Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

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  DEG
Logo
Staat Deutschland
Sitz Kämmergasse 22
50676 Köln
Rechtsform GmbH
Gründung 14. September 1962[1]
Website deginvest.de
Geschäftsdaten 2012[2]
Bilanzsumme 4.654 Mio. Euro
Mitarbeiter 473
Leitung
Aufsichtsrat Gudrun Kopp (Vorsitzende)

Unternehmensleitung

Bruno Wenn (Sprecher)
Michael Bornmann
Philipp Kreutz

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Zentrale der DEG, Ansicht von der Nord-Süd-Fahrt aus
Historisches Logo des Unternehmens

Die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH finanziert Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungsländern und Schwellenländern. Sie wurde im September 1962 nach Kai-Uwe von Hassels Vorstellungen als bundeseigene Gesellschaft gegründet.[3] Seit Juni 2001 ist sie eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der KfW. Sitz der DEG ist seit Gründung Köln.[4]

Die DEG beschäftigte 2012 über 473 Mitarbeiter im In- und teilweise auch im Ausland. Ihre Finanzierungen beliefen sich 2012 auf 1,33 Mrd. EUR bei einer Bilanzsumme von 4,6 Milliarden EUR und einem Jahresüberschuss von 129 Millionen Euro. Der größte Teil des Portfolios (98,6 %) bestand 2012 aus Finanzierungen im Eigenrisiko, die restlichen 1,4 % entfielen auf Finanzierungen im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland (Treuhandgeschäft).[2] Seit ihrer Gründung hat die DEG nahezu 1.300 Unternehmen in über 120 Ländern mitfinanziert und knapp 7 Mrd. EUR zugesagt.

Aufgaben und Produkte[Bearbeiten]

Die Aufgabe der DEG ist es, privatwirtschaftliche Strukturen in Entwicklungs- und Schwellenländern durch langfristige Projekt- und Unternehmensfinanzierung zu fördern, um dadurch die Grundlage für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und eine dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen zu schaffen. Dabei ist sie spezialisiert auf Projekt- und Unternehmensfinanzierungen in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die Finanzierungen werden zu marktorientierten Konditionen herausgereicht. Die Finanzprodukte umfassen

Zusätzlich bietet die DEG auch Beratungsdienstleistungen an. Diese setzt die DEG für investierende Unternehmen als auch für Institutionen ein, die die Förderung der privatwirtschaftlichen Zusammenarbeit in den Partnerländern zum Ziel haben.

Ergänzend unterstützt die DEG unter dem Namen develoPPP.de, im Rahmen eines speziellen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufgelegten Programms für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, investitionsvorbereitende und -begleitende Maßnahmen von deutschen und europäischen Unternehmen sowie Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern, an denen in der EU registrierte Unternehmen oder europäische Staatsangehörige mindestens 25 Prozent der Unternehmensanteile halten. Die PPP-Mittel werden vor allem für Projekte im Umweltschutz, in der Aus- und Weiterbildung, in der Arbeitsplatzsicherheit und für herausragende Pilotvorhaben bereitgestellt.

Als Teil der Entwicklungszusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland unterstützt die DEG ferner die Erreichung der internationalen Entwicklungsziele (Millennium-Entwicklungsziele), darunter insbesondere die Reduzierung der Armut durch die Förderung von Beschäftigung und Einkommen in entwicklungsschwachen und ländlichen Räumen.

Kooperationen[Bearbeiten]

Die DEG koordiniert ihre Fördertätigkeit eng mit anderen europäischen Entwicklungsfinanzierungsorganisationen, die sich insbesondere unter dem organisatorischen Dach der EDFI (Europäische Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen) zusammengeschlossen haben. Ferner gehört zu den engen Kooperationspartnern der DEG die Weltbanktochter Internationale Finanz-Corporation (IFC), die osteuropäische Entwicklungsbank Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie eine Vielzahl lokaler und regionaler Entwicklungsgesellschaften. Ziel dieser Kooperationen ist es, durch Bündelung von Finanzierungskapazitäten und Sachkenntnis eine möglichst große entwicklungspolitische Breitenwirkung und Nachhaltigkeit zu erzielen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DEG:Unternehmensgeschichte, abgerufen am 8. November 2013
  2. a b DEG: Jahresabschluss 2012, (PDF; 0,8 MB)
  3. Volker Koop, Kai-Uwe von Hassel: eine politische Biographie, 2007, S. 109
  4. DEG: Unternehmensgeschichte, abgerufen am 8. November 2013