablehnung von Nikotin, Alkohol und anderen Drogen.[3][4]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Henry Rollins 2005

Solo-Alben[Bearbeiten]

(Die Band-Alben finden sich in den Hauptartikeln Black Flag und Rollins Band.)

  • 1987: Drive by Shooting (Henrietta Collins and The Wifebeating Childhaters)
  • 1987: Hot Animal Machine
  • 2000: Laughing Man in the Devil Mask

Spoken Word, Audio[Bearbeiten]

  • 1987: Short Walk on a Long Pier
  • 1987: Big Ugly Mouth
  • 1989: Sweatbox
  • 1990: Live at McCabe’s
  • 1992: Human Butt
  • 1992: Deep Throat
  • 1993: The Boxed Life
  • 1993: In Conversation Interview Disc
  • 1993: Rollins Speaks – Special (Radio) Edits
  • 1994: Get in the Van: On the Road with Black Flag (Hörbuch)
  • 1996: Everything (Hörbuch)
  • 1997: Black Coffee Blues (Hörbuch)
  • 1998: Think Tank
  • 1999: Eric the Pilot
  • 2001: A Rollins in the Wry
  • 2001: Live at the Westbeth Theater
  • 2003: Nights Behind the Tree Line (Hörbuch)
  • 2003: Talk Is Cheap Vol I
  • 2003: Talk Is Cheap Vol II
  • 2004: Talk Is Cheap Vol III
  • 2004: Talk Is Cheap Vol IV
  • 2005: Shock & Awe

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Spoken Word, Video[Bearbeiten]

  • 1993: Talking From the Box (Video)
  • 1997: You Saw Me Up There (Video)
  • 2001: Talking ../Live in London (DVD)
  • 2001: Up for It (DVD)
  • 2002: Live at Luna Park (DVD)
  • 2005: Shock & Awe (DVD)
  • 2006: In the Conversation Pit (DVD)
  • 2007: Provoked

Videospiele[Bearbeiten]

  • 2004: Def Jam Fight for NY

Bücher[Bearbeiten]

(Auf Deutsch erschienen)

(Auf Englisch erschienen)

  • High Adventure in the Great Outdoors. 2.13.61.
  • Art to Choke Hearts & Pissing in the Gene Pool. 2.13.61.
  • Bang. 2.13.61.
  • One From None. 2.13.61.
  • Black Coffee Blues. 2.13.61.
  • See a Grown Man Cry. 2.13.61.
  • Now Watch Him Die. 2.13.61.
  • Get in the Van. 2.13.61.
  • Eye Screem. 2.13.61.
  • Do I Come Here Often? – Black Coffee Blues Pt. 2. 2.13.61.
  • Smile, You’re Traveling – Black Coffee Blues Pt. 3. 2.13.61.
  • Broken Summers. 2.13.61.
  • Roomanitarian. 2.13.61.
  • Fanatic!. 2.13.61.
  • A Dull Roar. 2.13.61.

Literatur[Bearbeiten]

  • Regarding Henry – Artikel über Rollins’ Tätigkeit als Schauspieler im US-Kinomagazin Movieline. Ausgabe Januar/Februar 1995, S. 76 ff. (englisch)
  • Talking Heads – Artikel über Spoken Word mit Schwerpunkt Henry Rollins in der Zeitschrift Hörwelt. Heft Januar 1999, S. 6 f.; ISSN 1436-4034
  • Innenansichten eines Besessenen – Artikel über Rollins und Rollins Band in der Musikzeitschrift Visions. Heft Nr. 84/März 2000, S. 34 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Henry Rollins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Henry Rollins: Geboren am 13. Februar. In: Metal Hammer, Januar 1994, S. 8.
  2. Full trailer for Canadian indie, "IN THE HOUSE OF FLIES", Zugriff am 1. Mai 2012
  3. Mark Dapin: "What’s the matter with Henry?", Juni 1997
  4. "A Heavy Weight with Heavy Thoughts", Interview, NY Rock, Januar 1998