Bahnhof Berlin-Mahlsdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berlin-Mahlsdorf
Haupteingang
Haupteingang
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung BMDF
IBNR 8089072
Eröffnung 1. September 1895
Webadresse s-bahn-berlin.de
Architektonische Daten
Architekt Carl Burchardt
Lage
Stadt Berlin
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 30′ 43,5″ N, 13° 36′ 38,1″ O52.51209113.610583Koordinaten: 52° 30′ 43,5″ N, 13° 36′ 38,1″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Berlin
i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Berlin-Mahlsdorf ist ein Bahnhof der S-Bahn Berlin an der Preußischen Ostbahn. Er liegt im Ortsteil Mahlsdorf des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Die denkmalgeschützte Anlage befindet sich an der Überführung über die Hönower Straße und wird gegenwärtig von der S-Bahnlinie S5 bedient.

Geschichte[Bearbeiten]

Sonderfahrt eines ET 165 im Jahr 1987 in Mahlsdorf
Ehemaliger Fernbahnsteig, 1991
Rechts der ehemalige Fernbahnsteig, links der Vorortbahnsteig, 2007
Bahnhofshalle

Die Station wurde am 1. September 1895 als Haltestelle Mahlsdorf an der Kreuzung der Hönower Straße mit der Ostbahn errichtet. Von 1929 bis 1931 erfolgte die Hochlegung der Trasse zur niveaufreien Kreuzung der Straße, gleichzeitig wurden separate Vorortgleise auf der Nordseite der Bahnstrecke zwischen Kaulsdorf und Mahlsdorf verlegt. Noch vor Abschluss der Arbeiten verkehrte ab dem 15. Dezember 1930 die erste elektrische S-Bahn nach Mahlsdorf. Für den Umstieg zur Bahn nach Strausberg wurde neben dem S-Bahnsteig ein Bahnsteig an den Fernbahngleisen errichtet. An den S-Bahnsteig schloss sich eine Kehranlage an.

Eine Fortführung der S-Bahn über Hoppegarten nach Strausberg war zu dieser Zeit bereits vorgesehen. Die Pläne zur Welthauptstadt Germania sahen darüber hinaus Mahlsdorf als Endpunkt einer Fern-S-Bahn mit vier Gleisen vor. Da die Verlängerung der Vorortgleise eine Entlastung der Fern- und Gütergleise mit sich brachte, wurde fast bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges daran gearbeitet. Ab 1944 verkehrten von Mahlsdorf aus dampfbetriebene Vorortzüge. Die Elektrifizierung der Vorortstrecke ließ bis 1947 auf sich warten. Der Fernbahnsteig wurde seitdem von den S-Bahnen genutzt, wogegen die Fernbahn über ein neues Gleis am Bahnhof vorbeigeführt wurde. Der alte Bahnsteig wurde weiter für die Verstärker genutzt.

Zukunft[Bearbeiten]

Es ist geplant, in Mahlsdorf einen Regionalbahnhalt für die Regionalbahnen von und nach Kostrzyn einzurichten. Die Umsetzung des Vorhabens war ursprünglich bis 2013 vorgesehen.[1]

Darüber hinaus soll die Straßenbahn bis unmittelbar an den Bahnhofseingang herangeführt und auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet werden, nachdem der Ortskern durch den ebenfalls geplanten Bau einer neuen Straßenverbindung vom Durchgangsverkehr entlastet wurde.[2] Derzeit ruhen die Planungen aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen seitens Senat und Bezirksamt zur Verkehrslösung Mahlsdorf, ein Beginn der Baumaßnahmen ist daher nicht absehbar.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Mahlsdorf ist Endpunkt diverser Verstärkerzüge der S5 und in den Abendstunden zudem Umsteigepunkt innerhalb der Linie, da der Abschnitt nach Strausberg zu dieser Zeit im Pendelverkehr bedient wird. Seit dem 10. Mai 1907 besteht in Mahlsdorf eine Umsteigemöglichkeit zur Straßenbahn. Die Städtische Straßenbahn Cöpenick bediente den neuen Abschnitt zunächst mit einem Pendelwagen, seit 1908 fuhr die Linie 1 von hier aus bis nach Wendenschloß.[4] Die Linie 62 der Berliner Straßenbahn besteht als Nachfolger dieser Linie nach wie vor. Ferner bestehen Umsteigemöglichkeiten zu diversen Omnibuslinien der Berliner Verkehrsbetriebe.

Linie Verlauf
Berlin S5.svg Spandau – Stresow – Pichelsberg – Olympiastadion – Heerstraße – Messe Süd – Westkreuz – Charlottenburg – Savignyplatz – Zoologischer Garten – Tiergarten – Bellevue – Hauptbahnhof – Friedrichstraße – Hackescher Markt – Alexanderplatz – Jannowitzbrücke – Ostbahnhof – Warschauer Straße – Ostkreuz – Nöldnerplatz – Lichtenberg – Friedrichsfelde Ost – Biesdorf – Wuhletal – Kaulsdorf – Mahlsdorf – Birkenstein – Hoppegarten – Neuenhagen – Fredersdorf – Petershagen Nord – Strausberg – Hegermühle – Strausberg Stadt – Strausberg Nord

Literatur[Bearbeiten]

  •  Bernhard Strowitzki: S-Bahn Berlin. Geschichte(n) für unterwegs. Verlag GVE, Berlin 2004, ISBN 3-89218-073-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Berlin-Mahlsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antwortschreiben Drucksache 16/20710. Abgeordnetenhaus Berlin, 11. November 2010, abgerufen am 11. Januar 2010 (PDF; 22 kB).
  2. Antwortschreiben Drucksache 17/10601. Abgeordnetenhaus Berlin, 4. Juli 2012, abgerufen am 22. August 2012 (PDF; 34 kB).
  3. Antwortschreiben Drucksache 17/20431. Abgeordnetenhaus Berlin, 1. November 2013, abgerufen am 17. Dezember 2013 (PDF).
  4.  Uwe Kerl, Wolfgang Kramer: 100 Jahre elektrisch durch Cöpenick. Die Geschichte der Cöpenicker Straßenbahn. Teil 1. In: Berliner Verkehrsblätter. Heft 8, 2003, S. 147–152.