Terna (Energienetz)
| Terna Rete Elettrica Nazionale | |
|---|---|
| Rechtsform | Società per Azioni |
| ISIN | IT0003242622 |
| Gründung | 31. Mai 1999 (als Teil von Enel) 1. November 2005 als Terna - Rete Elettrica Nazionale SpA |
| Sitz | Rom |
| Leitung | Flavio Cattaneo (CEO) |
| Umsatz | 1.395 Mil. Euro (2008) |
| Branche | Energie, Strom |
| Website | www.terna.it |
Terna (ital. Trasmissione Elettricità Rete Nazionale S.p.A) ist ein Unternehmen aus Italien und der zentrale Netzbetreiber für das italienische Stromnetz auf der Höchstspannungsebene (HÖS) sowie der Hochspannungsebene (HS).
Terna wurde im Rahmen des Börsengangs 2004 als Stromnetztocher des italienischen Energieversorgers Enel S.p.A. eigenständig. Die Aktien der Netzgesellschaft kamen zu 1,70 Euro je Stück an die Börse. Der Preis wurde damit am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne festgelegt. Mit einem Volumen von 1,48 Mrd. Euro galt dieser Börsengang als einer der größten in Italien. Die 870 Mio. angebotenen Aktien waren fast dreifach überzeichnet. Der mehrheitliche Aktienbesitz lag bei Gründung bei Enel.
Der Gesetzgeber hat sich in Italien für einen regelmentierten, allgemeinen Netzzugang (rTPA) entschieden. Dieser Prozess geht in der Regel mit einer Übereignung der Netze an einen unabhängigen Netzbetreiber (Independent System Operator, ISO) einher. Terna unterhält mehr als 90 Prozent des italienischen Stromnetzes. Das Transportnetz verfügt über eine Gesamtlänge von 35.000 km. Eingebunden sind 302 Umspannwerke sowie 3 Leitwarten zur Netzsteuerung.
Die italienische Stromnetzinfrastruktur war viele Jahre mehrheitlich vertikal in den Enel-Konzern eingebunden. Mit einem zunehmenden Deregulierungsdruck durch die Europäische Union begannen ab 1990 strukturelle Veränderungen mit einschlägiger Wirkung.
Der Regulierungsprozess forderte einen einzigen, unabhängigen Betreiber der italienischen Netzinfrastruktur. Durch diesen Prozess sollten sektorale Einflüsse und insbesondere das Einwirken von dominanten Versorgern im monopolistisch geprägten Strommarkt unterbunden werden.
Das sogenannte „Bersani-Dekret“ (Gesetz n° 79 von 16. März 1999) trat am 1. April 1999 in Kraft. Es nahm die EU-Richtlinien 96/92/EC auf und setzte sie in nationales Recht um. Enel verfügte zum Zeitpunkt des Inkrafttretens über 87 Prozent des italienischen Hochspannungsnetzes und über sämtliche Kuppelstellen zum umliegenden Ausland. Die Bildung eines einzigen nationalen Verteilnetzes und die Gründung einer für den Betrieb verantwortlichen Aktiengesellschaft wurde vorangetrieben. Der Netzausgleich bzw. die Netzverteilung wurden durch das „Bersani-Dekret“ 1999 in „Gestore della Rete di Trasmissione Nazionale“ (GRTN) überführt und kontrolliert.
[Bearbeiten] Aktionäre
(Stand: 2. Quartal 2009[1])
- Cassa Depositi e Prestiti (CDP): 29,99%
- Enel SpA: 5,1%
- Größere institutionelle Anleger: Pictet Funds Europe SA: 4,9%
- Sonstige institutionelle und Einzelanleger: 60,0% (davon institutionelle Aktionäre 38,5% und Einzelaktionäre 21,4%).
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
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