Bahnhof Hamburg Dammtor
| Hamburg Dammtor | |
|---|---|
| Empfangshalle Haupteingang | |
| Daten | |
| Kategorie | 2 |
| Betriebsart | Haltepunkt |
| Bahnsteiggleise | 4
|
| Reisende | 43.000 |
| Abkürzung |
|
| Eröffnung | 1903 |
| Webadresse | bahnhof.de |
| Architektonische Daten | |
| Baustil | Jugendstil |
| Architekten | Ernst Moeller |
| Lage | |
| Stadt | Hamburg |
| Land | Hamburg |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 53° 33′ 39″ N, 9° 59′ 22″ O53.5608333333339.9894444444444Koordinaten: 53° 33′ 39″ N, 9° 59′ 22″ O |
| Eisenbahnstrecken | |
|
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| Bahnhöfe im Raum Hamburg | |
Der Bahnhof Hamburg Dammtor ist ein Fernbahnhof der Bahnhofskategorie 2 für den Eisenbahn- und S-Bahn-Verkehr in Hamburg. Er wurde 1903 als Teil der Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn eröffnet und ersetzte den vorherigen Bahnhof der Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn. Er war als Paradebahnhof für Staatsbesuche vorgesehen.
Hamburg Dammtor ist nach Anzahl der Reisenden der drittgrößte der fünf Hamburger Fernbahnhöfe, obwohl er nur zwei Bahnsteige besitzt. Der nordöstliche Bahnsteig ist dem S-Bahn-Verkehr vorbehalten, die beiden Gleise sind dazu seit 1939 mit Stromschienen elektrifiziert, bis 1955 auch mit Oberleitung für die damaligen Wechselstrom-Züge. Die beiden Gleise am sogenannten Fernbahnsteig werden von den Fern- und Regionalzügen befahren und besitzen eine Oberleitung. Die Stationsschilder am Fernbahnsteig tragen den Zusatz Messe- und Kongressbahnhof – der Eingang des Congress Center Hamburg (CCH) liegt direkt gegenüber.
Im September 2006 kürte der gemeinnützige „Allianz pro Schiene“ e. V. den Bahnhof Hamburg Dammtor zum besten Großstadtbahnhof in Deutschland.
Im Sinne des Bahnbetriebs handelt es sich heute beim Dammtorbahnhof allerdings nicht um einen Bahnhof, sondern um zwei Haltepunkte, da es dort keine Weichen mehr gibt.
Inhaltsverzeichnis |
Architektur [Bearbeiten]
Der Haltepunkt verfügt über vier Gleise an zwei Mittelbahnsteigen, die von einer mit Sandstein verkleideten Bahnhofshalle im Jugendstil überspannt werden. Diese wurde 1903 nach Plänen des Architekten Ernst Moeller errichtet und ist 112 m lang, 25 m breit und 23,5 m hoch. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wurde zwischen 1999 und 2002 nach Vorgaben des Architekten Stefan Rimpf aufwändig restauriert. Dabei wurde die Bahnhofshalle umgebaut, der Fernbahnsteig auf einer Länge von 200 m außerhalb des Hallenschiffes überdacht. Zusätzlich wurden Treppen im Bahnhof verlegt und ein weiterer Abgang am Fernbahnsteig (Richtung Kongress-Zentrum) errichtet.[1] Die Gesamtkosten von rund 24 Millionen Euro wurden überwiegend von der Deutschen Bahn AG (21,85 Millionen) sowie dem Bund (2,15 Millionen Euro) aufgebracht.
Geschichte [Bearbeiten]
Das am 7. Juni 1903 eröffnete Bahnhofsgebäude ersetzte den ersten Bahnhof von 1866, der sich in ebenerdiger Lage auf Höhe des heutigen Cinemaxx-Kinos am Gustav-Mahler-Park befand und ebenso nach dem Dammtor, einem ehemaligen Tor der Stadtbefestigung, benannt war. Bei seiner Neueröffnung gab es noch ein Abstellgleis für Sonderzüge, z.B. des Kaisers, und spezielle Fürstenräume im Erdgeschoss.
Umgebung [Bearbeiten]
Die Umgebung des Bahnhofes und des ehemals südlich davon gelegenen Stadttores wird auch heute manchmal noch unbestimmt als Dammtorgegend oder am Dammtor bezeichnet (Vergleiche Dammtor).
Der nördlich Ausgang des Bahnhofes führt in den Stadtteil Rotherbaum. Davor verläuft die Edmund-Siemers-Allee – mit der mittig der Straße angeordneten Haltestelle für die Buslinien – die weiter zum nahen Hauptgebäude der Universität Hamburg führt, mit dem dahinter beginnenden Grindelviertel. Hinter der Straße und der hier abschwenkenden Rothenbaumchaussee liegt die Grünfläche der Moorweide.
Der Vorplatz des südlichen Ausgangs und das dortige Kongress-, Messe- und Veranstaltungszentrum CCH mit dem Radisson Blu Hotelturm gehören verwaltungsmäßig noch zu einem schmalen Ausläufer des Stadtteils St. Pauli. Die Dag-Hammarskjöld-Fußgängerbrücke (ebenso wie der Vorplatz nach Dag Hammarskjöld benannt) führt hier zum Eingang des U-Bahnhofes Stephansplatz (hier schon Stadtteil Neustadt) und in den Alten Botanischen Garten als Parkteil von Planten un Blomen sowie weiter in die Hamburger Innenstadt.
Bedeutung der Station [Bearbeiten]
Mit rund 43.000 Reisenden pro Tag ist die Station der drittgrößte Bahnhof Hamburgs und einer von fünf Fernbahnhöfen der Stadt. Täglich bedienen 310 Fern- und Regionalzüge sowie 527 S-Bahn-Züge die Station.
Auf rund 10.300 m² Nutzfläche finden rund 30 Geschäfte und Gastronomiebetriebe mit insgesamt rund 150 Arbeitsplätzen Platz.[2][3]
Fernverkehrslinien [Bearbeiten]
| Linie | Zuglauf | Taktfrequenz |
|---|---|---|
| ICE 20 | (Kiel –) Hamburg Dammtor – Hamburg Hbf – Hannover – Göttingen – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt (Main) – Mannheim – Karlsruhe – Freiburg (Breisgau) – Basel ( – Zürich – Interlaken) | Zweistundentakt |
| ICE 22 | (Kiel / Hamburg-Altona – ) Hamburg Dammtor – Hamburg Hbf – Hannover – Göttingen – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt (Main) – Frankfurt Flughafen – Mannheim ( – Heidelberg ) – Stuttgart | Zweistundentakt |
| ICE 25 | Hamburg Dammtor – Hamburg Hbf – Hannover Hbf – Göttingen – Kassel-Wilhelmshöhe – Fulda – Würzburg – Nürnberg Hbf – Ingolstadt Hbf – München ( – Garmisch‑Partenkirchen) | Stundentakt |
| ICE 28 | Kiel – Hamburg Dammtor – Hamburg Hbf – Berlin Hbf – (Halle (Saale) – ) Leipzig Hbf – Jena Paradies – Nürnberg Hbf – Augsburg / Ingolstadt – München | Stundentakt |
| ICE 31 | Kiel Hbf – Hamburg Dammtor – Hamburg Hbf – Bremen – Osnabrück – Münster (Westf) – Dortmund Hbf – Essen – Düsseldorf – Köln – Koblenz – Mainz – Frankfurt (Main) Hbf – Würzburg – Nürnberg – Regensburg/München Hbf | einzelne Züge |
| IC 26 | (Ostseebad Binz –) Stralsund – Rostock Hbf – Hamburg Hbf – Hannover Hbf – Kassel-Wilhelmshöhe – Gießen – Frankfurt (Main) Hbf – Heidelberg Hbf – Karlsruhe Hbf | Zweistundentakt |
| IC 27 | (Westerland (Sylt) – Hamburg Hbf –) Berlin Hbf – Dresden Hbf – Prag Hbf – Brno | einzelne Züge |
| IC 30 | Hamburg Hbf – Münster (Westf) Hbf – Dortmund Hbf – Essen Hbf – Duisburg Hbf – Düsseldorf Hbf – Köln Hbf – Bonn Hbf – Koblenz Hbf Mainz Hbf – Mannheim Hbf – Stuttgart Hbf | Zweistundentakt |
| IC 31 | (Kiel Hbf –) Hamburg Hbf – Münster (Westf) Hbf – Dortmund Hbf – Köln Hbf – Koblenz Hbf - Mainz Hbf – Frankfurt (Main) Hbf (– Würzburg Hbf – Nürnberg Hbf – Passau Hbf) | Zweistundentakt |
| EC 99 | Hamburg-Altona – Hamburg Hbf – Salzwedel – Berlin Hbf – Cottbus – Breslau Hauptbahnhof – Kraków Głowny | einzelne Züge |
Regionalverkehr [Bearbeiten]
| Linie | Linienverlauf | KBS | Betreiber |
|---|---|---|---|
| Itzehoe – Elmshorn – Hamburg Dammtor – Hamburg Hbf | 103 | DB Regio Nord | |
| Flensburg Bf/Kiel Hbf – Neumünster – Hamburg Dammtor – Hamburg Hbf | 131 | DB Regio Nord |
S-Bahn [Bearbeiten]
Die S-Bahn Hamburg GmbH ist eine Tochter der Deutschen Bahn und betreibt die Linien:
| Linie | Verlauf |
|---|---|
| Blankenese – Hochkamp – Klein Flottbek (Botanischer Garten) – Othmarschen – Bahrenfeld – Altona – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Landwehr – Hasselbrook – Wandsbeker Chaussee – Friedrichsberg – Barmbek – Alte Wöhr (Stadtpark) – Rübenkamp (City Nord) – Ohlsdorf – Kornweg (Klein Borstel) – Hoheneichen – Wellingsbüttel – Poppenbüttel | |
| Elbgaustraße – Eidelstedt – Stellingen – Langenfelde – Diebsteich – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof – Rothenburgsort – Tiefstack – Billwerder – Moorfleet – Mittlerer Landweg – Allermöhe – Bergedorf – Reinbek – Wohltorf – Aumühle | |
| Altona – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof | – Hammerbrook (City Süd) – Veddel (BallinStadt) – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben | – Berliner Tor |
Die Linie S11 verkehrt nur zur Hauptverkehrszeit.
Die AKN Eisenbahn AG betreibt die Linie A1, auf der einzelne Züge in den Morgenstunden auf den S-Bahngleisen von Eidelstedt weiter bis Hauptbahnhof verkehren.
Buslinien [Bearbeiten]
- 4 (Metrobus) Eidelstedt – Langenfelde – Eimsbüttel – Schlump – Bf. Dammtor – Rathausmarkt – Hauptbahnhof/ZOB | – HafenCity
- 5 (Metrobus) Burgwedel – Schnelsen – Niendorf Markt – Lokstedt – Hoheluft – Bf. Dammtor – Rathausmarkt – Hauptbahnhof/ZOB
- 34 (Schnellbus) Lufthansa-Basis – Groß Borstel – Eppendorf Markt – Bf. Dammtor – Rathausmarkt – Hauptbahnhof – Wilhelmsburg – Kirchdorf (Süd)
- 109 (Stadtbus) Alsterdorf – Winterhude Markt – Harvestehude – Bf. Dammtor – Rathausmarkt – Hauptbahnhof
- 603 (Nachtbus) Schnelsen – Eidelstedt – Langenfelde – Eimsbüttel – Schlump – Bf. Dammtor – Rathausmarkt
- 604 (Nachtbus) Niendorf – Lokstedt – Hoheluft – Bf. Dammtor – Rathausmarkt
- 605 (Nachtbus) Groß Borstel – Eppendorf - Bf. Dammtor – Rathausmarkt
-
Im Hintergrund: Hotel und Heinrich-Hertz-Turm
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ Meldung Dammtorbahnhof wird umgebaut. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 48, Nr. 3, 1999, S. 97
- ↑ http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/2006/2006-37/hintergrundinformationen-hamburg-dammtor.pdf
- ↑ http://www.welt.de/print-welt/article151397/Dammtor_Bahnhof_ausgezeichnet.html