Bezirk Marzahn-Hellersdorf

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Wappen von Marzahn-Hellersdorf
Wappen von Berlin
Marzahn-Hellersdorf
10. Bezirk von Berlin
Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 32′ 23″ N, 13° 35′ 3″ O52.5397213.58428Koordinaten: 52° 32′ 23″ N, 13° 35′ 3″ O
Fläche 61,8 km²
Einwohner 251.007 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 4062 Einwohner/km²
Ausländeranteil 4,6[1] % (31. Dez. 2012)
Arbeitslosenquote 11,5[2] % (30. Apr. 2013)
Postleitzahl 12619, 12621, 12623, 12627, 12629, 12679, 12681, 12683, 12685, 12687, 12689
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Alice-Salomon-Platz 3
12627 Berlin
Website www.marzahn-hellersdorf.de
Durchschnittsalter 43,1 Jahre[1] (31. Dez. 2012)
Gliederung
Bezirksschlüssel 10
Gliederung des Bezirks

5 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD)
Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
Linke SPD CDU Piraten Grüne NPD
19 15 10 4 4 2
Sitzverteilung in der BVV
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B1 B5 B158
S-Bahn Berlin S5.svg Berlin S7.svg
U-Bahn Berlin U5.svg

Marzahn-Hellersdorf ist der zehnte[3] Verwaltungsbezirk von Berlin und hat rund 250.000 Einwohner. Er entstand 2001 durch die Fusion der Bezirke Marzahn und Hellersdorf.

Geographie[Bearbeiten]

Der Bezirk liegt im Osten Berlins und grenzt an die Bezirke Lichtenberg und Treptow-Köpenick sowie im Norden und Osten an das Land Brandenburg.

Erhebungen[Bearbeiten]

Durch Ablagerung von Schutt des Zweiten Weltkriegs und durch den Aushub beim Bau von Wohnhäusern entstanden mehrere Erhebungen.

Gewässer[Bearbeiten]

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Siehe Liste der Naturdenkmale im Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Ortsteile[Bearbeiten]

Der Bezirk besteht aus fünf Ortsteilen. Die Ortsteile Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf bildeten von 1986 bis 2001 den eigenständigen Berliner Bezirk Hellersdorf.

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[4]
30. Juni 2014
Einwohner
pro km²
Lage des Ortsteils im Bezirk
Marzahn-Hellersdorf
1001 Marzahn 19,54 105.909 5.420
Berlin Marzahn Hellersdorf Kaulsdorf Mahlsdorf Biesdorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
1002 Biesdorf
  • Biesdorf-Nord
  • Biesdorf-Süd
12,44 25.483 2.048
Berlin Marzahn Hellersdorf Kaulsdorf Mahlsdorf Biesdorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
1003 Kaulsdorf
  • Kaulsdorf-Nord
  • Kaulsdorf-Süd
8,81 18.563 2.107
Berlin Marzahn Hellersdorf Kaulsdorf Mahlsdorf Biesdorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
1004 Mahlsdorf
  • Mahlsdorf-Nord
  • Mahlsdorf-Süd
12,94 27.190 2.101
Berlin Marzahn Hellersdorf Kaulsdorf Mahlsdorf Biesdorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
1005 Hellersdorf
  • Hellersdorf-Nord
  • Hellersdorf-Mitte
  • Hellersdorf-Süd
8,10 77.448 9.561
Berlin Marzahn Hellersdorf Kaulsdorf Mahlsdorf Biesdorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
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Bevölkerung[Bearbeiten]

Per 31. Dezember 2013 zählte der Bezirk Marzahn-Hellersdorf 251.007 Einwohner auf einer Fläche von 61,8 Quadratkilometern.[5] Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 4.062 Einwohnern pro Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2012 lag der Ausländeranteil bei 4,6 Prozent, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 12,2 Prozent lag.[1] Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 11,5 Prozent.[2]

In Marzahn-Hellersdorf hat es hinsichtlich der Demografie die größten Veränderungen innerhalb von Berlin gegeben. 1991 betrug das Durchschnittsalter der beiden Bezirke 30,5 Jahre. Es erhöhte sich bis 2009 um knapp zwölf Jahre auf 42,4 Jahre, vor allem durch die Abwanderung der Jüngeren.[6] Am 31. Dezember 2012 betrug das Durchschnittsalter 43,1 Jahre.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Alle fünf Ortsteile, aus denen der Bezirk besteht, stammen ursprünglich aus dem Landkreis Niederbarnim und wurden 1920 durch das Groß-Berlin-Gesetz nach Berlin eingemeindet. Zusammen mit den Ortsteilen Lichtenberg und Friedrichsfelde bildeten sie bis 1979 den Bezirk Lichtenberg. Durch den Aufbau des Neubaugebietes Marzahn wuchs Ende der 1970er Jahre vor allem der Ortsteil Marzahn, sodass 1979 aus den fünf heute den Bezirk bildenden Ortsteilen der Bezirk Marzahn gebildet wurde.

Nachdem die Einwohnerzahl – bedingt durch die Entstehung der Neubaugebiete in Hellersdorf und Kaulsdorf – weiter gestiegen war, wurde am 1. Juni 1986 aus den Ortsteilen Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf der Bezirk Hellersdorf gegründet, der bis zur Bezirksreform 2001 eigenständig blieb.

In den 2000er Jahren kam es zu einem starken Zuzug in die Einfamilienhausgebiete Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf, während im nördlichen Teil des Bezirks die Abwanderung geringer wurde.

Am 25. Mai 2009 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Politik[Bearbeiten]

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2011[7]
Wahlbeteiligung: 50,2 %
 %
40
30
20
10
0
31,2
26,4
17,3
8,6
5,8
4,1
6,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006[7]
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,0
+1,4
+4,3
+8,6
+0,7
-2,3
-5,6

In der Politik des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf dominierte lange die Partei Die Linke, die bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2001 (noch als PDS) auf 51,1 Prozent der gültigen Stimmen kam und mit dem Bezirksbürgermeister (Uwe Klett) vier von sechs Stadträten stellte.

Seit der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung vom 18. September 2011 ist Stefan Komoß (SPD) Bürgermeister von Marzahn-Hellersdorf. Bezirksstadträte sind Dagmar Pohle (Linke), Christian Gräff (CDU), Stephan Richter (SPD) und Juliane Witt (Linke).[8]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen des Bezirks Marzahn-Hellersdorf greift auf die Gestaltungselemente des Wappens des alten Bezirks Marzahn zurück. Der Bezirk Hellersdorf mit seinen Ortsteilen war vor seiner Gründung Bestandteil des Bezirks Marzahn. Dennoch wollte die Bezirksverordnetenversammlung nicht das alte Wappen von Marzahn für den neuen Bezirk übernehmen. Das Bezirksamt bildete eine Wappenkommission, die den Heraldiker Lutz Döring mit dem Entwurf des neuen Wappens beauftragte. Das heutige Wappen wurde am 7. Oktober 2003 durch den Senat von Berlin verliehen.

Wappen des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Blasonierung:

„In grünem Schild ein schräglinker silberner Wellenbalken, darüber eine goldene Korngarbe mit fünf Ähren, darunter ein silbernes Zahnrad. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.“[9]

Beschreibung:

Die Korngarbe mit Ähren symbolisiert die jahrhundertelange landwirtschaftliche Prägung aller Ortsteile des Bezirkes, und die fünf Ähren verweisen auf die fünf Ortsteile Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn, aus denen der Bezirk besteht. Der Wellenbalken steht für die Wuhle, die den Bezirk von Nord nach Süd durchfließt, und die vielen Gewässer des Bezirks. Die grüne Tingierung des Schildes steht für die großzügigen Grünflächen und Parks. Das Zahnrad symbolisiert wie im alten Wappen von Marzahn die starke Industrialisierung des Bezirks im 20. Jahrhundert. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Der Bezirk unterhält folgende Städtepartnerschaften:[10]

UngarnUngarn Budapest, IV. Bezirk (Újpest) und XV. Bezirk (Rákospalota), Ungarn, seit 9. November 1991
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Halton, Vereinigtes Königreich, seit 25. Mai 1994
VietnamVietnam Hanoi, Stadtbezirk Hoàng Mai, Vietnam, seit 2. Dezember 2013
DeutschlandDeutschland Lauingen, Deutschland, seit 10. Juni 1999
WeissrusslandWeißrussland Minsk, Stadtbezirke Partizan und Oktjabr, Weißrussland, seit 26. Mai 1993
PolenPolen Tychy (früher: Tichau), Polen, seit 10. Mai 1992

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Marzahn-Hellersdorf verfügt über das größte zusammenhängende Gewerbegebiet der Stadt: Berlin eastside. Die wichtigsten (größeren) Unternehmen sind:

Wirtschaftsverband[Bearbeiten]

Der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis e. V. (MHWK) wurde 1991 von Marzahner Unternehmen unter dem Motto „Gemeinsam zum Erfolg“ gegründet. Dieser Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen Marzahn-Hellersdorfer Unternehmen und Angehöriger freier Berufe gegenüber Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft wahrzunehmen. Durch Informationen und Beratung bietet der MHWK außerdem seinen Mitgliedern Unterstützung bei ihren vielfältigen Aufgaben als Arbeitgeber, Unternehmer oder Freiberufler.[11]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Marzahn-Hellersdorf fahren die S-Bahn-Linien S5, S7, S75 sowie die U-Bahn-Linie U5. Des Weiteren führen mehrere Straßenbahn- und Buslinien durch den Bezirk. Über die Bundesstraßen 1/5 und 158 sowie über die Landsberger Allee/Landsberger Chaussee hat der Bezirk eine schnelle Anbindung an den Berliner Ring.

Kultur, Wissenschaft, Sport, Bildung[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 gab es im Bezirk Marzahn-Hellersdorf 30 Grundschulen, zwölf Integrierte Sekundarschulen, fünf Gymnasien[12] und zwei Oberstufenzentren.[13] Seit 2008 existiert im Bezirk die private Freie Schule am Elsengrund in Mahlsdorf.[14]

Aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen wurden mehrere Schulen in Marzahn-Hellersdorf fusioniert und Standorte aufgegeben. So wurde die Oberschule am Elsengrund 2009 geschlossen und mit dem Otto-Nagel-Gymnasium fusioniert.

Die Alice-Salomon-Hochschule Berlin (ASH) ist eine Fachhochschule in Berlin-Hellersdorf mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit sowie Gesundheits- und Pflegemanagement.

Auswahl von Schulen im Bezirk

Sport[Bearbeiten]

In Marzahn-Hellersdorf existiert eine große Zahl von Sportvereinen und Sportanlagen. Überregionale Bedeutung besitzt dabei der Athletik-Club Berlin (verschiedene deutsche und Berliner Meister im Bereich Leichtathletik).

Kultur[Bearbeiten]

Anfang 2005 wurde im Bezirk das Jugendsinfonieorchester Marzahn-Hellersdorf gegründet, in dem Schüler aus der Musikschule Marzahn-Hellersdorf und Schüler aus anderen Musikschulen spielen.

Im Park des Schlosses Biesdorf befindet sich die Parkbühne mit rund 5000 Plätzen. Sie wird häufig für Konzertveranstaltungen, Meetings, Parkfeste und Schulveranstaltungen genutzt.

Es gibt mehrere Museen, wie das von Charlotte von Mahlsdorf aufgebaute Gründerzeitmuseum mit Europas größter zusammenhängender Sammlung von Gegenständen der Gründerzeit in Mahlsdorf.

Mit dem Bezirk verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Prominente und Künstler wie beispielsweise Petra Zieger, Maybrit Illner, Wolfgang Berghofer und Frank Schöbel haben ihren Wohnsitz in Marzahn-Hellersdorf. Die als Cindy aus Marzahn bekannt gewordene Ilka Bessin stammt allerdings aus Luckenwalde und wohnt im Berliner Ortsteil Wilmersdorf.

Wanderrouten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bezirk Marzahn-Hellersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Marzahn-Hellersdorf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  2. a b Arbeitslosigkeits-Atlas – Arbeitslosigkeit in Berlin – Zahlen und Quoten in der Stadt und in den Bezirken. In: Berliner Morgenpost. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  4. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 30. Juni 2014, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 30. September 2014 (PDF-Datei).
  5. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2013 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 30. September 2014 (PDF-Datei).
  6. Demografische Situation in Marzahn-Hellersdorf 2009 (PDF; 498 kB)
  7. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin
  8. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
  9. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen
  10. Städtepartnerschaften des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf. Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin, abgerufen am 14. Mai 2014.
  11. Webseite des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises e. V.
  12. Schulen in Marzahn-Hellersdorf
  13. Oberstufenzentren in Marzahn-Hellersdorf
  14. Freie Schule am Elsengrund
  15. Route Wuhletal-Wanderweg
  16. Route Wuhle-Hönow-Weg
  17. Route Am Barnimhang
  18. Route Neue Urbanität