Bligg

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Bligg (2008)
Bligg (2008)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Normal
  CH 20 07.10.2001 (7 Wo.)
Odyssey
  CH 19 06.06.2004 (9 Wo.)
Okey Dokey
  CH 23 19.06.2005 (9 Wo.)
Mit Liib & Seel
  CH 12 14.05.2006 (15 Wo.)
Yves Spink
  CH 9 27.05.2007 (19 Wo.)
0816
  CH 1 16.11.2008 (100 Wo.)
Bart aber herzlich
  CH 1 07.11.2010 (83 Wo.)
Service Publigg
  CH 1 10.11.2013 (… Wo.)
Singles[1]
Alles scho mal ghört (ft. Emel)
  CH 7 16.09.2001 (16 Wo.)
Relaxtra (ft. Lexx und Stress)
  CH 19 05.05.2002 (13 Wo.)
Single
  CH 18 16.05.2004 (13 Wo.)
Volksmusigg (mit Streichmusik Alder)
  CH 7 16.12.2007 (24 Wo.)
Rosalie
  CH 5 26.10.2008 (67 Wo.)
Musigg i dä Schwiiz
  CH 9 07.12.2008 (58 Wo.)
Stahn uf (mit Baschi, Ritschi, Seven und Stress)
  CH 1 28.06.2009 (26 Wo.)
Signal
  CH 23 01.11.2009 (13 Wo.)
Legändä & Heldä
  CH 1 12.09.2010 (23 Wo.)
Chef
  CH 15 07.11.2010 (23 Wo.)
Manhattan
  CH 9 19.06.2011 (32 Wo.)
I'd Kill for You (ft. Jessy Howe)
  CH 59 27.11.2011 (3 Wo.)
MundART
  CH 3 01.09.2013 (… Wo.)
Hilf mir
  CH 39 29.12.2013 (… Wo.)
Mamacita
  CH 23 01.06.2014 (… Wo.)
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Bligg (* 30. September 1976 in Zürich-Schwamendingen; bürgerlich Marco Bliggensdorfer) ist ein Schweizer Musiker aus Zürich.

Leben[Bearbeiten]

Im Alter von 16 Jahren beteiligte er sich an sogenannten Freestyle Sessions, die er in Schweizer Mundart vortrug. 1995 erschien mit der auf 300 Stück limitierten EP Zürislang Freistiil die erste Veröffentlichung auf der Bligg als Rapper zu hören ist. Drei Jahre später lernte er den Produzenten und Rapper Lexx kennen. Auf dem Sampler Chocolate, Cheese & Sounds sind Bligg und Lexx erstmals zusammen zu hören. Im Jahr 1999 veröffentlichten die beiden Schweizer ihre erste Single Schnitzeljagd unter dem Gruppennamen Bligg'n'Lexx. Die Cuts und Scratches der Single wurden von DJ Cutmando, der Bligg und Lexx im Folgenden auf der Bligg'n'Lexx-Tournee begleitete, beigesteuert.[2] Auch in den folgenden Jahren bis heute arbeitet DJ Cutmando an den Alben von Bligg mit und tritt als DJ bei den Tourneen des Rappers, die im Rahmen jeder Veröffentlichung Bliggs absolviert werden, in Erscheinung.

2000 erschien die in Zusammenarbeit mit Pete Penicka entstandene Single Du & ich sowie das Album Nahdisnah von Bligg'n'Lexx. Das Album wurde von den Kritikern positiv aufgenommen und steigerte den Bekanntheitsgrad der Mundartgruppe. Bligg begann im Folgenden an eigenen Stücken zu arbeiten und wurde von dem Label Universal Music unter Vertrag genommen. 2001 erschien sein erstes Soloalbum Normal, das Platz 20 der Schweizer Charts erreichen konnte.[3] Dafür arbeitete Bligg unter anderem mit den Hip-Hop-Musikern Spooman, Lexx und Stress sowie der US-amerikanischen Rap-Gruppe Tha Alkaholiks zusammen. Ein weiteres Lied entstand gemeinsam mit der Soulmusikerin Emel, mit der Bliggensdorfer eine längere Zeit zusammen war.[2] Die Stücke Alles scho mal ghört und Relaxtra wurden als Singles ausgekoppelt und konnten sich beide in den Top-20 der Schweizer Single-Charts positionieren. Alles scho mal ghört verblieb insgesamt 16 Wochen in den Charts und erreichte als höchste Platzierung den Rang 7. 2002 wurde Relaxtra ein weiteres Mal in Form einer EP veröffentlicht.

Nach der Veröffentlichung von Normal, beendete Bligg die Zusammenarbeit mit Universal Music und unterschrieb schliesslich einen Vertrag bei dem Label Nation Music. 2004 erschien das zweite Album Odyssey, für das er mit verschiedenen Schweizer Produzenten zusammengearbeitet hatte. Odyssey war neun Wochen in den Schweizer Charts vertreten und konnte als Höchstplatzierung Position 19 belegen.[4] Auf Bliggs zweitem Album sind Gastbeiträge von Emel, Stress, Stephanie und dem Berliner Rapper Kool Savas zu finden. Vor allem die Zusammenarbeit mit letzterem und die gemeinsame Single King Size fand in Deutschland Beachtung. Nach dieser Veröffentlichung ging Bligg mit DJ Cutmando und weiteren Musikern nochmals auf Tournee.

2005 veröffentlichte Bligg ein Mix-Album unter dem Titel Okey Dokey über das Label Musikvertrieb. Das Album ist die erste DualDisc, die in der Schweiz auf den Markt kam. Erneut sind auf dem Tonträger Emel und Kool Savas vertreten. Das Stück Gang nöd ist Bliggs Beitrag für eine Kampagne des Schweizer Fernsehens zum Thema Suizid-Prävention.[5] 2006 erschien das Album Mit Liib & Seel, auf welchem Bligg erstmals auch singt und die englische Sprache für seine Texte verwendet.[2] Es folgte eine Tournee, bei der der Schweizer von einer siebenköpfigen Band begleitet wurde. Ein Jahr nach Veröffentlichung des Mix-Albums konnte der Rapper mit seinem fünften Album Yves Spink, das er in seinem zuvor eingerichteten eigenen Studio mit DJ Cutmando aufgenommen hatte, erstmals in die Top-10 der Schweizer Album-Charts einsteigen.[6] Auf Yves Spink, das nach einem Zürcher Partyorganisator benannt ist, ist das Stück Susanne zu finden. Dieses stellt eine «Liebeserklärung» an Susanne Wille, der Moderatorin der Nachrichtensendung 10vor10, dar.[7]

Für die Fernsehsendung Die grössten Schweizer Hits wurde das Lied Volksmusigg im Oktober 2007 mit der Volksmusikgruppe Streichmusik Alder aus Urnäsch neu aufgenommen. Diese Version wurde ein Erfolg und war als Single mehr als 20 Wochen in den Schweizer Single-Charts vertreten. Bligg ging im Folgenden mit der Streichmusik Alder auf Tournee. Durch diese erfolgreiche Zusammenarbeit entschloss er sich, zukünftig Stilelemente der traditionellen Volksmusik in seine Titel zu integrieren, etwa durch Verwendung des Saiteninstruments Hackbrett[8] Es entstand daraufhin das Album 0816, welches Ende Oktober 2008 über Universal Music veröffentlicht wurde. Acht Wochen nach Erscheinen konnte Bligg mit 0816 erstmals Platz 1 der Schweizer Albumcharts erreichen und war 100 Wochen in den Charts vertreten. Das Album hat bis dato Fünffachplatinstatus erreicht. 2009 belegte 0816 den ersten Platz in den Schweizer Album-Jahrescharts.[9] Die erste Single Rosalie über eine einsame Frau, welche sich in einen Rosenverkäufer verliebt, erreichte Position 5 der Single-Charts.[10] Die zweite Single "Musigg i dä Schwiiz" erreichte ebenfalls die Top 10 der Single Charts. Bei der 0816-Tour Anfang 2009 wurde Bligg durch zahlreiche Gastmusiker wie beispielsweise den jungen Hackbrettler Nicolas Senn begleitet, wodurch die charakteristischen Stilelemente des Albums auf die Live-Auftritte übertragen werden konnten.[8]

Das Ende 2010 veröffentlichte Album Bart aber herzlich wurde mit Vierfach-Platin ausgezeichnet und war 83 Wochen in den Schweizer Albumcharts vertreten, davon 43 Wochen in den Top 20. Die daraus veröffentlichten Singles Legändä & Heldä, Chef und Manhattan konnten sich alle in den Top 20 der Schweizer Hitparade platzieren, wobei Legendä & Heldä direkt auf Platz 1 der Single-Charts einstieg. Im Jahr 2011 nahm Bligg das Album gemeinsam mit der Youngblood Brass Band neu auf und veröffentlichte es unter dem Titel Brass aber herzlich.

Am 16. August 2013 wurde die Vorabsingle MundART zum nächsten Album veröffentlicht. Sie erreichte Platz 3. Das Album Service Publigg erschien am 25. Oktober 2013 und wurde sein drittes Nummer-eins-Album in Folge. Ab Februar 2014 soll eine Service-Publigg-Tour 2014 folgen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 wurde Bligg für sein Album 0816 mit dem Swiss Music Award in der Kategorie Best Album Urban National ausgezeichnet. Bei der in Zürich veranstalteten Preisverleihung war der Musiker zudem in der Rubrik Best Song National nominiert.[11]

Im Jahr 2011 gewann er mit Legändä & Heldä beim Swiss Music Award in der Kategorie Best Song National.[12]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben
  • 2001: Relaxtra (EP)
  • 2001: Normal
  • 2004: Odyssey
  • 2004: Odyssey Club (EP)
  • 2005: Okeydokey (Mixtape)
  • 2006: Mit Liib & Seel
  • 2007: Yves Spink
  • 2008: 0816
  • 2009: 0816 nackt (Deluxe Version von 0816)
  • 2010: Bart aber herzlich
  • 2011: Brass aber herzlich (Deluxe-Version von Bart aber herzlich)
  • 2013: Service Publigg
  • 2014: Service Publigg - Live im Volkshaus
Mit Lexx als Bligg’n’Lexx
  • 1999: Schnitzeljagd (Maxi)
  • 2000: Nahdisnah (Album)
  • 2000: Du & ich (Maxi)
Singles
  • 2001: Alles scho mal ghört (mit Emel)
  • 2001: Raw Dawgz (mit Tha Alkaholiks)
  • 2001: Relaxtra (mit Lexx & Stress)
  • 2004: Single
  • 2004: King Size (mit Kool Savas)
  • 2005: Gang nöd
  • 2007: Susanne
  • 2007: Börn Baby
  • 2007: Volksmusigg (mit Streichmusik Alder)
  • 2008: Für's Läbe
  • 2008: Rosalie
  • 2009: Musigg i dä Schwiiz
  • 2009: Stahn uf (mit Baschi, Stress, Ritschi und Seven)
  • 2009: Signal
  • 2010: Legendä und Heldä
  • 2010: Chef
  • 2011: Manhattan
  • 2011: I'd Kill for You (featuring Jessy Howe)
  • 2013: Mundart
  • 2013: Hilf mir
  • 2014: Mamacita
Sonstige
  • 1995: Zürisläng Freischtiil (Vinyl mit Lügner, Tiisär und DJ Cutmando)

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartdiskografie Schweiz
  2. a b c Laut.de: Biografie des Rappers
  3. Hitparade.ch: Normal in den Schweizer Charts
  4. Hitparade.ch: Odyssey in den Schweizer Charts
  5. Schulfernsehen SF DRS: «Dossier Suizid» (PDF-Datei; 104 kB)
  6. Hitparade.ch: Yves Spink in den Schweizer Charts
  7. Music.ch: In Bliggs Kopf und Schlafzimmer
  8. a b Interview mit Bligg
  9. Hitparade.ch: 0816 in den Schweizer Charts
  10. Hitparade.ch: Rosalie in den Schweizer Charts
  11. Medienmitteilung zu den Swiss Music Awards 2009
  12. 20 Minuten online – Bligg wurde gefeiert, um Lee getrauert. Abgerufen am 4. März 2011.