Burg Hocheppan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

p3

Burg Hocheppan
Die typische Ansicht von Burg Hocheppan

Die typische Ansicht von Burg Hocheppan

Entstehungszeit: um 1125
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Wesentliche Teile erhalten
Geographische Lage 46° 29′ 33,9″ N, 11° 14′ 31,67″ O7Koordinaten: 46° 29′ 33,9″ N, 11° 14′ 31,67″ O
Burg Hocheppan (Italien)
DEC
Burg Hocheppan
Burg Hocheppan von der anderen Seite aus gesehen
Burg Hocheppan von der anderen Seite aus gesehen

Die Burg Hocheppan liegt im Gebiet der Fraktion Missian der Großgemeinde Eppan an der Weinstraße in der Provinz Bozen, Region Trentino-Südtirol (Südtirol). Hocheppan gehört zu den wichtigsten Wehrbauten Südtirols.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Die gewaltige Burganlage thront auf steilen Felswänden oberhalb von Missian. Sie gehört zum Typus der Höhenburgen.

[Bearbeiten] Geschichte

Nach Ansicht der meisten Südtiroler Burgenforscher war der Burghügel bereits in rätischer Zeit besiedelt bzw. befestigt. Neueste archäologische Funde bestätigten dies.

Burg Hocheppan wurde nach einer Theorie um 1125 von Graf Ulrich II. von Eppan als Trutzburg erbaut. Andere Forscher halten ein späteres Entstehungsdatum für wahrscheinlich.

Der vorherige Sitz der Grafen von Eppan in Dorfnähe von St. Pauls war wegen der Auseinandersetzungen mit den Grafen von Tirol zu unsicher geworden. Wo er genau lag ist unbekannt, jedenfalls ist die Altenburg nicht als Vorgängerburg von Hocheppan anzusehen.

Nachdem die Eppaner 1158 eine päpstliche Gesandtschaft überfielen, wurde die Burg durch eine Strafexpedition unter Heinrich dem Löwen zerstört. Später wurde die Burg wieder aufgebaut und 1315 an die Landesfürsten von Tirol übergeben, welche in Folge unterschiedliche Familien damit belehnten. Seit 1911 besitzen die Grafen Enzenberg Hocheppan.

Inzwischen ist der Baubestand von Burg Hocheppan konsolidiert, teilweise wurde auch restauriert. Die Anlage beherbergt heute eine Jausenstation.

[Bearbeiten] Anlage

Der Kreidenturm ist eine vorgelagerte eigenständige Wehranlage etwa 10 Gehminuten entfernt und sichert den Hauptweg zur Burg.
Der Kreidenturm ist eine vorgelagerte eigenständige Wehranlage etwa 10 Gehminuten entfernt und sichert den Hauptweg zur Burg.
Fresko in der Kapelle von Burg Hocheppan
Fresko in der Kapelle von Burg Hocheppan

[Bearbeiten] Burg Hocheppan

Der Zugang der über Jahrhunderte erweiterten Burg wird im Norden durch ein komplexes System von Vorwerken mit Geschütztürmen aus dem späten Mittelalter geschützt, welches zu großen Teilen aus dem 16. Jahrhundert stammt. Außerhalb des eigentlichen Mauerberings schützt ein offenes Rondell, das mit Feuerwaffen verteidigt werden konnte, die Anlage. Dominant ist der hohe und in Tirol seltene fünfeckige Bergfried, dessen Bestand durch einen tiefen Riss im Mauerwerk gefährdet ist.

[Bearbeiten] Burgkapelle

Die Fresken der Burgkapelle gehören zu den besterhaltenen Fresken Tirols. Auf Innen- und Außenwänden sind Szenen aus dem Leben Jesus und der Apostel sowie weitere biblische Szenen, wie die klugen und die törichten Jungfrauen, abgebildet.

[Bearbeiten] Kreidenturm

Etwa zehn Fußminuten vor Hocheppan befindet sich der Kreidenturm, eine separates Vorwerk von Hocheppan. Es besteht aus einem sehr hohen, weiß gekalktem Turm, welcher wohl sogar in ursprünglicher Höhe erhalten ist und von einer kleinen Ringmauer umgeben wird.

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge