David Adjaye

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David Adjaye, OBE (* 1966 in Daressalam, Tansania) ist ein britischer Architekt.

Leben[Bearbeiten]

Die Eltern von David Adjaye stammen aus Ghana. Aufgewachsen in Kairo und Saudi-Arabien, lebt und arbeitet er in London. Er studierte an der Londoner Middlesex, an der London South Bank University und für den Master am Royal College of Art.

Er arbeitete bei Chassay Architects, Pentagram, David Chipperfield und dem Portugiesen Eduardo Souta de Moura.

1994 gründete er mit William Russell das Büro Adjaye and Russell. Er entwarf Ausstellungen, Cafés und Geschäfte. 2000 trennte er sich von Russell.

Heute hat er ein Büro in Hoxton und weitere in Berlin und New York mit über 30 Mitarbeitern. Alle Entwürfe stammen von Adjaye. Er baute 2002 "Idea Stores" für die Stadtbibliotheken im East End und entwarf 2002 das Nobel-Friedenszentrum in Oslo im Rahmen eines Masterplans von Rem Koolhaas.

2008 beteiligte er sich an dem Architekten-Wettbewerb zum Bau eines National Museum of African American History and Culture der Smithsonian Institution, das auf der National Mall in Washington DC vorgesehen war. Der Standort gehört zu den prestigeträchtigsten in den USA, es handelte sich um den letzten noch verfügbaren Freiraum am Rand der Mall. Adjaye gewann den Wettbewerb, der Bau wird seit 2012 errichtet und soll Anfang 2016 eröffnet werden.

Adjaye war mit dem Whitechapel Idea Store für den Stirling-Prize 2006 nominiert. Das Haus der Kunst in München zeigte Anfang 2015 eine Werkschau.[1]

Derzeit lehrt er an der renommierten Architectural Association in London. 2013 wurde David Adjaye zum Mitglied (N.A.) der National Academy in New York gewählt[2].

Wichtige Projekte (Auswahl)[Bearbeiten]

Whitechapel Idea Store (London)
Moskauer Managementschule, Bauphase Juni 2010

Adjaye hat bereits 50 Projekte umgesetzt (Stand 2015)[3], unter anderem:

  • Elektra House, London, 1998–2000
  • Dirty House, Shoreditch (London), 2001–2002
  • Whitechapel Idea Store, London, 2001–2005
  • Nobel Peace Center, Oslo, 2002–2005
  • T-B A21 Olafur Eliasson Pavilion, Venedig, 2005
  • Museum for Contemporary Art, Denver, 2006–2008
  • Wakefield Market Hall, 2008
  • Moskauer Managementschule, Skolkowo, 2010

Möbel[Bearbeiten]

  • Washington Skin Nylon Chair für Knoll International und Washington Skeleton Chair zum 75-jährigen Bestehen der Firma 2013.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weitere Ausstellungen siehe Weblink "Ausstellungen von David Adjaye"

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Licht als Werkstoff, Rezension von Julian Ignatowitsch im Deutschlandfunk vom 4. Februar 2015, abgerufen 12. Februar 2015
  2. nationalacademy.org: Living Academicians. Adjaye, David (abgerufen am 15. März 2015)
  3. Laura Weissmüller: Die Sprache des Bauens. Der Architekt David Adjaye weiß bei jedem seiner Projekte sehr genau, für wen er baut. Deswegen ist keines seiner Gebäude wie das andere. Eine Münchner Ausstellung feiert nun sein Werk., in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 25, 31. Januar/1. Februar 2015, ISSN 0174-4917, S. 16.
  4. Mitteilung zur Ausstellung, abgerufen am 1. Februar 2015.