Danny Carey

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Danny Carey live 2007

Daniel „Danny“ Edwin Carey (* 10. Mai 1961 in Lawrence, Kansas, USA) ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger und Mitglied der Band Tool.

Biografie[Bearbeiten]

Im Alter von 10 Jahren tritt Carey einer Schulband bei und nimmt Privatunterricht auf der kleinen Trommel, dort lernt er auch Bongos zu spielen. Zwei Jahre später beginnt Carey Schlagzeug zu spielen. In seinem Abschlussjahr an der High School schließt er sich schließlich einer Jazzband an. An der University of Missouri beginnt er ein Schlagzeugstudium und weitet dieses auf die Grundsätze der Geometrie, der Wissenschaft und der Metaphysik aus. In dieser Zeit sammelt er auch Erfahrungen in der Jazz-Szene von Kansas.

1986 verlässt Carey die Universität und zieht nach Los Angeles, Kalifornien. Dort arbeitet er als Studioschlagzeuger mit Bands wie Carole King und nimmt einige Live-Mitschnitte mit der Band Pigmy Love Circus auf.

1990 steigt er bei der Band Tool ein, nachdem Frontsänger Maynard James Keenan und Gitarrist Adam Jones zuvor vergebens einen neuen Schlagzeuger gesucht haben.

Religion und Symbole[Bearbeiten]

Auch wenn sich Carey nie zu bestimmten Religionen oder Philosophien hingezogen fühlt, interessiert er sich für magische Kräfte und den Okkultismus. So sind Symbole der Henochischen Sprache, geometrische Graphiken und weitere Symbole innerhalb seines Schlagzeugs und auf seinem Schlagzeug angebracht.

Carey benutzt verschieden Trommeltechniken, die auf geometrischen Figuren wie dem Hexagramm aufbauen. Das Ergebnis sind hörbar fließende Trommelschläge, doch für Carey ist es weit mehr: Die offizielle Tool-Webseite behauptet, dass Carey das Schlagzeugspielen als ein Ritual verwendet, ähnlich den Okkultismus-Ritualen, um sich auf die geistige Suche nach dem Tor, welches von einem von ihm herbeigerufenen Dämon bewacht wird zu begeben.

Die Tool-Webseite weist auch darauf hin, dass Carey Meditationen in Kombination mit halluzinogenen Drogen verwendet, wie zum Beispiel DMT.

Wie viele offizielle Informationen, sollte man diese mit einem kritischen Auge betrachten und natürlich zusammen mit dem allgemein bekannten, schwarzen Humor der Band verstehen.

Stil[Bearbeiten]

Im Spiel finden sich Elemente aus den Bereichen Jazz, Fusion und diversen Metal-Genres wieder. Durch die komplexe Arbeit mit Snare- und Tom-Rhythmen verleiht Carey vielen Tool-Songs eine virtuose Struktur.

Carey ist begeisterter Tabla-Spieler weshalb sich auch bei Tool einige Elemente dieses Schlaginstrumentes wiederfinden. Unterrichtet wird er von Aloke Dutta, für den er auch das Album Sinuosity produzierte. Auf dem Album Side One von Adrian Belew spielt Carey beispielsweise den kompletten Song Matchless Men auf dem südasiatischen Schlaginstrument.

Randprojekte und andere musikalische Bemühungen[Bearbeiten]

Neben seiner Arbeit mit Tool wirkt Carey auch in anderen Musikprojekten mit:

  • einige Stücke mit Guns-N’-Roses-Gitarrist Slash auf dem Album Colour of Dreams von Carole King
  • Green Jellÿ, eine amerikanische Heavy-Metal-Band
  • The Wild Blue Yonder (Schlagzeug auf dem gleichnamigen Album)
  • Lusk auf dem Album Free Mars einige Songs
  • Collide auf dem Album Some Kind Of Strange
  • Pigface auf dem Album 90-96
  • Electronica-orientiertes Projekt Zaum
  • Pigmy Love Circus, mit dem er mehrere Alben aufnahm und produzierte
  • Schlagzeug im Song Somewhere auf den Collide-Album Some Kind Of Strange
  • 2003 spielte er als Gast auf dem Album The Greater Wrong of the Right von Skinny Puppy
  • Schlagzeug auf dem Album Side One und Side Three von Adrian Belew (zusammen mit Bassist Les Claypool)
  • festes Mitglied der Band VOLTO!
  • Komponist des Soundtracks zu I pass for Human
  • Komponist des Soundtracks zu Tweeked
  • Produzent des Albums Sinousity von Aloke Dutta

Das wohl einzige offizielle Video,auf dem man Carey spielen sieht ist Trust Your Ears, eine DVD von und über Jeff Ocheltree. Dort spielt Carey die letzte Sequenz des Tool-Songs Lateralus.

Equipment[Bearbeiten]

Carey ist Endorser bei Sonor, Paiste, EVANS, Vic Firth und der Synthesia Corporation. Der Aufbau von Careys Sets ähnelt sich über die Jahre und verschiedenen Projekte stark, allerdings gibt es viele Details, die man hier unterscheiden kann.

Carey benutzt einen Doublebass-Aufbau mit zwei Tomtoms, zwei Floortoms und einer Snare. Dazwischen befinden sich Ride, Hihat, drei Crashs, zwei Chinas, diverse Bells und Splashs. Die Größen:

  • Bassdrum: 24" links, 22" rechts (früher beide Bassdrums in 22" )
  • Toms: 8",10",14",16"
  • Snare: 14" * 8"

Tool-Drumkit[Bearbeiten]

Das besondere an Careys Tool-Drumkits ist mit Sicherheit die Elektronik. Zwischen seinem „normalen“ Aufbau befinden sich sechs Edrum-Pads, sogenannte „Mandala-Pads“, welche er selbst mit seinem Freund Vince DeFranco, Techniker des Herstellers Synthesia Corporation, entwickelt hat. Diese steuert er über USB mit dem Programm „Battery II“ von Native Instruments über einen MAC-2 mit den nötigen Sounds, die er für die jeweiligen Songs benötigt. Die E-Sounds sind fester Bestandteil der Tool-Songs. Careys aktuelles Drumset von Sonor ist ein Designer/SQ2-Maple-Set mit extrem dicken Kesseln. Es zeigt sich im Finish „Ebony“.

weitere Sets/Besonderes[Bearbeiten]

Unter Careys weiteren Sets befinden sich diverse ältere Sonor-Sets, ein Rototom-Set (welches er öfter mit VOLTO! spielt), ein Drum-Workshop-Set, und das wohl bekannteste Set, das Jeff-Ocheltree-Set von Paiste. Dieses Set besteht fast komplett aus verbrauchtem Beckenmaterial, „Abfälle“ der Firma Paiste. Diese werden in einer Ankerfabrik eingeschmolzen (um sicherzustellen, dass kein Sauerstoff im Metall ist) und dann zu Kesseln verarbeitet. Dies erfordert einen enormen Aufwand, ist sehr kostspielig (man schätzt das Kessel-Set auf ca. 70.000$) und zeitaufwändig. Der Klang dieser Sets (Carl Palmer besitzt ebenfalls ein ähnliches Paiste-Set) ist sehr laut, aggressiv und trocken. Das Gewicht der Drumsets ist ebenfalls gewaltig: Eine Bassdrum wiegt ca. 50 kg. Carey bekam das Set kurz nach dem Tool-Album Lateralus geschenkt; er spielte es nur auf den Studioalben Side One und Side Three von Adrian Belew und benutzt es sonst auf den US-Touren von Tool. Carey besitzt zudem auch einige Snaredrums von Brady.

Hardware[Bearbeiten]

Carey benutzt größtenteils Hardware der Sonor Designer-Serie, wechselt jedoch oft Fußmaschinen und Hihat. Momentan verwendet Carey ein Remote-Hihat und zwei Fußmaschinen von Pearl der Serie „Eliminator“. Zuvor verwendete er u.a. ein Remote-Hihat von Drum Workshop, Hi-Hat und Pedale von AXIS. Sonor Fußmaschinen waren ebenfalls schon in seinem Gebrauch. Der Drumhocker ist von der Firma RocSoc.

Becken[Bearbeiten]

Carey benutzt folgende Becken der Firma Paiste:

  • 7.5" 2002 Cup Chime
  • 8" 2002 Cup Chime
  • 20" 2002 Novo China
  • 6" 2002 Accent Cymbal
  • 8" Signature Bell
  • 8" New Signature Dark Energy Splash Mark I
  • 10" New Signature Dark Energy Splash Mark I
  • 18" Signature Full Crash
  • 13" Signature Sound Edge Hi-Hat
  • 19" Signature Power Crash
  • 21" Signature Dry Heavy Ride
  • 20" Signature Thin China
  • 20" Signature Power Crash
  • 5" 2002 Cup Chime
  • 11/18" Noise Works Dark Buzz China
  • 40" Symphonic Gong

Felle[Bearbeiten]

Carey benutzt folgende Felle der Firma Evans:

  • „Genera 2“ Clear auf den Toms 8", 10", 14"
  • „Genera 1“ Clear auf der Tom 16"
  • „Powercenter“ und „Hazy 300“ auf der Snaredrum
  • „EQ3“ und „Retro Screen“ (mit Aufdruck) auf den Bassdrums

Im Studio und Live variiert die Auswahl gerne. Im Tool-Proberaum benutzt Carey z.B. „EC2“ auf allen Toms.

Sticks[Bearbeiten]

Carey benutzt Signature-Sticks der Firma VicFirth. Diese Sticks sind dicker und schwerer als übliche Sticks und haben eine Art eingearbeiteten Griff. Sie zeigen zudem sein Logo und seine Unterschrift als Aufdruck. Früher benutzte Carey Signature-Sticks der Firma Trueline, welche heute noch unter dem Namen „Tribal Assault“ erhältlich sind. Auch diese Sticks haben eine Art eingearbeiteten Griff, sind jedoch deutlich leichter und dünner als die neueren Sticks von Vic Firth.

Persönliches[Bearbeiten]

  • Carey ist u. a. ein Anhänger der Jayhawks, dem Sportteam der University of Kansas. Bei Tool-Konzerten trägt er gelegentlich ein Basketballtrikot der Jayhawks mit der Nummer 22 und dem Namen „Carey“ auf dem Rücken. Name und Nummer stammen von dem Basketballer Jeff Carey der von 1999 bis 2002 für die Jaykaws spielte, mit dem Danny Carey allerdings nicht verwandt ist.
  • Carey ist ca. 1,96 m groß.
  • Carey spielt momentan in der NBA Entertainment League mit Stars wie George Clooney, Snoop Dogg und Ray Liotta.
  • Carey wurde ein Profi-Basketball-Vertrag angeboten, welchen er ablehnte, da er glaubte, nicht gut genug zu sein.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Danny Carey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien