Bundesstraße 105

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 105 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Mallnitzer Straße.

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Bundesstraße 105 in Deutschland
Bundesstraße 105
Karte
Verlauf der B 105
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
weiterer Betreiber: Warnowtunnel:
Warnowquerungsgesellschaft
Straßenbeginn: Selmsdorf
(53° 53′ N, 10° 52′ O53.88346910.864347)
Straßenende: Greifswald
(54° 5′ N, 13° 21′ O54.08977813.343847)
Gesamtlänge: 182 km

Bundesland:

Nutzungsvoraussetzung: Warnowtunnel: Maut
Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Bundesstraße 105 zwischen Gelbensande und Altheide
Bundesstraße 105 zwischen Gelbensande und Altheide

Die Bundesstraße 105 (kurz: B 105) ist eine Bundesstraße in Deutschland. Sie beginnt in Greifswald und endet in Lübeck. Die B 105 verläuft an mehreren Stellen auf der Trasse der Nordostdeutschen Hanse-Route[2], einer Ferienstraße, die ihrerseits weitgehend den Verlauf der historischen Hansischen Ostseestraße nachvollzieht.

Geschichte[Bearbeiten]

Chausseehaus in Mallentin

Der Abschnitt zwischen Rostock und Ribnitz wurde 1842 fertiggestellt, das Teilstück von Lübeck über Grevesmühlen nach Wismar im Jahre 1847. Auf diesem Abschnitt finden sich noch zwei historische Chausseehäuser, das Chausseehaus in Mallentin steht unter Denkmalschutz. Die B 105 ist Teil der ehemaligen Transitstrecke von Lübeck zum Fährhafen Sassnitz.

Um der steigenden Verkehrsdichte gerecht zu werden, ist der Abschnitt zwischen Rostock und Stralsund in den 1970er Jahren ausgebaut worden. Hierbei wurden neben dem grundhaften Ausbau im größten Teil der Querschnitt und Kurvenradien vergrößert, dem vor allem die Alleebäume zum Opfer fielen. Heute findet man nur noch im Abschnitt zwischen Mönchhagen und Altheide auf der südlichen Seite Straßenbäume.

Bis zur Fertigstellung der Bundesautobahn 20 waren vor allem die Abschnitte vor Rostock, Stralsund und um Ribnitz-Damgarten stauträchtig.

Im Zusammenhang mit dem Umbau der Autobahnanschlussstelle Rostock-Ost (A 19) in den 1990er Jahren und dem Neubau des Hansecenters wurde die B 105 auf die neugebaute Ortsumgehung Bentwisch verlegt.

Am 14. Juni 2002 lag der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Ribnitz vor und wurde nach der vierwöchigen öffentlichen Auslegung in Ribnitz-Damgarten rechtskräftig. Am 2. November 2004 erfolgte die Verkehrsfreigabe für den rund 5,8 Kilometer langen und etwa 25 Millionen Euro teuren Neubau.

Das ehemalige Teilstück der B 96 zwischen Brandshagen (bei Stralsund) und der Ortsumgehung Greifswald gehört seit 2006 zur B 105, die hier jetzt nahtlos in die B 109 übergeht.

Der letzte zweistreifige Bauabschnitt der Ortsumgehung Stralsund im Zuge der B 105 wurde am 1. September 2009 dem Verkehr übergeben [3]. Er ist 3,6 Kilometer lang, die Kosten betragen rund 13,3 Millionen Euro. Der erste, vierstreifige Bauabschnitt mit 1,9 Kilometern Länge und Kosten in Höhe von 11,6 Millionen Euro ist bereits seit Juli 2004 unter Verkehr. Der gesamte Bauabschnitt ist zu 65 Prozent aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Mit der Verkehrsfreigabe ist die Neustrukturierung des Bundesfernstraßennetzes auf dem Festland der Region Stralsund weitestgehend abgeschlossen, so dass die Innenstadt Stralsund nun vollständig umfahren werden kann. Für die Ortsumgehung Stralsund sind dabei Gesamtkosten von 134 Millionen Euro entstanden.

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 105 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. in Rostock vierstreifig autobahnähnlich ausgebaut
  2.  Baedeker Allianz (Hrsg.): Reiseführer Deutschland. Ein As im Ärmel. Verlag Mair-Dumont, S. 129f.
  3. Ortsumgehung Stralsund ab heute komplett. Schlotmann: Fernverkehr rollt an Stadt vorbei. In: stralsund.de. Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, 1. September 2009, abgerufen am 31. Dezember 2011 (Pressemitteilung).
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