Brandshagen

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54.23888888888913.17805555555610Koordinaten: 54° 14′ 20″ N, 13° 10′ 41″ O

Brandshagen
Gemeinde Sundhagen
Höhe: 10 m
Fläche: 24,04 km²
Einwohner: 1292 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 7. Juni 2009
Postleitzahl: 18519
Vorwahl: 038328
Brandshagen (Mecklenburg-Vorpommern)
Brandshagen

Lage von Brandshagen in Mecklenburg-Vorpommern

Brandshagen ist ein Ortsteil der Gemeinde Sundhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen rund elf Kilometer südöstlich von Stralsund.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Brandshagen wurde erstmals 1249 urkundlich erwähnt. Damals trug das Dorf noch den Namen Boranteshagen. Benannt wurde der Ort wahrscheinlich nach Borante, einem Fürstensohn aus Putbus (Insel Rügen). Dieser erbaute hier, was Ausgrabungen bewiesen, eine Slawenburg.

Der heutige Mittelpunkt des Dorfes ist die alte Kirche. Um diesen Dorfkern entstand das Dorf. In den Zeiten des Krieges war Brandshagen oft von Leid geplagt, da es dicht neben der damals, militärisch wichtigen Stadt Stralsund liegt. So im Dreißigjährigen Krieg, als Wallensteins Truppen in Brandshagen lagen, oder zur Zeit der Napoleonischen Kriege, als die Brandshäger Bürger zuerst von französischen Regulären und dann von Ferdinand von Schills Freiheitstruppen ausgeplündert wurden.

Jüdischer Friedhof in Niederhof

Bereits im 18. Jahrhundert begruben jüdische Bürger aus Stralsund, Greifswald und anderen Orten ihre Angehörigen auf einem Jüdischen Friedhof, den sie nördlich des Ortsteils Niederhof kurz vor der Küste des Strelasundes angelegt hatten. Nach der letzten Beisetzung 1850 verfiel der Friedhof, wurde aber seit 1964 wieder hergerichtet und zum Kulturdenkmal erklärt.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden auch Brandshäger Männer zum Volkssturm eingezogen, um gegen die vorrückende Rote Armee zu kämpfen, jedoch gingen sie mit weißer Flagge dem sowjetischen Panzergeschwader entgegen.

In den 1980er Jahren entstanden mehrere Neubaugebiete und drei Plattenbauten. Im Jahr 1994 wurde neues Bauland erschlossen, an das später noch ein weiterer Straßenzug angegliedert wurde.

Die zuvor selbstständige Gemeinde Brandshagen schloss sich am 7. Juni 2009 mit den Gemeinden Behnkendorf, Horst, Kirchdorf, Miltzow, Reinberg und Wilmshagen zur neuen Gemeinde Sundhagen zusammen.[1] Die Gemeinde Brandshagen bestand aus den Ortsteilen Groß-Miltzow, Middelhagen, Neuhof, Niederhof, Schönhof, Wüstenfelde und Brandshagen.

Das ehemalige Gemeindewappen von Brandshagen

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 13. April 1999 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 185 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt von Silber und Blau; oben drei grüne Laubbäume balkenweise; unten ein silberner Fisch.“

Das Wappen wurde von dem Brandshagener Matthias Wennrich gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde zeigte in drei Längsstreifen die Farben Grün-Silber (Weiß)-Blau. Der grüne und der blaue Streifen nehmen jeweils zwei Neuntel der Flaggenhöhe ein. Der silberne (weiße) Mittelstreifen nimmt fünf Neuntel der Höhe des Flaggentuchs ein und ist in der Mitte mit dem Gemeindewappen belegt. Die Höhe des Wappenschildes verhält sich zur Höhe des Flaggentuchs 4:9. Höhe und Länge des Flaggentuchs verhalten sich zueinander wie 3:5.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche in Brandshagen

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch die ehemalige Gemeinde führen die Bundesstraße 105 nach Greifswald und die B 96, die als Kraftfahrstraße Stralsund mit der Autobahn A 20 bei der etwa 20 Kilometer entfernten Anschlussstelle Stralsund verbindet.
Durch den ehemaligen Ortsteil Wüstenfelde, in dem sich ein Bahnhof befindet, führt die Eisenbahnstrecke Stralsund–Greifswald.
Der ehemalige Ortsteil Niederhof liegt direkt am Strelasund. Ebenfalls am Strelasund – bei der Verbindung zum Deviner See – befindet sich die Marina Neuhof.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brandshagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien