Cassa Depositi e Prestiti

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Die Cassa Depositi e Prestiti (CDP) ist ein italienisches Kreditinstitut, das hauptsächlich Vorhaben von öffentlichem Interesse finanziert. Seit 2003 ist die CDP eine Aktiengesellschaft, die sich zu 80 %[1] im Besitz des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen befindet. Die übrigen 20 % werden von 66 Bank-Stiftungen gehalten.

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Die CDP gewährt Investitionskredite an Körperschaften des öffentlichen Rechts, insbesondere an Gebietskörperschaften. Als Refinanzierungsquelle dienen in diesen Fällen staatlich garantierte Postspareinlagen. Darüber hinaus gewährt sie privaten Unternehmen langfristige, zinsgünstige Finanzierungen, insbesondere bei Infrastrukturvorhaben oder Forschungsprojekten von strategischem öffentlichem Interesse. Sie unterstützt auch kleine und mittlere Unternehmen. Von Bedeutung ist auch die Verwaltung von Staatsbeteiligungen. Die Aktivitäten der CDP unterliegen unter anderem der Aufsicht des italienischen Parlaments.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Institut entstand im Jahr 1850 in Turin als Depositenkasse. Auf der Grundlage einer neuen rechtlichen Regelung finanzierte es ab 1857 auch Vorhaben öffentlicher Körperschaften. Nach der Einigung Italiens im Jahr 1861 wurden schrittweise vergleichbare Einrichtungen der alten italienischen Staaten übernommen. 1898 wurde die CDP als Generaldirektion (Abteilung) vollständig in das Schatzministerium integriert. 1983 erfolgte die erneute Verselbständigung in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Im Zug der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft wurden 2003 auch etliche Stiftungen an der Cassa Depositi e Prestiti beteiligt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cassaddpp.it/en/company-profile/facts-and-figures/shareholding.html