Dahlwitz-Hoppegarten

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Dahlwitz-Hoppegarten
Gemeinde Hoppegarten
Wappen von Dahlwitz-Hoppegarten
Koordinaten: 52° 30′ N, 13° 39′ O52.50416666666713.65Koordinaten: 52° 30′ 15″ N, 13° 39′ 0″ O
Eingemeindung: 26. Okt. 2003
Postleitzahl: 15366
Vorwahl: 03342
Training auf der Hoppegartner Parkbahn 1965

Dahlwitz-Hoppegarten ist eine ehemals selbstständige Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg). Am 26. Oktober 2003 wurde sie mit den Gemeinden Hönow und Münchehofe zur neuen Gemeinde Hoppegarten zusammengeschlossen.[1]

Dahlwitz-Hoppegarten hat etwa 6.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort Dahlwitz wird erstmalig 1370 urkundlich erwähnt,[2] jedoch wird vermutet, dass seine Ursprünge im 12./13. Jahrhundert liegen. Der Name Dahlwitz leitet sich von den slawischen Wörtern dol oder dal für ‚lang‘ und witz für ‚Ort‘ oder ‚Dorf‘ ab. Das Angerdorf lag an einer Nord-Südachse, die von Stettin nach Köpenick führte.

Der Besitz des Ortes Dahlwitz wechselte im Laufe der Jahrhunderte seit dem Mittelalter häufig; so verkaufte 1716 Carl Hildebrand Freiherr von Canstein Dahlwitz an den Geheimen Rat Freiherr Samuel von Marschall. Nach von Canstein ist heute eine Straße nahe der Dorfkirche im Ort benannt.

1855/56 wurde der schlossartige Herrensitz Dahlwitz vom Architekten Friedrich Hitzig im Auftrag Carl Heinrich von Treskows errichtet. Das Schloss befindet sich in einem von Peter Joseph Lenné errichteten und nach ihm benannten Park und wurde 2011 umfassend restauriert und renoviert.

Villa in der Goetheallee

1867 wurde die Rennbahn eingerichtet und zog in der Folge neue Siedler aus Berlin an, die vor allem in der heutigen Goetheallee, Lindenallee und Rennbahnallee imposante Villen, teilweise mit Ställen, errichteten.

Im November 1945 wurden in Hoppegarten sechs Jugendliche (einer 15, die anderen 16 Jahre alt) vom sowjetischen Geheimdienst NKWD verhaftet. Unter „Werwolf“-Vorwurf wurden zwei von ihnen im Juli 1946 erschossen, die vier anderen erhielten zehn Jahre Arbeitslager. Von ihnen verstarb ein Junge 1948 im Speziallager Sachsenhausen. 1998 wurde die gesamte Gruppe von der Generalstaatsanwaltschaft Russlands rehabilitiert.[3]

[Bearbeiten] Infrastruktur

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Evangelische Dorfkirche

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  2. http://www.gemeinde-hoppegarten.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=54849
  3. Benno Prieß: Erschossen im Morgengrauen. Eigenverlag, Mitherausgeber: Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Calw 2002, ISBN 3-926802-36-7. S. 224–232
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