Owen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Esslingen | |
| Höhe: | 391 m ü. NN | |
| Fläche: | 9,7 km² | |
| Einwohner: | 3482 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 359 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 73277 | |
| Vorwahl: | 07021 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ES | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 054 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausstraße 8 73277 Owen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Verena Grötzinger | |
Owen ist eine kleine Stadt im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Owen ist mit seiner gesamten Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Owen liegt im Lautertal unterhalb der Burg Teck, rund sieben Kilometer südlich von Kirchheim unter Teck. Die Stadt befindet sich im mittleren Vorland der Schwäbischen Alb und erstreckt sich über eine Höhenlage von 362 bis 775 m ü. NN. Owen ist mit seiner gesamten Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zu Owen gehören die Stadt Owen und die Burg Teck sowie die abgegangenen Ortschaften Schupenhof und Säubad.[2]
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind im Norden Dettingen unter Teck, im Osten Bissingen an der Teck, im Süden Lenningen (Ortsteil Brucken) und Erkenbrechtsweiler und im Westen Beuren (alle im Landkreis Esslingen).
[Bearbeiten] Geschichte
Die bisherigen Bodenfunde lassen darauf schließen, dass die Gründung der Stadt auf die römisch-alemannische Zeit zurückgeht.
Um 1100 wird Owen erstmals schriftlich erwähnt. Durch die Stadtherren, die Herzöge von Teck, wurde es um das Jahr 1200 zur Stadt erhoben und diente als Stadtresidenz zur Überwachung des Verkehrs auf der Talstraße. Sie wurde durch einen mächtigen Wall und Graben geschützt und durch starke, teils doppelte Mauern wehrhaft gemacht. Reste des Stadtgrabens und der Stadtmauer sind noch vorhanden. Das Stadtwappen ist ein schwarzes O in silbernem Feld, die Stadtfarben sind weiß und schwarz.
[Bearbeiten] Ortsname
Der Name Owen wird Auen ausgesprochen, was auch auf manchen Landkarten in Klammern als Namenszusatz gedruckt ist. Auen bedeutet wasserreiche Talaue. Owen ist die altdeutsche Schreibweise dafür und wird im Ortsnamen bis heute beibehalten. Aufgrund der ungewöhnlichen Aussprache ist der Ort auch im Rechtschreibduden verzeichnet. Merkspruch: „Auen sagen die Schlauen, Owen die Doofen.“
[Bearbeiten] Religionen
Seit der Reformation ist Owen evangelisch geprägt. Die evangelische Kirchengemeinde Owen hat ca. 2.100 Mitglieder (Stand 2005)[3]. Die Gottesdienste finden in der über 600 Jahre alten Marienkirche statt.
Die katholischen Christen gehören zur nächstgelegenen Kirchengemeinde in Lenningen. Owen hat ein katholisches Gemeindezentrum, in welchem wöchentlich eine Heilige Messe gefeiert wird.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).
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[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Owen hat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 lag bei 66,98 % und ergab folgende Sitzverteilung:
| Unabhängige Wählervereinigung | 35,9 % | 5 Sitze |
| Bürgerliche Wählervereinigung | 32,7 % | 5 Sitze |
| Freie Frauenliste | 31,4 % | 4 Sitze |
Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und der Bürgermeisterin als Vorsitzende. Die Bürgermeisterin ist im Gemeinderat stimmberechtigt.
[Bearbeiten] Bürgermeister
- 1972-2008 Siegfried Roser
- seit 2008 Verena Grötzinger
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In Silber der schwarze lateinische Großbuchstabe O.“
Der wohl von einem Fleckenzeichen herkommende, die Initiale des Ortsnamens bedeutende Großbuchstabe erscheint in Siegeln seit dem 15. Jh. Wappenmäßig ist er seit 1535 nachweisbar. Vom späten 17. bis zum 20. Jh. lag über ihm die Württemberger Hirschstange. Im 19. Jh. trat vorübergehend ein gevierter Schild auf: in Feld 2 und 3 die Rauten der Teck, in Feld 1 ein Spaten, in Feld 4 eine Ähre. 1931 kehrte man mit amtlicher Billigung jedoch wieder zu der Vorlage von 1535 zurück und ließ die Hirschstange weg.[4]
[Bearbeiten] Flagge
Schwarz-Weiß (bestätigt 1956)
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Owen ist durch die Teckbahn (Wendlingen–Oberlenningen) an das überregionale Schienennetz angeschlossen. Zudem gibt es Busverbindungen in die Nachbargemeinden.
Durch Owen führt die B 465 von Kirchheim unter Teck nach Blaubeuren. Die Autobahn A 8 ist über die drei Kilometer entfernte Anschlussstelle Kirchheim unter Teck-Ost erreichbar.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
In Owen hat die Leuze Gruppe große wirtschaftliche Bedeutung. Die Gruppe hat weltweit Produktionsstandorte. Ihre Tochtergesellschaft Leuze electronic stellt Sensortechnik her.
Die Destillerien von Christian Gruel und Thomas Rabel sind neben einer Brennerei in Köngen und Tübingen die einzigen Produktionsstätten von Grain Whisky in Deutschland.
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
Owen verfügt mit der Sibylle-von-der-Teck-Schule über eine eigene Grundschule. Außerdem gibt es zwei Kindergärten in der Stadt.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Burg Teck auf dem Teckberg
- gotische Marienkirche von 1385 mit der Grablege der Herzöge von Teck
- Bernhardskapelle, inzwischen genutzt für Veranstaltungen
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
In Owen fand von 1988 bis 2006 jährlich die Owener Rocknacht in der Teckhalle statt, für 2007 wurde die Veranstaltung abgesagt. Außerdem findet jährlich der Owener Maientag statt. Traditionell findet er am letzten Dienstag im Mai statt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Friedrich Christoph Steinhofer (1706–1761), Theologe, einer der Väter des schwäbischen Pietismus
- Hermann Kling (1880-1957), Landtagsabgeordneter, Reichstagsabgeordneter
[Bearbeiten] Literatur
- Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 1006–1039.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 204–206
- ↑ Wikipedia: Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck
- ↑ Klemens Stadler: Deutsche Wappen. Band VIII: Baden-Württemberg Seite 84. Mit Zeichnungen von Max Reinhart. Angelsachsen-Verlag Bremen, 1971.
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