Bissingen an der Teck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bissingen an der Teck
Bissingen an der Teck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bissingen an der Teck hervorgehoben
48.5994444444449.4925415Koordinaten: 48° 36′ N, 9° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 17,06 km²
Einwohner: 3372 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73266
Vorwahl: 07023
Kfz-Kennzeichen: ES, NT
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 012
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Vordere Straße 45
73266 Bissingen
Webpräsenz: www.bissingen-teck.de
Bürgermeister: Marcel Musolf
Lage der Gemeinde Bissingen an der Teck im Landkreis Esslingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Böblingen Landkreis Göppingen Landkreis Ludwigsburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tübingen Rems-Murr-Kreis Stuttgart Aichtal Aichwald Altbach Altdorf (Landkreis Esslingen) Altenriet Altenriet Baltmannsweiler Bempflingen Beuren (bei Nürtingen) Bissingen an der Teck Deizisau Denkendorf (Württemberg) Dettingen unter Teck Erkenbrechtsweiler Esslingen am Neckar Filderstadt Frickenhausen (Württemberg) Großbettlingen Hochdorf (bei Plochingen) Holzmaden Kirchheim unter Teck Köngen Kohlberg (Württemberg) Kohlberg (Württemberg) Leinfelden-Echterdingen Lenningen Lichtenwald Neckartailfingen Neckartenzlingen Neidlingen Neuffen Neuhausen auf den Fildern Notzingen Nürtingen Oberboihingen Ohmden Ostfildern Owen Plochingen Reichenbach an der Fils Schlaitdorf Unterensingen Weilheim an der Teck Wendlingen am Neckar Wernau (Neckar) WolfschlugenKarte
Über dieses Bild
Der Teckturm um 1900 auf einer Postkarte
Bissingen 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch

Bissingen an der Teck ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart. Bissingen ist mit einem Großteil seiner Gemarkung (73,5 %) Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bissingen liegt am Fuße der Schwäbischen Alb, das kleinere Ochsenwang auf der Albhochfläche. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhenlage von 384 m an der Grenze zu Nabern bis 830 m im Brucker Hölzle, das zugleich den höchsten Punkt des Landkreises Esslingen darstellt.

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bissingen an der Teck besteht aus dem Kernort Bissingen und dem Ortsteil Ochsenwang.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Kirchheim unter Teck im Norden, Weilheim an der Teck im Osten, Neidlingen im Südosten, Lenningen im Süden, Owen im Westen und Dettingen unter Teck im Nordwesten (alle Landkreis Esslingen).

Geschichte[Bearbeiten]

Als einer der ersten Orte im Kreis Esslingen wird Bissingen im Jahr 769 urkundlich erwähnt, es taucht in der schriftlichen Überlieferung des Lorscher Codex auf. Vom 11. bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts gehörte Bissingen den Zähringern, danach den Herzögen von Teck. An Württemberg gelangte der Ort 1326 mit dem Erwerb der österreichischen Hälfte der Herrschaft Teck.

Bissingen gehörte zum Oberamt Kirchheim, dieses ging 1938 im Landkreis Nürtingen auf. Im Zuge der Kreisreform 1973 kam Bissingen zum Landkreis Esslingen.

Am östlichen Ortsrand befinden sich die Reste der Wasserburg Bissingen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ochsenwang Am 1. Januar 1975 wurde Ochsenwang nach Bissingen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Stichtag Einwohnerzahl
3. Dezember 1834 ¹ 1.871
1. Dezember 1871 ¹ 1.685
1. Dezember 1900 ¹ 1.602
17. Mai 1939 ¹ 1.542
13. September 1950 ¹ 2.078
6. Juni 1961 ¹ 2.173
27. Mai 1970 ¹ 2.583
25. Mai 1987 ¹ 3.271
31. Dezember 1995 3.476
31. Dezember 2000 3.691
31. Dezember 2005 3.659
31. Dezember 2010 3.523

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

In Bissingen wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Bissingen hat nach der letzten Wahl 14 Mitglieder (unverändert). Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[2]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,99 %
49,01 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+6,09 %p
-6,09 %p
FWV Freie Wählervereinigung 50,99 7 44,9 6
UWV Unabhängige Wählervereinigung 49,01 7 55,10 8
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 59,84 % 62,71 %

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot auf einem grünen Berg eine eintürmige silberne (weiße) Burg (Turm mit Kegeldach links).

Seit 1911 führt die Gemeinde als Ortswappen in mehrmals veränderten Darstellungen im roten Schild den silbernen Teckturm auf grün bewaldetem Berg. Die Gemeindeflagge ist Weiß-Rot (Silber-Rot). Das Wappen in der heutigen Form und die Flagge wurden 1975 vom Innenministerium verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring (1979)

In Ochsenwang befindet sich das Mörikehaus Ochsenwang.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die südöstlich von Bissingen gelegene Burgruine Hahnenkamm war eine Satellitenburg der Teck.

Musik[Bearbeiten]

Bissingen besitzt einen Musikverein für Blasmusik, gegliedert in Jugend- und Stammkapelle. Als Hauptquartier dient der „Farrenstall“ in der Pfarrstraße 16. Am 21. Mai 2006 wurde der Musikverein beim Landeswettbewerb im Rahmen des Landesmusikfestes in Villingen-Schwenningen Landesmeister in der Oberstufe und im Mai 2007 auf dem Bundeswettbewerb in Würzburg Vizebundesmeister in der Oberstufe. Am 16. Mai 2010 konnte beim Landesmusikfest 2010 in Metzingen der Titel „Landesmeister in der Oberstufe“ erfolgreich verteidigt werden.[3]

Bissingen besitzt neben der genannten musikalischen Gemeinschaft auch einen Gesangsverein. Der MGV (Männergesangsverein) ist gegliedert in einen Kinderchor (die „Kibize“), einen gemischten Chor („Frischer Wind“) und einen Männerchor.

Streuobstwiesen als prägende Landschaft[Bearbeiten]

Bissingen liegt inmitten ausgedehnter Streuobstwiesen. Um diese Biotope aufrechtzuerhalten, setzt sich der Obst- und Gartenbauverein Bissingen durch die Pflege alter Baumbestände dafür ein, dass Landschaft und Sorten auch für künftige Generationen erhalten bleiben. Dies geschieht unter anderem durch die Betreuung gemeindeeigener Streuobstwiesen und die Einrichtung eines Altsorten-Muttergartens.[4]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Das Randecker Maar im Ortsteil Ochsenwang ist ein ehemaliger Vulkanschlot des Schwäbischen Vulkans, der auch die Voraussetzungen für die Entstehung des angrenzenden Schopflocher Moors schuf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Bissingen an der Teck gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 155–176
  • Der Landkreis Esslingen – Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 1, Seite 361
  • Manfred Keller, Alfred Hub: 1225 Jahre – 769–1994 Bissingen – Heimat zwischen Teck und Breitenstein, erste Ausgabe 1952, zweite Ausgabe 1972, dritte Ausgabe 1995

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  3. Musikverein Bissingen
  4. Obst- und Gartenbauverein Bissingen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bissingen an der Teck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien