Charles Joseph Bonaparte

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Charles Joseph Bonaparte

Charles Joseph Bonaparte (* 9. Juni 1851 in Baltimore, Maryland; † 28. Juni 1921 in Bella Vista, Baltimore County, Maryland) war ein US-amerikanischer Politiker, der dem Kabinett von Präsident Theodore Roosevelt als Marineminister und als Justizminister angehörte. Er war ein Enkel von Jérôme Bonaparte, dem jüngsten Bruder des französischen Kaisers Napoleon I.

Bonaparte war der Sohn von Jerome Napoleon Bonaparte (1805–1870) und Susan McWilliams (1812–1881), von denen die amerikanische Linie der Familie Bonaparte abstammt. Nachdem er an der juristischen Fakultät der Harvard University graduiert hatte, wurde er Anwalt in Baltimore und engagierte sich in städtischen und nationalen Reformbewegungen. Am 1. September 1875 heiratete er Ellen Channing (1852–1924); sie hatten keine Kinder.

Er war Mitglied der US-Indianerbehörde von 1902 bis 1904, Vorsitzender der nationalen Staatsdienstreformliga 1904 und Verwalter der Katholischen Universität von Amerika. 1905 berief Präsident Roosevelt Bonaparte, der der Republikanischen Partei angehörte, ihn als Secretary of the Navy in sein Kabinett. Von 1906 bis zum Ende der Präsidentschaft Roosevelts war er Justizminister (Attorney General). Er war verantwortlich für das Aufbrechen vieler Wirtschaftskartelle, beispielsweise des Tabakmonopols. Joseph Bonaparte gründete 1908 das Bureau of Investigation (BOI), das spätere FBI. Er war einer der Gründer und zeitweiliger Präsident der National Municipal League.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Bucklin Bishop: Charles Joseph Bonaparte: His Life and Public Services. 1922.
  • Eric F. Goldman: Charles J. Bonaparte: Patrician Reformer, His Earlier Career. 1943.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charles Joseph Bonaparte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Charles Joseph Bonaparte – Quellen und Volltexte (englisch)