Congress Center Hamburg

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Luftaufnahme des Congress Center Hamburg mit dem CCH Schriftzug auf dem Dach und der Alster im Hintergrund

Das CCH – Congress Center Hamburg (bis 2004 Congress Centrum Hamburg) wurde am 14. April 1973 in Hamburg als erstes Kongresszentrum Deutschlands eröffnet. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Dammtor-Bahnhof, direkt am Rande des Parks Planten un Blomen, und wird von einem angeschlossenen Hotelturm überragt. Die Flächen und Säle des CCH werden für Kongresse, Messen, Konzerte oder Ausstellungen genutzt und wurden hierzu bis 2007 nochmals erweitert und umgebaut. Betrieben wird das CCH von der Hamburg Messe und Congress GmbH, zu der auch die Hamburg Messe gehört. Deren Gelände ist vom CCH über einen überdachten Arkadengang durch den Park zu erreichen.

Der CCH-Schriftzug prangt etwa 50 m breit und 17 m hoch für Fluggäste sichtbar auf dem Hallendach. Heute verfügt das CCH über insgesamt 23, teilbare, vollklimatisierte Säle und insgesamt 12.500 Sitzplätze. Größter bestuhlter Saal ist Saal 1 mit 3.000 Sitzplätzen. Mit der Erweiterung in 2006 wurde das CCH ebenfalls mit einer 7.000 m² großen multifunktionalen Ausstellungshalle ergänzt. Auf ihrem Dach befindet sich Europas größter Staudendachgarten.

Geschichte[Bearbeiten]

CCH Mai 1973, Rückseite an der Bahnstrecke
Weg durch Planten un Blomen

Nach einer eiligen Planungsphase in den Jahren 1968/1969 legte am 5. März 1970 der damalige Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Herbert Weichmann den Grundstein für das Congress Center Hamburg, kurz CCH. Die latinisierte Schreibweise „Congress Centrum“ wurde einst gewählt, um der vorbelasteten Abkürzung „KZ-Hamburg“ vorzubeugen.[1] Es folgte eine dreijährige Bauphase, in der 17 Säle, in denen insgesamt 10.000 Gäste Platz fanden, entstanden. Am 14. April 1973 wurde der 100 Millionen D-Mark teure Bau offiziell eröffnet.

Um eine international einheitliche Schreibweise zu erreichen, wurde das CCH 2004 in „Congress Center Hamburg“ umbenannt. Im Jahr 2005 begann man nach einer langen Planungsphase mit der Erweiterung des CCH. Seit Ende 2006 verfügt das CCH über 23 Säle (einige teilbar) mit insgesamt 12.500 Sitzplätzen, davon 3.000 im bisherigen Saal 1 und 6.240 in der neuen Halle H.[2] Erster Nutznießer dieser neuen multifunktionalen Ausstellungshalle (7.000 m²) war im September 2006 die acqua alta, internationaler Kongress mit begleitender Fachmesse für Klimafolgen und Hochwasserschutz. In der zweiten Jahreshälfte 2007 wurde die Erweiterung des Konferenzbereichs mit der Fertigstellung des Saals G abgeschlossen, so dass insgesamt mehr als 10.000 m² an Ausstellungsflächen zur Verfügung stehen.[3]

Neben den Sälen und der Ausstellungsfläche bietet das CCH seinen Besuchern eine Tiefgarage mit 1.000 Parkplätzen. Weitere 150 Abstellmöglichkeiten befinden sich auf dem Parkplatz Feldeck.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im CCH finden jedes Jahr rund 280 Kongresse, Tagungen, Hauptversammlungen, kulturelle und gastronomische Veranstaltungen mit mehr als 320.000 Teilnehmern statt.[4]

Konzerte/Events seit der Eröffnung (Auszug)[Bearbeiten]

Hotel[Bearbeiten]

Hauptartikel: Radisson Blu Hotel Hamburg
Das Radisson Blu Hotel Hamburg hinter dem Bahnhof Hamburg Dammtor

Gleichzeitig mit dem CCH wurde ein Hotel errichtet, das mit dem Congress Center eine bauliche Einheit bildet. Das Radisson Blu Hotel in Hamburg ist mit einer Höhe von 108 Metern[6] das höchste Hotel und eines der höchsten Gebäude der Stadt. Es hat insgesamt 32, davon 27 bewohnbare Etagen mit 556 Zimmern und Suiten.

Das Hotel wurde in den Jahren 1970–1973 von den Architekten Jost Schramm und Gert Pempelfort im Auftrag der Vereinigten Hotel Holding GmbH errichtet. Bei seiner Eröffnung trug es den Namen Hotel Loew's Hamburg Plaza, wurde in der Folgezeit mehrfach umbenannt und heißt heute Radisson Blu Hotel.

Die vier Sockelgeschosse des Hotels schließen an das CCH an und setzen seine horizontale Gliederung fort. In ihnen sind alle Publikumsräume, Restaurants und Ballsäle, Küchen- und Wirtschaftsräume sowie ein Wellnessbereich untergebracht. In den Konferenzräumen des Hotels können eigene Kongresse abgehalten werden.

Über der Südostseite erhebt sich in vertikaler Gliederung das Bettenhochhaus aus sieben gegeneinander verschobenen Segmenten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carina Braun, Ulrich Gaßdorf und Rike Lohmann: Die Elbphilharmonie der Siebziger verfällt. In: Hamburger Abendblatt, 30. Juli 2011. Abgerufen am 31. Juli 2011.
  2. Räume im Congress Centrum Hamburg
  3. Ausstellungsflächen im Congress Centrum Hamburg. Abgerufen am 27. November 2012.
  4. Offizielle Website des CCH: Kennzahlen
  5. Offizielle Website des CCH: Referenzliste Konzerte
  6. Ingenieursdatenbank structurae.de, abgerufen 14. Oktober 2009.

53.5616666666679.9869444444444Koordinaten: 53° 33′ 42″ N, 9° 59′ 13″ O