Landkreis Vorpommern-Rügen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Vorpommern-Rügen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Vorpommern-Rügen hervorgehoben54.2513.02Koordinaten: 54° 15′ N, 13° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz: Stralsund
Fläche: 3.188 km²
Einwohner: 223.718 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG, Stralsund: HST Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Kreisschlüssel: 13 0 73
Kreisgliederung: 105 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Carl-Heydemann-Ring 67
18437 Stralsund
Webpräsenz: www.lk-vr.de
Landrat: Ralf Drescher (CDU)
Lage des Landkreises Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern
Polen Königreich Dänemark Schleswig-Holstein Niedersachsen Brandenburg Müritz Stettiner Haff Ostsee Schwerin Hansestadt Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-ParchimKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Vorpommern-Rügen ist ein Landkreis im deutschen Land Mecklenburg-Vorpommern und besteht aus dem nördlichen Teil Vorpommerns und einem kleinen Teil Mecklenburgs westlich von Recknitz und Trebel. Kreisstadt ist die Hansestadt Stralsund. In Bergen auf Rügen, Grimmen, Ribnitz-Damgarten und Barth befinden sich Außenstellen der Kreisverwaltung.

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis Vorpommern-Rügen grenzt im Südosten an den Landkreis Vorpommern-Greifswald, im Südwesten an den Landkreis Rostock und ein kleiner Teil im Süden an den größten Landkreis Deutschlands, Mecklenburgische Seenplatte. Wichtigste Flüsse im Landkreis Vorpommern-Rügen sind die Recknitz, die Trebel und die Barthe. Zum Kreisgebiet gehört auch die größte Insel Deutschlands, Rügen, mit den zwei vorgelagerten kleinen Inseln Hiddensee und Ummanz. Ebenfalls gehört die Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst südlich der Ostsee, die ein bedeutendes Tourismusgebiet darstellt, zum Kreisgebiet.

Vorpommern-Rügen ist der nach Fläche fünftgrößte Landkreis in der Bundesrepublik Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Der heutige Landkreis Vorpommern-Rügen umfasst den nordwestlichen Teil Vorpommerns, den nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil der vormals preußischen Provinz Pommern, und im Westteil einen Streifen mecklenburgischen Kernlandes westlich von Recknitz und Trebel.

DDR[Bearbeiten]

1945 wurde auf Veranlassung der sowjetischen Besatzungsmacht das Land Mecklenburg-Vorpommern gegründet, das 1947 in „Mecklenburg“ umbenannt wurde. Die mittlere Ebene der staatlichen Verwaltung in der DDR wurde 1952 umorganisiert. An die Stelle von Ländern traten DDR-Bezirke. Das Gebiet des „Landes Mecklenburg“ wurde auf die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg aufgeteilt.

Im Bezirk Rostock wurden zeitgleich auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Vorpommern-Rügen die DDR-Kreise Rügen, Stralsund, Grimmen und Ribnitz-Damgarten sowie der Stadtkreis Stralsund gebildet. Die historische Grenze zwischen Pommern und Mecklenburg wurde bei der Planung der Kreise außer Acht gelassen. Dem Kreis Ribnitz-Damgarten wurden in diesem Zusammenhang einige westlich des ehemaligen Grenzflusses Recknitz gelegene mecklenburgische Gemeinden zugeordnet, was zur Folge hat, dass der „Landkreis Vorpommern-Rügen“ auch aus Teilen mecklenburgischen Gebietes gebildet wird.

Kreisgebietsreform 1994[Bearbeiten]

1994 entstand durch die Fusion der DDR-Kreise Grimmen, Stralsund und Ribnitz-Damgarten der Landkreis Nordvorpommern. Der Landkreis Rügen bestand weiter, der Stadtkreis Stralsund wurde zur kreisfreien Stadt Stralsund.

Kreisgebietsreform 2011[Bearbeiten]

Der jetzige Landkreis Vorpommern-Rügen (Planungsname: Landkreis Nordvorpommern) entstand im Zuge der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 am 4. September 2011 aus den Landkreisen Nordvorpommern und Rügen sowie der bislang kreisfreien Hansestadt Stralsund. Als Kreisstadt wurde Stralsund festgelegt.

Am Tag des Inkrafttretens der Kreisgebietsreform und zeitgleich mit der Landtagswahl wählten die Wähler den neuen Kreistag und stimmten über den Kreisnamen ab.[2] Zur Wahl stand auch der Name Ostseekreis Stralsund, vorgeschlagen vom Landkreis Nordvorpommern und der Hansestadt Stralsund.[3] „Vorpommern-Rügen“ gewann mit einer knappen Mehrheit von lediglich 51,0 %.[4]

Städte, Gemeinden und Ämter[Bearbeiten]

Ämter und Gemeinden im Landkreis Vorpommern-Rügen

(Einwohner am 31. Dezember 2012[5])

Amtsfreie Gemeinden

  1. Binz (5146)
  2. Grimmen, Stadt (9965)
  3. Marlow, Stadt (4668)
  4. Putbus, Stadt (4294)
  5. Sassnitz, Stadt (9498)
  6. Stralsund, Hansestadt (57.357)
  7. Süderholz [Sitz: Poggendorf] (3984)
  8. Zingst (3030)

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden und Städten
* Sitz der Amtsverwaltung

  1. Altenpleen * (952)
  2. Groß Mohrdorf (741)
  3. Klausdorf (642)
  4. Kramerhof (1774)
  5. Preetz (1006)
  6. Prohn (2004)
  1. Barth, Stadt * (8629)
  2. Divitz-Spoldershagen (466)
  3. Fuhlendorf (792)
  4. Karnin (214)
  5. Kenz-Küstrow (519)
  6. Löbnitz (605)
  7. Lüdershagen (572)
  8. Pruchten (731)
  9. Saal (1559)
  10. Trinwillershagen (1164)
  1. Bergen auf Rügen, Stadt * (13.651)
  2. Buschvitz (236)
  3. Garz/Rügen, Stadt (2210)
  4. Gustow (636)
  5. Lietzow (246)
  6. Parchtitz (758)
  7. Patzig (473)
  8. Poseritz (1033)
  9. Ralswiek (227)
  10. Rappin (312)
  11. Sehlen (865)
  1. Ahrenshoop (637)
  2. Born a. Darß * (1144)
  3. Dierhagen (1476)
  4. Prerow (1509)
  5. Wieck a. Darß (711)
  6. Wustrow (1164)
  1. Franzburg, Stadt * (1467)
  2. Glewitz (551)
  3. Gremersdorf-Buchholz (663)
  4. Millienhagen-Oebelitz (358)
  5. Papenhagen (552)
  6. Richtenberg, Stadt (1381)
  7. Splietsdorf (484)
  8. Velgast (1820)
  9. Weitenhagen (232)
  10. Wendisch Baggendorf (567)
  1. Elmenhorst (736)
  2. Sundhagen * (5131)
  3. Wittenhagen (1147)
  1. Baabe * (853)
  2. Gager (404)
  3. Göhren (1224)
  4. Lancken-Granitz (385)
  5. Middelhagen (594)
  6. Sellin (2439)
  7. Thiessow (373)
  8. Zirkow (655)
  1. Groß Kordshagen (343)
  2. Jakobsdorf (490)
  3. Kummerow (326)
  4. Lüssow (785)
  5. Neu Bartelshagen (335)
  6. Niepars * (1832)
  7. Pantelitz (740)
  8. Steinhagen (2526)
  9. Wendorf (930)
  10. Zarrendorf (1035)
  1. Altenkirchen (985)
  2. Breege (626)
  3. Dranske (1187)
  4. Glowe (1006)
  5. Lohme (451)
  6. Putgarten (209)
  7. Sagard * (2410)
  8. Wiek (1130)
  1. Bad Sülze, Stadt (1707)
  2. Dettmannsdorf (986)
  3. Deyelsdorf (511)
  4. Drechow (241)
  5. Eixen (777)
  6. Grammendorf (528)
  7. Gransebieth (581)
  8. Hugoldsdorf (141)
  9. Lindholz (671)
  10. Tribsees, Stadt * (2637)
  1. Ahrenshagen-Daskow (2049)
  2. Ribnitz-Damgarten, Stadt * (15.058)
  3. Schlemmin (286)
  4. Semlow (733)
  1. Altefähr (1184)
  2. Dreschvitz (777)
  3. Gingst (1388)
  4. Insel Hiddensee (1010)
  5. Kluis (398)
  6. Neuenkirchen (328)
  7. Rambin (992)
  8. Samtens * (1987)
  9. Schaprode (473)
  10. Trent (750)
  11. Ummanz (563)

Gebietsänderungen[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

2011[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2011
Amtliches Endergebnis (%) [6]
 %
40
30
20
10
0
35,1
19,5
19,4
6,2
4,7
4,3
10,8
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009[7]
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,2
-0,6
+7,5
+3,9
-4,6
+2,1
-3,1

Aufgrund der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 wurde eine Neuwahl des Kreistags erforderlich. Der Kreistag des neuen Landkreises Vorpommern-Rügen besteht aus 69 Abgeordneten. Nach der Wahl vom 4. September 2011 setzt er sich wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 24
Die Linke 14
SPD 14
Bündnis 90/Die Grünen 4
FDP 3
NPD 3
Bauernverband (BV) 2
Bürger für Stralsund (BfS) 2
Bündnis für Rügen (BfR) 2
Einzelbewerber Michael Adomeit 1

Die Wahlbeteiligung betrug 48,3 %.[6] Nach der Wahl schlossen CDU und SPD ein Regierungsbündnis. Sitzverteilung im Kreistag Vorpommern-Rügen

2014[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
Vorläufiges Endergebnis (%) [8]
 %
50
40
30
20
10
0
41,1
16,9
13,4
5,6
4,6
3,6
2,5
12,3
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011[8]
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+6,0
-2,6
-6,0
-0,6
+4,6
-1,1
-1,8
+1,5

Am 25. Mai 2014 fand, zeitgleich zur Europawahl, die zweite Wahl zum neuen Kreistag statt. Der Kreistag besteht wieder aus 69 Abgeordneten. Die Wahlbeteiligung betrug 44,9 %.[8]

Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Landrat[Bearbeiten]

Der Landrat oder die Landrätin wurde in einer Stichwahl zwischen Ralf Drescher (CDU, ehemaliger Landrat von Nordvorpommern) und Kerstin Kassner (Linke, ehemalige Landrätin von Rügen) am 18. September 2011 entschieden. In der Tabelle sieht man die Ergebnisse.

Kandidat 1. Wahlgang (4. Sept. 2011)[9] Stichwahl (18. Sept. 2011)[10]
Stimmen Anteil[Basis 1] Stimmen Anteil[Basis 2]
Ralf Drescher (CDU) 39.487 42,5 % 33.206 51,7 %
Kerstin Kassner (Die Linke) 33.121 35,7 % 31.079 48,3 %
Peter van Slooten (SPD) 14.047 15,1 %
Kai Danter (B90/ Die Grünen) 6.203 6,7 %
Mögliche Stimmen 198.301 100,0 % 197.683 100,0 %
  davon abgegebene Stimmen 95.322 48,1 % 64.767 32,8 %
    davon gültige Stimmen 92.858 97,4 % 64.285 99,3 %
Anmerkungen:
  1. Um gewählt zu werden, benötigt ein Kandidat mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen
  2. Der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, ist gewählt.

Der Landrat des neuen Großkreises Vorpommern-Rügen ist der CDU-Kandidat Ralf Drescher.

Wappen, Flagge und Dienstsiegel[Bearbeiten]

Der Kreistag hat am 17. Dezember 2012 die Führung des nachstehend beschriebenen Wappens beschlossen, die der Minister für Inneres und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern durch Urkunde vom 7. März 2013 genehmigte. Das Wappen wurde unter der Nummer 345 in die Wappenrolle des Landes eingetragen.

Wappenbeschreibung
„Über blauem Schildfuß, darin ein schreitender rot gezungter goldener Greif mit aufgeworfenem Schweif, gespalten vorn in Gold ein linksgewendeter, aufgerichteter, rot gezungter schwarzer Greif mit aufgeworfenem Schweif, die unteren Schwungfedern des Flügels silbern, hinten in Gold ein aus schwebenden, offenen roten Stufengiebel aus fünf Steinen wachsender, rot gekrönter, gezungter und bewerter, doppelgeschweifter schwarzer Löwe. Dem Spalt aufgelegt zwischen den Fängen des Greifen und den Pranken des Löwen, die nicht berührend, ein roter Schild mit einer silbernen Pfeilspitze überhöht von einem silbernen Tatzenkreuz.“ [11][12]
Bedeutung

Die gewählten Symbole des Wappens geben die historischen Wurzeln des heutigen Landkreises Vorpommern-Rügen wider, alle Teile des neuen Landkreises sind repräsentiert: Der schwarze Greif steht für die vorpommerschen Gebiete. Er ist schon seit dem Mittelalter das Symbol für Vorpommern. Und das größte Gebiet des neuen Kreises ist ehemals Nordvorpommern. Rügen, sowohl der Kreis als auch die Insel, wurde bereits seit dem 13. Jahrhundert von einem schwarzen Löwen auf einem roten Stufengiebel symbolisiert. Auch dieses Symbol hat natürlich seinen Platz im neuen Wappen gefunden. Das gilt ebenso für das Wappen der Hansestadt Stralsund, das von Greif und Löwen mittig gehalten wird. Und der blaue Schildfuß mit dem schreitenden goldenen Greifen symbolisiert den mecklenburgischen Teil des neuen Kreisgebiets, Teile der ehemaligen Herrschaft Rostock.

Die Gemeindewappen des Landkreises sind in der Liste der Wappen im Landkreis Vorpommern-Rügen aufgeführt.

Der Kreistag hat am 2. September 2013 die Annahme der nachstehend beschriebenen Flagge beschlossen.[13] Die Genehmigung durch das zuständige Innenministerium steht noch aus. Allerdings hat es bereits mit Schreiben vom 7. August 2013 auf die Genehmigungsfähigung des jetzt beschlossenen Entwurfs hingewiesen.[14]

Flaggenbeschreibung
„Die Flagge des Landkreises Vorpommern-Rügen ist gleichmäßig längs gestreift von Blau und Gelb. In der Mitte des Flaggentuches liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des blauen und des gelben Streifens übergreifend, das Landkreiswappen. Die Höhe des Flaggentuches verhält sich zur Länge wie 3:5.“[13]
Dienstsiegel

Der Landkreis Vorpommern-Rügen führt ein Dienstsiegel. Das Dienstsiegel enthält das Wappen mit der Umschrift „Landkreis Vorpommern-Rügen“ in Großbuchstaben mit einer fortlaufenden Nummerierung.[12] Vor der Annahme und Genehmigung eines eigenen Kreiswappens führte der Landkreis das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteiles Vorpommern, einen aufgerichteten Greifen mit aufgeworfenem Schweif als Dienstsiegel.[15]

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehr in Stralsund[Bearbeiten]

Die Rügenbrücke verbindet das Festland mit Rügen, der größten deutschen Insel
Stralsunder Yachthafen

Das bedeutendste Verkehrsbauwerk bei Stralsund ist seit 2007 die als Hochbrücke errichtete neue Rügenbrücke über den Strelasund, die den alten Rügendamm entlasten soll. Stralsund hat einen Zubringer zur Bundesautobahn 20 und liegt an den Bundesstraßen B 105 aus Richtung Rostock bzw. Greifswald/Neubrandenburg, B 194 aus Richtung Grimmen und B 96 aus Richtung Bergen auf Rügen.

Per Bahn ist Stralsund über die Bahnhöfe Stralsund Hbf, Stralsund-Rügendamm und den Halt Stralsund-Grünhufe aus Richtung Berlin (über Prenzlau oder Neubrandenburg) und Rostock (und über Rostock aus Hamburg) erreichbar. Weiterhin existiert eine Bahnlinie nach Bergen, Sassnitz und Binz auf der Insel Rügen.

Stralsund hat einen Stadthafen und mehrere Yachthäfen und wird von Yachten, Fluss- und Seekreuzfahrtschiffen angefahren. Ebenfalls besteht ein Seehafen für Frachtschiffe. Im Jahre 2006 wurden mehr als 1.000.000 Tonnen Güter umgeschlagen. Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Ostseeflughafen Stralsund-Barth, der Flughafen Rostock-Laage und der Flugplatz Stralsund (direkt nördlich von Stralsund).

Die Nahverkehr Stralsund GmbH bedient mit Bussen das Stadtgebiet und die nähere Umgebung. Bis 1966 verkehrten auch noch Straßenbahnen.

Der Radwanderweg entlang der Deutschen Alleenstraße und der internationale Ostseeküsten-Radweg (deutscher Teil: Ostseeküstenroute (D2)) verlaufen an Stralsund vorbei.

Verkehr im ehemaligen Landkreis Rügen[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 96 ist die Hauptader des Straßenverkehrs auf Rügen. Die erste Brücke, der Rügendamm zwischen Stralsund auf dem Festland und Altefähr auf Rügen, wurde im Jahre 1936, eine zweite Brücke 2007 fertiggestellt. Die Bahnstrecke von Lietzow bis Stralsund ist zweigleisig und elektrifiziert. Die weiteren Abschnitte nach Sassnitz und Binz sind eingleisig ausgeführt. Flugverkehr mit kleinen Maschinen erfolgt über den Flugplatz Rügen.

Große Straßen im Kreisgebiet[Bearbeiten]

Durch den Landkreis Vorpommern-Rügen verläuft die Bundesautobahn A 20, die vom Kreuz Uckermark in Brandenburg bis nach Bad Segeberg in Schleswig-Holstein reicht. Darüber hinaus ziehen sich mit der B 105, der B 194 und der B 96 drei Bundesstraßen durch den Großkreis.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten]

Die Fachhochschule Stralsund wurde 1990 gegründet. Die Hochschule ist in staatlicher Trägerschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Berufsschulen[Bearbeiten]

Seit 2002 gibt es mit dem IT-College in Putbus auf Rügen eine Höhere Berufsfachschule für Informatik.

Berufsfachschulen mit verschiedenen fachlichen Ausrichtungen gibt es u.a. in Stralsund, Barth und Ribnitz-Damgarten.

Schulen[Bearbeiten]

Im Kreis gibt es unter anderem folgende staatlichen Gymnasien:

Religion[Bearbeiten]

Im Landkreis Vorpommern-Rügen gibt es evangelisch-lutherische Kirchgemeinden, diese gehören größtenteils zum Kirchenkreis Stralsund der Pommerschen Evangelischen Kirche und zu einem geringen Teil zum Kirchenkreis Rostock der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Die katholischen Gemeinden gehören größtenteils zum Dekanat Vorpommern des Erzbistums Berlins und geringfügig zum Dekanat Rostock des Erzbistums Hamburg.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 4. September 2011 wurden dem Landkreis die Unterscheidungszeichen NVP (Nordvorpommern) und RÜG (Rügen) der beiden Altkreise zugewiesen. Diese behielten ihre Gültigkeit auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald, bis dort am 1. Februar 2012 das Kürzel VR eingeführt wurde. Die Hansestadt Stralsund behielt ihr Kürzel HST und gibt es bis heute aus. Auch der Teilkreis Rügen behielt sein Kürzel. Dieses galt aber nur auf den Inseln Rügen und Hiddensee neben dem möglichen VR.

Seit dem 15. März 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen GMN (Grimmen), NVP und RDG (Ribnitz-Damgarten) erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ergebnis der Abstimmung zum Namen des neuen Landkreises
  3. Namensvorschläge für die Benennung der neuen Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern
  4. Wahlabstimmung über die neuen Kreisnamen vom 4. September 2011
  5. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011)
  6. a b Die Landeswahlleiterin Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 5. September 2011
  7. Die Landeswahlleiterin Mecklenburg-Vorpommern, Endergebnis der Kreistagswahl 2009, umgerechnet auf das Wahlgebiet 2011, abgerufen am 5. September 2011
  8. a b c Kommunalwahl: Klarer Wahlsieg für die CDU, abgerufen am 29. Mai 2014
  9. Wahlergebnisse vom 4. September 2011 (PDF; 11 kB)
  10. Stichwahlergebnisse vom 18. September 2011
  11. Wappenbrief
  12. a b § 2 der Hauptsatzung des Landkreises Vorpommern-Rügen
  13. a b Beschluss zur Annahme einer Flagge für den Landkreis Vorpommern-Rügen vom 2. September 2013 (PDF, 202 KB)
  14. Beschlussvorlage BV/1/0280 (PDF, 267 KB)
  15. § 2 der Urfassung der Hauptsatzung des Landkreises Vorpommern-Rügen (PDF, 721 KB, Bekanntmachung vom 30. November 2011)