Burg Teck

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Burg Teck
Burg Teck - Gesamtansicht aus westlicher Richtung mit der Höhle Sibyllenloch

Burg Teck - Gesamtansicht aus westlicher Richtung mit der Höhle Sibyllenloch

Entstehungszeit: um 1152
Burgentyp: Höhenburg, Gipfellage
Erhaltungszustand: neuzeitliche Gebäude auf mittelalterlichen Grund- und Stützmauern
Ständische Stellung: Allodium mit lokaler Herzogswürde
Bauweise: Kleinquader-, Quader- und Buckelquadermauerwerk
Ort: Owen
Geographische Lage 48° 35′ 17″ N, 9° 28′ 14″ O48.5880555555569.4705555555556773Koordinaten: 48° 35′ 17″ N, 9° 28′ 14″ O
Höhe: 773 m ü. NN
Burg Teck (Baden-Württemberg)
Burg Teck
Der Teckturm um 1900 auf einer Postkarte

Die Burg Teck ist eine 773 Meter hoch gelegene Gipfelburg südlich der Stadt Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Ende des 19. Jahrhunderts wurde auf der mittelalterlichen Burgruine ein Aussichtsturm errichtet, dem im 20. Jahrhundert eine Veranstaltungshalle und ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins folgten.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Burg steht auf dem Teckberg am Albtrauf über dem Tal der Lauter, die in den Neckar fließt. Sie gehört zur Gemarkung der Stadt Owen und grenzt an das Gemeindegebiet von Bissingen an der Teck. Beide gehören seit 1973 zum Landkreis Esslingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die früheste Erwähnung der Burg Teck findet man in einem Vertrag von 1152 zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und Herzog Konrad von Zähringen. Die Zähringer hatten ursprünglich ihren Hauptbesitz im Gebiet um Teck und überließen den verbliebenen Besitz in diesem Raum ab 1187 einer jüngeren Seitenlinie, die sich danach als Herzöge von Teck bezeichnete. Aus Geldnot verkauften diese ihre Burg 1303 zur Hälfte an die Habsburger, 1381 zur anderen Hälfte an die Grafen von Württemberg. Im 15. Jahrhundert starben die Herzöge von Teck aus, und ihr Herzogstitel ging 1495 an die bisherigen Grafen von Württemberg über.

Die alte Burg wurde 1525 im Bauernkrieg völlig zerstört.

Unter Herzog Karl Alexander von Württemberg sollte die Burgruine zu einer modernen Festung ausgebaut werden. Die Arbeiten begannen 1736, endeten aber schon 1737 mit dem Tod des Herzogs. Seit 1738 wurden die unvollendeten Neubauten teilweise wieder abgetragen. Fortan blieb die Teck eine Ruine.

Der Glanz des alten Namens Teck blieb jedoch bestehen. Im 19. Jahrhundert ging Herzog Alexander, Neffe König Friedrichs I., die Ehe mit einer nicht ebenbürtigen Gräfin ein. Der 1837 geborene Sohn Franz wurde von der Thronfolge ausgeschlossen und erhielt als Ausgleich den Rang eines Fürsten, 1871 den eines Herzogs von Teck. Herzog Franz heiratete Prinzessin Mary, eine Enkelin des britischen Königs Georg III. Die Tochter, Maria von Teck, wurde die Ehefrau von König Georg V. und brachte den Namen Teck somit in die Titulatur des britischen Königshauses.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Gaststätte im Innenhof der Burg

Im Jahre 1889 wurde auf den Fundamenten des Bergfrieds ein Aussichtsturm mit angebauter Schutzhütte errichtet und am 1. September 1889 eingeweiht. 1933 wurde neben dem Turm eine Veranstaltungshalle errichtet und „Mörikehalle“ genannt. Seit dem 6. Juni 1941 befindet sich die Anlage im Besitz des Schwäbischen Albvereins, der 1954/1955 die Mörikehalle zu einem Wanderheim mit Gaststätte und Schlafräumen ausbaute. 1955 wurde der bis dahin windgefährliche Aussichtsturm in seinen heutigen Zustand gebracht.

Am 9. November 1999 wurde die Umgebung der Burg zum Naturschutzgebiet „Teck“ erklärt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 4 – Alb Mitte-Nord: Wandern und entdecken zwischen Aichelberg und Reutlingen. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1991, ISBN 3-924489-58-0, S. 95–108.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burg Teck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien