Star Trek: Nemesis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Star Trek: Nemesis ist der zehnte Star-Trek-Kinofilm sowie der vierte und letzte Film, der auf der Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert basiert. Die Produktionskosten des Films betrugen etwa 60 Millionen US-Dollar, er spielte an den Kinokassen etwa 67,3 Millionen US-Dollar ein.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Nach einem Anschlag im Senat von Romulus, dem Heimatplaneten der Romulaner, bei der mit Ausnahme der Verschwörerin alle Senatoren getötet wurden, ergreift Shinzon, ein Bewohner des unwirtlichen Bruderplaneten Remus, die Macht im Romulanischen Imperium.

Während die Crew der Enterprise-E sich auf dem Weg nach Betazed befindet, um nach der Zeremonie auf der Enterprise die Hochzeit zwischen Troi und Riker auch dort zu feiern, fangen die Sensoren von einem Planeten am Rand der neutralen Zone positronische Signale auf, die auf eine Lebensform, die Data ähnlich sein müsste, hindeuten. Dort finden Picard, Data und Worf schließlich Androiden-Einzelteile und lassen sie auf der Enterprise zusammensetzen. Dieser Android nennt sich B-4 und erweist sich als Prototyp von Data (im Englischen ergibt sich hier ein Wortspiel, da B-4 = be-four wie before (dt. vorher) ausgesprochen wird).

Daraufhin erhält die Enterprise eine Transmission von Admiral Janeway, welche Picard mitteilt, dass das Sternenflottenkommando die Enterprise in einer diplomatischen Mission nach Romulus entsendet, da Shinzon einen Gesandten der Föderation erbeten hat und die Enterprise das nächste Schiff ist.

Dort trifft die Crew auf Shinzon, der enthüllt, dass er kein Remaner oder Romulaner ist, sondern ein Klon von Jean-Luc Picard. Er war im Rahmen eines Projektes der Romulaner, in dem der Captain der Enterprise (Picard) ersetzt werden sollte, geschaffen worden. Das Projekt war aber schließlich fallen gelassen und Shinzon als Zwangsarbeiter auf Remus geschickt worden. Shinzon gibt vor, sein „Vorbild“ Picard näher kennenlernen und Frieden mit der Föderation schließen zu wollen.

Jedoch verfolgt er eigene Ziele und beamt Picard gegen dessen Willen auf sein Schiff, da er eigentlich Picards Körperzellen benötigt - die mit seiner DNA logischerweise identisch sind, um zu überleben. Sein Schiff Scimitar – ein stark umgebautes und verbessertes remanisches Raumschiff und der Enterprise taktisch überlegen – ist mit einer Thalaron-Matrix ausgestattet, einer Waffe, die Thalaron-Strahlung erzeugt, die tödlich für jegliche Lebensformen ist. Der Senat von Romulus wurde mit einer kleineren Version ausgelöscht, die Thalaron-Matrix der Scimitar ist in der Lage, das Leben auf einem ganzen Planeten auszulöschen. Größenwahnsinnig geworden und um sich aus den politischen Schatten seines „DNA-Spenders“ Picard zu befreien, will Shinzon das Weltall auf ewig verändern. So beabsichtigt er, die Erde mit dieser Waffe auszulöschen und die Föderation später für das romulanische Reich zu erobern.

Shinzon hat B-4 so programmiert, dass er diesen kontrollieren kann. B-4 dient daher – ohne es selbst zu wissen – Shinzon als Handlanger und Spion auf der Enterprise. Da LaForge dies rechtzeitig bemerkt, gelingt es Data, an B-4s Stelle zu treten und Picard zu retten.

Die Enterprise flieht schließlich in Richtung Föderationsgebiet, wo bereits andere Schiffe zur Verstärkung warten. In einem Nebel, der die Langstreckenkommunikation blockiert, wird sie von Shinzons Schiff angegriffen, wodurch der Warp-Antrieb außer Funktion gesetzt wird.

Es kommt zu einem Kampf, bei dem die Enterprise Unterstützung von zwei romulanischen Warbirds (Valdore-Klasse) erhält, deren Kommandeure offenbar zur Opposition gegen Shinzon gehören. Shinzons Schiff ist weit überlegen. Nachdem die Warbirds ausgeschaltet, die Schilde der Enterprise nahezu außer Funktion gesetzt und die letzten Photonentorpedos verschossen worden sind, rammt die Enterprise schließlich als letzte Möglichkeit Shinzons Schiff frontal, wobei beide Schiffe schwer beschädigt werden, jedoch bleibt die Primärwaffe der Scimitar einsatzbereit und soll nun gegen die Enterprise eingesetzt werden.

Captain Picard lässt sich schließlich auf Shinzons Schiff beamen, wobei die Transporter der Enterprise durch Überlastung zerstört werden. Data springt daher durch den Weltraum hinüber zu Shinzons Schiff.

Es kommt auf der Scimitar zu einem Showdown zwischen Picard und Shinzon, wobei letzterer den Tod findet. Die Waffe ist aktiviert und würde in wenigen Sekunden die Enterprise zerstören. Data, der Picard inzwischen erreicht hat, schickt ihn mit dem Prototypen eines mobilen Ort-zu-Ort-Transporters zurück auf die Enterprise und opfert sich, indem er mit einem Phaser auf die Waffe feuert und somit eine Explosion auslöst, die Shinzons Schiff und ihn selbst völlig zerstört. Am Ende wird angedeutet, dass B-4 den Platz von Data einnehmen könnte, aber aufgrund seines geringeren Entwicklungsstandes kann er zunächst kein gleichwertiger Ersatz für Data sein.

Hintergrund und Sonstiges[Bearbeiten]

  • Whoopi Goldberg wird – traditionell – nicht im Abspann erwähnt.
  • Hollywood-Regisseur Bryan Singer hat einen Kurzauftritt. Er erscheint als Sternenflottenoffizier auf der Brücke der Enterprise.
  • Wie Regisseur Stuart Baird in einem „Making of“ erzählte, entschloss sich Brent Spiner Data sterben zu lassen, in Übereinkunft mit den Drehbuchschreibern. Spiner begründete diesen Entschluss damit, dass er die Rolle des Androiden zwar all die Jahre sehr gerne gespielt habe, aber es schwer sei, die Spuren seines (Spiners) Alters noch mit Schminke zu vertuschen. Data sollte, laut Roddenberrys Vorstellungen zu Beginn der TV-Serie, nie altern. Zuerst überlegten Spiner und die Drehbuchschreiber, ob es möglich sei, dass Data eventuell doch altere und man dies in den Film einbauen könne, doch entschied man sich dann für Datas Tod. Man räumte Spiner eine Hintertür für ein Comeback ein. Dies tat man, indem man die Datentransferszene zwischen Data und B-4 einbaute und so quasi ein „Backup“ von Data machte. Spiner lehnte jedoch ein Comeback von vornherein ab.
  • Der offizielle Werbespruch zum Film lautete „Die letzte Reise einer Generation beginnt“.[2]
  • Kate Mulgrew tritt in der Rolle der Admiral Kathryn Janeway via Bildschirm auf.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein ohne erkennbare oder gar nachvollziehbare Begeisterung inszeniertes Science-Fiction-Abenteuer, das sich in populärphilosophischen Diskussionen über Identität verfängt. Die Attraktivität der Bilder, die Überzeugungskraft des Drehbuchs und die Leistung mancher Darsteller werden dabei sträflich vernachlässigt.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

„‚Star Trek: Nemesis‘ ist besser als ‚Der Aufstand‘, aber schwächer als ‚Der erste Kontakt‘.“

CINEMA Online[4]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

2003 wurde der Film in vier Kategorien, u. a. als Bester Science-fiction-Film, für den Saturn Award nominiert, konnte jedoch keinen Preis gewinnen. Ebenfalls 2003 gewann der Film einen Young Artist Award in der Kategorie Best Family Feature Film – Fantasy.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. STAR TREK: NEMESIS (englisch) www.boxofficemojo.com. Abgerufen am 28. Juni 2009.
  2. Berman zu "Die letzte Reise einer Generation beginnt". 14. September 2002. Abgerufen am 22. Juni 2012.
  3. Star Trek: Nemesis im Lexikon des Internationalen Films
  4. Kritik bei CINEMA Online