Bryan Singer

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Bryan Singer auf der Comic-Con 2013

Bryan Singer (* 17. September 1965 in New York City) ist ein amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Bryan Singer wuchs in einem jüdischen Haushalt auf. Schon in seiner Kindheit unternahm er Experimente mit einer Super8-Kamera. Für ihn und seine High-School-Freunde Christopher McQuarrie und Ethan Hawke stand schon früh fest, dass sie ins Filmgeschäft wollten. Singer steht offen zu seiner Homosexualität.

Singer macht seinen Abschluss an der School of Visual Arts in New York und der USC Cinema School in Los Angeles. An der USC Cinema School lernte er John Ottman kennen, der mit Ausnahme von X-Men die Musik für Singers Filme schrieb und als Cutter arbeitete. Er lernte ebenfalls Kenneth Kokin kennen, der die beiden ersten Kinofilme von Singer produzierte.

Nach seinem Abschluss führte er in dem nur 16.000 US-Dollar teuren Kurzfilm Lion's Den, den er mit seinem Kindheitsfreund Ethan Hawke drehte, Regie.

Sein erster Kinofilm war 1993 Public Access, der den Großen Preis der Jury beim Sundance Film Festival gewinnen konnte. Durch den Erfolg konnte er sich an ein größeres Projekt wagen.

Zwei Jahre später gelang Singer mit Die üblichen Verdächtigen in nur 35 Drehtagen der große Durchbruch. Der Film erhielt durchweg positive Kritiken und gewann zwei Oscars (bestes Drehbuch, bester Nebendarsteller Kevin Spacey).

Singers drittes Kinoprojekt Der Musterschüler (1998) floppte in den Kinos. So war es überraschend, dass er den Auftrag für das Projekt X-Men mit einem Budget von 100 Millionen US-Dollar bekam.

Singer führte bei X-Men aus dem Jahr 2000 sowie bei X-Men 2 von 2003 Regie und beteiligte sich am Drehbuch. In Interviews betonte Singer, dass seine Identität als Jude und offen bekennender Schwuler seine Sicht auf eines der Hauptmotive der X-Men-Filme, den Umgang mit Minderheiten, entscheidend beeinflusste.[1]

2004 inszenierte er zwei Episoden der Fernsehserie Dr. House, im Jahr darauf war er als Drehbuchautor an dem Fernsehfilm Bermuda Dreieck – Tor zu einer anderen Zeit beteiligt.

Der dritte Teil der Serie X-Men: Der letzte Widerstand wurde von Brett Ratner gedreht und erschien 2006. Singer entschied sich stattdessen, sich mit der Regie des Superman-Films Superman Returns einen Kindheitstraum zu erfüllen. Der Film feierte seine Premiere Ende Juni 2006.

Im Sommer 2007 drehte er in Berlin den Film Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat über das Stauffenberg-Attentat. Singers Filmprojekt The Mayor of Castro Street über den Schwulenrechtler Harvey Milk wurde aufgegeben als klar wurde, dass Milk, eine Verfilmung desselben Stoffes von Gus Van Sant, früher in den Kinos sein würde. Für die Nachfolgeproduktion von Superman Returns wurde Zack Snyder verpflichtet. Im Dezember 2011 gab NBC bekannt, dass Singer die Pilotfolge der Neuauflage der Serie The Munsters übernehmen wird.[2] Die Wiederbelebung der Serie wird unter dem Titel "Mocking Bird Lane" laufen und beruht auf einer Drehbuchvorlage von Bryan Fuller.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

als Regisseur[Bearbeiten]

als Produzent[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Film Star Trek: Nemesis hat Singer einen kurzen Gastauftritt als taktischer Offizier der Enterprise. Den Darsteller von Captain Picard, Patrick Stewart, kennt Singer von den Dreharbeiten zu den X-Men-Filmen. Als Stewart hörte, dass Singer großer Star-Trek-Fan sei, verschaffte er ihm den Auftritt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bryan Singer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BBC-Interview mit Bryan Singer, siehe http://www.bbc.co.uk/films/2003/04/25/bryan_singer_x_men_2_interview.shtml
  2. Even More on The Munsters Redux
  3. Mockingbird Lane Production Bumped