The Walt Disney Company

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Dieser Artikel handelt vom amerikanischen Medienkonzern Disney; zu weiteren Bedeutungen gleichnamiger Begriffe siehe Disney (Begriffsklärung).
The Walt Disney Company
Unternehmensform Corporation[1]
ISIN US2546871060
Gründung 1923
Unternehmenssitz Burbank, Kalifornien, USA
Unternehmensleitung

Robert A. Iger (President & CEO) • George Mitchell (Chairman)

Mitarbeiter 137'000 (2008)
Umsatz 35,51 Mrd. USD (2007)
Branche Medien
Website www.disney.com

The Walt Disney Company (WDC), umgangssprachlich meistens Disney genannt, ist ein amerikanischer Medienkonzern. Disney wurde international bekannt durch die Produktion von Zeichentrickfilmen und Unterhaltungsfilmen für Kinder. Der Konzern hat seinen Sitz in Burbank, Kalifornien in den USA.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Gegründet wurde die Firma als Disney Brothers Cartoon Studio (1923) und Walt Disney Productions (~ 1930) von den Brüdern Walt und Roy Disney. Am 6. Februar 1986 wurde sie in The Walt Disney Company umbenannt.

[Bearbeiten] Heutige Unternehmensstruktur

Die WDC ist einer der größten Unterhaltungskonzerne der Welt. Zur WDC gehören u.a. die Walt Disney Studios, einer der drei größten Fernsehsender der USA, die American Broadcasting Company (ABC), die Disneyland-Themenparks und die drei Spartenkanäle Disney Channel, Toon Disney und Playhouse Disney. Darüber hinaus hält WDC Beteiligungen an zahlreichen Fernsehstationen, z.B. dem amerikanischen Sportkanal ESPN sowie 50 % am deutschen Sender Super RTL. Auch das NHL-Hockey-Team der Mighty Ducks of Anaheim wurde vom Disney-Konzern gegründet und von diesem bis Juni 2005 geführt.

[Bearbeiten] Filme von Disney

Disney-Filme waren früher das Synonym harmloser, gern auch fantastischer und lustiger Unterhaltungsfilme. Dies ergibt sich vor allem aus den Filmen der 1950er und 1960er Jahren sowie den Zeichentrickfilmen. Hier wurden auch häufig Kinderbücher verfilmt oder „Erwachsenenromane“ kindgerecht aufgearbeitet (wie Der Glöckner von Notre Dame). Allerdings wurden die Geschichten dabei teilweise in einen anderen Zusammenhang gestellt, als dies bei den Originalromanen der Fall war.

Einer der künstlerisch interessantesten Filme aus dieser Produktion ist der Musikfilm Fantasia (1940, Regie: James Algar; fortgesetzt als Fantasia 2000), bei dem der Versuch unternommen wird, Beispiele klassischer Musik für ein junges Publikum mit den Mitteln des Zeichentrickfilms zu visualisieren. Die Science-Fiction-Filme der Disney-Produktion wie Das schwarze Loch waren zwar weniger erfolgreich, zumindest Tron gilt aber aus heutiger Sicht als innovativer Film, der erstmals den Cyberspace visuell umsetzte.

Um ein erwachsenes Publikum zu erreichen, gründete das Studio in den 1980ern die Produktionsfirma Touchstone Pictures, die zunächst mit Komödien wie Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone oder Zoff in Beverly Hills Erfolge feierte, danach an Profil verlor. Der Versuch, mit Remakes eigener Filme wie Flubber, Freaky Friday oder Fortsetzungen wie Herbie: Fully Loaded – Ein toller Käfer startet durch wieder an die erfolgreiche Vergangenheit bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen anzuschließen, gelang Disney nicht.

In jüngster Vergangenheit hat sich die Walt Disney Company vor allem durch die Fluch-der-Karibik-Trilogie hervorgetan. Erstmals in der Geschichte eines Filmstudios diente hierbei eine Attraktion im hauseigenen Vergnügungspark (Pirates of the Caribbean in Disneyland) als Stoffvorlage zu einem Kinofilm.

[Bearbeiten] Zeichentrick

Quellenangaben
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Die Zeichentricksparte, Ausgangspunkt und für viele Herz des Konzerns, wurde Ende des Jahres 2003 geschlossen. Eigenproduktionen von Disney (z.B. Der Schatzplanet) haben sich wirtschaftlich als nicht mehr erfolgreich herausgestellt.

Anfang 2007 verkündete John Lasseter, seines Zeichens Chief Creative Officer der Walt Disney Company, die Rückkehr Disneys zur traditionellen 2D Animation. Schon 2006 wurden erste Überlegungen laut die Zeichentricksparte wiederzubeleben. Ende 2009 soll mit The Princess and The Frog der erste handgezeichnete Animationsfilm seit Die Kühe sind los in die Kinos kommen.

[Bearbeiten] Computeranimationen von Pixar

Logo des Films Findet Nemo
Logo des Films Findet Nemo

Einige erfolgreiche Produktionen von Disney entstanden in Kooperation mit Pixar wie beispielsweise (Findet Nemo oder Die Monster AG). Im Januar des Jahres 2006 übernahm Disney im Rahmen eines Aktientauschs das Trickfilmstudio. Disney hatte mit Pixar bereits seit dem Jahr 1991 kooperiert. Dabei wurden auch kritische Töne von Steve Jobs, dem Unternehmens-Chef von Pixar, öffentlich, die darauf hindeuteten, dass man eigene Wege ohne Disney gehen wolle. Im Jahr 2004 kam es daraufhin zur Beendigung des Vertrages von Pixar mit Disney. Nach dem Führungswechsel bei Disney Ende des Jahres 2005 hatte sich die Beziehung mit Pixar aber wieder entspannt und gipfelte im Jahr 2006 in dem erfolgreichen Übernahmeangebot, bei dem Pixar umgerechnet 7,4 Milliarden Dollar wert wurde. Durch die Übernahmen der Pixar Animation Studios konnte sich Disney neben Miramax Films eine der erfolgreichsten Filmfirmen überhaupt sichern.

[Bearbeiten] Unternehmensgeschichte

Modell der Nautilus im Disneyland Resort Paris im Jahre 1996
Modell der Nautilus im Disneyland Resort Paris im Jahre 1996

[Bearbeiten] Weitere Entwicklungen

Quellenangaben
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Im November 2003 verließen Roy E. Disney, Neffe und Sohn der Firmengründer, und Stanley Gold im Streit mit dem langjährigen Firmenchef Michael Eisner das Unternehmen. Sie warfen Eisner vor, die Kreativität und die Finanzen hätten unter seinem Führungsstil gelitten. Im Oktober 2005 wurde Michael Eisner von seinem Posten verdrängt und von Robert A. Iger abgelöst.

Am 11. Februar 2004 unterbreitete Comcast den Aktionären von Disney ein Kaufangebot in Höhe von 66 Milliarden US-Dollar, welches Ende April 2004 wieder zurückgezogen wurde.

[Bearbeiten] Kritik

Disney erhielt 2006 den Public Eye Award für seine Weigerung, die Firmen in China preiszugeben, die das Spielzeug für Disney herstellen. Das Unternehmen schützt damit seine Zulieferer vor Kontrollen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Dave Smith und Steven Clark: Disney. Die ersten 100 Jahre (OT: Disney - The First 100 Years). Ehapa, Berlin 2001, ISBN 3-7704-0417-3
  • Richard Holliss, Brian Sibley: The Disney Studio Story. Octopus, London 1988, ISBN 0-7064-3040-9
  • Klaus Strzyz, Andreas C. Knigge, Mike Barrier et al.: Disney von innen. Gespräche über das Imperium der Maus. Ullstein, Berlin und Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-548-36551-5
  • Michael D. Eisner und Tony Schwartz: „Disney ist jeden Tag ein Abenteuer“. Stationen einer Karriere (OT: Work in Progress). Heyne, München 1999, ISBN 3-453-12933-4
  • James B. Stewart: Disney War. Börsenmedien, Kulmbach 2005, ISBN 3-938-35001-6

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://corporate.disney.go.com/media/corporate/DisneyCertificateofIncorporation.pdf
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