Burg Hohrappoltstein

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Burg Hohrappoltstein
Bergfried der Burg Hohrappoltstein

Bergfried der Burg Hohrappoltstein

Alternativname(n): Château du Haut-Ribeaupierre,
Hoh-Rappoltstein,
Altenkasten
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Ribeauvillé
Geographische Lage 48° 12′ 19″ N, 7° 18′ 13″ O48.2052777777787.3036111111111642Koordinaten: 48° 12′ 19″ N, 7° 18′ 13″ O
Höhe: 642 m
Burg Hohrappoltstein (Elsass)
Burg Hohrappoltstein

Die Burg Hohrappoltstein (auch Hoh-Rappoltstein; französisch: Château du Haut-Ribeaupierre) ist eine Burgruine bei Ribeauvillé (dt.: Rappoltsweiler) im Elsass. Sie ist auch unter dem Namen Altenkasten bekannt. Die Burg liegt auf 642 Meter über NN.

Bauform[Bearbeiten]

Hohrappoltstein ist eine Höhenburg mit rundem Bergfried und Burggraben. Der einzige Zugang erfolgte über eine Zugbrücke. In der Nähe des Eingangs befindet sich auch eine überwölbte Zisterne. Heute handelt es sich um eine Ruine, die nur teilweise instand gesetzt wurde und die zur Zeit aufgrund von Einsturzgefahr gesperrt ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet um die Burg wurde wahrscheinlich schon in römischer Zeit besiedelt. Es wird angenommen, dass die Burg Hohrappoltstein die älteste der drei Burgen um Ribeauvillé ist. Der Baubeginn fand vermutlich schon Anfang des 12. Jahrhunderts statt. Aufgegeben wurde sie im 16. Jahrhundert.

Der Name von Hoh-Rappoltstein[Bearbeiten]

Die Burg hatte zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Namen:

Bei der ersten Erwähnung im Jahre 1084, der Schenkung des Anwesens von Kaiser Heinrich IV. an das Bistum Basel, wird Hohrappoltstein als castellum (cum universis appendiciis)(a) genannt. Als dessen Sohn Heinrich V. 1114 die Schenkung rückgängig machte, wurde die Burg als castrum quod vocatur Rapolstein(b) beschrieben. 1162 wurde es wieder durch Kaiser Friedrich Barbarossa an das Bistum Basel rückübertragen und als super castro Rappolstein cum (...) ville Rapolswilre(c) vermerkt. 1249 ist die Burg als in castro dicto Rapolzstein(d) genannt. Aus der 1281 verwendeten Bezeichnung Ropolczstein wurde acht Jahre später, 1289, Altenkastel. Dieser Name wandelte sich im Jahr darauf zu Rabapierre. 1298 waren erstmals „zwei huser Rapolzsten vnd Altenkasten“ in einer Urkunde erwähnt. Damit ist die Existenz zweier Burgen im Besitz der Rappoltsteiner dokumentiert. 1338 wird die Burg als Hohen-Rappoltstein vermerkt, 1341 wird das Gut als Hohen Rappoltzsteine, die man ouch nennet Altenkasten beschrieben. 1371 erscheint der Vermerk castrum Rapoltzsteine superius in volgari Altenkastel.(e) 1426 noch einfach als das Schloss geführt, trägt es in zu 1453, 1478 und 1518 datierten Urkunden den Namen Hoh-Rappoltstein. In Urkunden von 1507 und 1572 wurde es auch als Oberes Schloss bezeichnet, 1638 mit dem ähnlichen Namen Obercastel. Im Jahre 1715 wird die Burg als Burg Hohen-Rappoltstein, die man nennet Altes Castel beschrieben, in einem auf das Jahr 1778 zurückführbaren Schriftstück als Altenkastel oder Hohen-Rappoltstein.


Übersetzungen
(a) Burg (mit sämtlichen Zubehör)
(b) Burg, die Rapolstein genannt wird
(c) über der Burg Rappolstein mit (...) der Stadt Rapolswilre
(d) in der Rapolzstein genannten Burg
(e) die obere Burg Rapoltzsteine, in der Volkssprache Altenkastel

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich J. Ortwein (Hrsg.): Rappoltstein – Chronik 1905–2005. Köln 2005, S. 636 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burg Hohrappoltstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien