Canaris (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Canaris
Canaris Logo 001.svg
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1954
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Alfred Weidenmann
Drehbuch Erich Ebermayer
Herbert Reinecker
Produktion Fama-Film (Friedrich A. Mainz)
Musik Siegfried Franz
Kamera Franz Weihmayr
Schnitt Ilse Voigt
Besetzung

Canaris ist eine deutsche Filmbiographie aus dem Jahr 1954. Im Mittelpunkt steht Admiral Wilhelm Canaris, der Leiter des deutschen Militär-Geheimdienstes während des Zweiten Weltkriegs.

Handlung[Bearbeiten]

Admiral Wilhelm Canaris leitet von 1937 bis 1944 die deutsche Abwehr in Berlin. Als mächtiger Mann hat er einige Rivalen; so will Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes, auch die Abwehr unter seine Kontrolle stellen. Canaris plagen noch andere Probleme: Er erkennt immer mehr die Unmenschlichkeit der Hitler-Diktatur und beginnt, an ihr zu zweifeln. Er knüpft Kontakte mit den Widerständlern um Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Nach dem missglückten Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 wird Canaris seines Amtes enthoben. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs kann man Wilhelm Canaris seine Verbindungen zu den Attentätern nachweisen und er wird hingerichtet.

Weiteres[Bearbeiten]

Ein Ausschnitt aus der Wochenschau, der die jubelnde Bevölkerung beim Einmarsch Hitlers in Wien 1938 zeigte, musste auf Intervention der FSK und des Auswärtigen Amtes wegen befürchteter ungünstiger Auswirkungen bei der Präsentation des Filmes im Ausland entfernt werden.[1]

Kritiken[Bearbeiten]

„Die gelungene Mischung aus spannendem Agenten-Thriller und Biographie über den geheimnisumwitterten Admiral Canaris […] zählt zu den besten Werken des deutschen Films der Fünfzigerjahre.“

prisma.de

„Geschichtsverfälschung á la 1950er Jahre“

Filmportal.de

„Stark idealisierendes, publikumswirksam oberflächlich inszeniertes Drama, dank ausgezeichneter Darsteller dennoch fesselnd.“

Film-Dienst[2]

Auch Claudius Seidl sah den Film sehr zwiespältig. Dem guten Deutschen (Canaris) sei der böse Deutsche (Heydrich) gegenübergestellt worden, und natürlich habe Canaris trotz seiner edlen Absichten nichts ausrichten können. Seidls Fazit: „In Canaris, das merkten vor allem ausländische Filmkritiker, wurde Geschichte nicht nur verharmlost, da wurde Geschichte gefälscht.“[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frank-Burghard Habel: Zerschnittene Filme. Kiepenheuer, Leipzig 2003, S. 23/24
  2. Canaris im Lexikon des Internationalen Films
  3. Claudius Seidl: Der deutsche Film der fünfziger Jahre, Heyne Filmbibliothek, 1987, S. 208