Craig Ferguson

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Craig Ferguson bei der Comic-Con 2013

Craig Ferguson (* 17. Mai 1962 in Glasgow, Schottland) ist ein britisch-US-amerikanischer Fernsehmoderator, Komiker, Schauspieler, Filmregisseur und Schriftsteller.

Karriere[Bearbeiten]

Er ist der Moderator der Late Late Show with Craig Ferguson, einer Late-Night-Show, die vom US-Fernsehsender CBS direkt nach der Late Show with David Letterman ausgestrahlt und von Worldwide Pants Incorporated, der Fernseh- und Filmproduktionsfirma von David Letterman, produziert wird. Der gebürtige Schotte Ferguson begann seine Karriere zunächst in Großbritannien, zog 1994 in die USA und nahm im Jahr 2008 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an.[1]

In Großbritannien[Bearbeiten]

Fergusons Karriere begann in den frühen achtziger Jahren als Schlagzeuger in verschiedenen britischen Punkrockbands wie „The Bastards from Hell“ und „The Dreamboys“. Ab 1985 konnte er seine ersten Erfolge als Stand Up Comedian unter dem Pseudonym „Bing Hitler“ feiern. Der endgültige Durchbruch für die von ihm als Parodie auf den schottischen Patriotismus geschaffene Figur fand 1986 beim renommierten Edinburgh Festival Fringe statt.[2] Kurz darauf folgten die ersten Fernseh- und Theaterangebote. Unter anderem spielte er bei der BBC-Sitcom Chelmsford 123 und im Londoner Westend in der Musicalversion der Rocky Horror Show als Brad Majors mit. Anfang der 90er Jahre begann seine Karriere und Gesundheit unter den Folgen seines exzessiven Drogenkonsums und Alkoholismus zu leiden, was ihn 1992 zu einer erfolgreichen Entziehungskur veranlasste und anschließend zu seiner Auswanderung in die USA führte.

In den USA[Bearbeiten]

Nach einer längeren, weniger erfolgreichen Phase kam Ferguson 1996 in der erfolgreichen Sitcom Drew Carey Show unter und spielte darin bis 2003 die Rolle des englischen Chefs von Carey, Nigel Wick. 2005 übernahm er die Moderation der Late Late Show als Nachfolger von Craig Kilborn. Dabei wurde er von CBS als einer von vier potentiellen Kandidaten ausgesucht. Seine Konkurrenten waren D. L. Hughley, Damien Fahey und Michael Ian Black.[3]

Fergusons Moderationsstil unterscheidet sich grundlegend von anderen klassischen Late-Night Formaten wie Late Night (NBC), durch die Abkehr von vorgefertigten Witzen hin zu einer eher persönlicheren Herangehensweise, die oftmals selbstironische Bezüge zur Qualität der Sendung und etwa zu eigenen gesundheitlichen Problemen in der Gegenwart wie auch der Vergangenheit enthalten. So widmete er einen Eingangsmonolog seinem kurz zuvor verstorbenen Vater sowie seiner drei Jahre später verstorbenen Mutter und nahm die Krise von Britney Spears im Jahr 2008 zum Anlass, in der Show sehr ernst über seinen eigenen Alkoholismus, die damit einhergehenden Suizidgedanken und seinen Entzug Anfang der 90er Jahre zu sprechen.[4][5] Seine Schwester ist die Schauspielerin und Moderatorin Lynn Ferguson.

Neben seiner TV-und Filmkarriere betätigt sich Craig Ferguson auch als Schriftsteller. Im Jahr 2006 veröffentlichte er den Roman Between the Bridge and the River sowie 2009 mit American on Purpose seine Autobiografie. Er ist inzwischen zum dritten Mal verheiratet und lebt in Los Angeles, wo auch seine Sendung aufgezeichnet wird.

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Craig Ferguson – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IMDb: Biography for Craig Ferguson
  2. youtube.com: Craig Ferguson as Bing Hitler
  3. CBS Names New Host for 'The Late Late Show', latimes.com
  4. youtube.com: Craig Ferguson gives a eulogy to father part 1
  5. youtube.com: Ferguson Speaks From The Heart