Burgruine Rafenstein

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Burgruine Rafenstein
Burgruine Rafenstein

Burgruine Rafenstein

Alternativname(n): Castel Rafenstein
Ravenstein
Entstehungszeit: 13. Jahrhundert
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Bozen
Geographische Lage 46° 31′ 34″ N, 11° 21′ 25,5″ O46.52611111.357083692Koordinaten: 46° 31′ 34″ N, 11° 21′ 25,5″ O
Höhe: 692 m s.l.m.
Burgruine Rafenstein (Südtirol)
Burgruine Rafenstein

Die Burgruine Rafenstein (auch Ravenstein; auf italienisch Castel Rafenstein) befindet sich in Südtirol (Italien) nordwestlich von Bozen. Das mächtige Bauwerk erhebt sich am westlichen Talhang des Sarntals, südöstlich von Jenesien, über der Talferschlucht.

Im Mittelalter und noch in der frühen Neuzeit war die Anlage bedeutend, da sie einen wichtigen Handelsweg beherrschte, der sich am Hang unterhalb von Jenesien bis nach Bozen entlang zog.

Bereits im 13. Jahrhundert wurden Palas und Ringmauer erbaut und im 14. Jahrhundert um Zwinger, Torturm und Südtrakt erweitert. Im 16. Jahrhundert schließlich wurde die Burganlage – nunmehr im Besitz der Herren von Wolkenstein – entsprechend den neuen militärischen Erfordernissen mit Zwinger und Eckrondellen befestigt. Diese konnten mit Feuerwaffen verteidigt werden. Um 1600 verfasste auf Rafenstein Marx Sittich von Wolkenstein wichtige Teile seiner „Landesbeschreibung“.[1] Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Wohntrakt erhöht. Vermutlich wurden damals auch Fenster neu in den Hauptturm eingebrochen, um den Wohnwert zu erhöhen.

Erst im 19. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben und verfiel seitdem. Heute sind die Eckrondelle und die äußere Umfassungsmauer teilweise eingestürzt. Von der Ferne wirkt der weißlich gekalkte Kernbau wie ein nicht fertiggestellter und dann vergessener Rohbau.

Rafenstein (692 m s.l.m.) kann über eine kurze, aber mit 33 % Dauersteigung sehr steile, einspurige Straße von Bozen aus (bei der Seilbahnstation nach Jenesien, rechts am Bach hinauf) erreicht werden, was nur erfahrenen Bergfahrern zu empfehlen ist. Alternativ erreicht man die Burgruine bequem von der Straße nach Jenesien aus. Seit 2009 fanden umfassende Restaurierungsarbeiten statt, seit Mai 2014 ist die Burgruine wieder öffentlich zugänglich.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marx Sittich von Wolkenstein: Landesbeschreibung von Südtirol – verfaßt um 1600. Erstmals aus den Handschriften herausgegeben von einer Arbeitsgemeinschaft von Innsbrucker Historikern [Festgabe zu Hermann Wopfners sechzigstem Lebensjahr]. Innsbruck: Wagner 1936 (= Schlern-Schriften 34).
  2. http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Burgruine-Rafenstein-wieder-zugaenglich

Literatur[Bearbeiten]

  • Viktor Malfèr: Schloß Rafenstein. Ferrari-Auer, Bozen 1975
  • Viktor Malfèr: Richtigstellungen zur Geschichte von Schloß Rafenstein bei Bozen. In: Der Schlern 50, 1976, 49–50
  • Armin Torggler: Burgruine Rafenstein: Geschichte und Restaurierung der Burgruine über dem Bozner Talkessel. In: Der Schlern 83, 2009, 22–35

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rafenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag im Monumentbrowser auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts