Walter Scheel
Walter Scheel (* 8. Juli 1919 in Höhscheid, heute Ortsteil von Solingen[1]) ist ein deutscher Politiker (FDP) und war der vierte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
Er war von 1961 bis 1966 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und von 1969 bis 1974 Bundesminister des Auswärtigen sowie Vizekanzler. Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt am 7. Mai 1974 führte Scheel daher die Regierungsgeschäfte, bis am 16. Mai 1974 Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt wurde. Anschließend war Scheel von 1974 bis 1979 Bundespräsident.
Inhaltsverzeichnis |
Ausbildung und Beruf [Bearbeiten]
Scheel kam[2] als Sohn eines Stellmachers zur Welt; er ist evangelischer Konfession. Nach dem Abitur auf dem Gymnasium Schwertstraße absolvierte Scheel von 1938 bis 1939 eine Banklehre bei der Volksbank Solingen, die er mit „Gut“ abschloss. Ab 3. September 1939 leistete er Kriegsdienst. Walter Scheel diente bei einem Nachtjagdverband (III. Gruppe) der Luftwaffe als Adjutant von Martin Drewes und war bei Kriegsende Oberleutnant. Nach 1945 war er bis 1953 als Geschäftsführer in der Industrie und in Verbänden tätig. Danach arbeitete er als selbständiger Wirtschaftsberater in Düsseldorf. 1958 wurde er Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Intermarket. Im gleichen Jahr gründete er zusammen mit Gerhard Kienbaum und Carl Zimmerer das Düsseldorfer M&A-Unternehmen InterFinanz,[3] das er zusammen mit Carl Zimmerer bis Ende 1961 führte. Seine Gesellschaftsanteile (42 %) veräußerte er 1964 an die Mitgesellschafter.
Familie [Bearbeiten]
Nach 24-jähriger Ehe starb seine erste Frau Eva Charlotte geb. Kronenberg (1921–1966). Aus dieser Ehe ging Scheels Sohn Ulrich hervor. Von 1969 bis zu ihrem Tod war er mit Mildred Scheel verheiratet. Sie brachte die Tochter Cornelia Scheel mit in die Ehe. Mildred Scheel war Begründerin der Deutschen Krebshilfe. Aus dieser Ehe ging 1970 Andrea-Gwendoline Scheel hervor, der Sohn Simon Martin Scheel wurde 1971 aus Bolivien adoptiert. Seit 1988 ist Walter Scheel mit Barbara geb. Wiese verheiratet. Barbara Scheel (* 1938) führte über 20 Jahre lang eine Praxis für Rehabilitationsmedizin und Psychosomatik in Ascona (Tessin). Das Ehepaar lebte von 2001 bis 2008 in Berlin und zog Anfang 2009 nach Bad Krozingen.[4]
Parteimitgliedschaften [Bearbeiten]
NSDAP [Bearbeiten]
Am 13. November 1978 berichtete der Spiegel, Walter Scheel habe erklärt, er habe im Dezember 1942 an der Front die Mitteilung über seine Aufnahme in die NSDAP erhalten, obwohl er keinen Aufnahmeantrag gestellt habe.[5] Laut einem Artikel in der Zeit vom 17. November 1978 ließ Scheel mitteilen, dass er nicht mehr wisse, ob er einen Antrag gestellt habe, seine Mitgliedschaft aber geruht habe.[6] Eine NSDAP-Mitgliedschaft wurde von Scheel im Weiteren mit dem Argument, ein Soldat der Wehrmacht habe kein NSDAP-Mitglied sein dürfen, bestritten, zuletzt in einem Interview im Jahre 2010.[7] Die Unabhängige Historikerkommission – Auswärtiges Amt kritisiert in ihrem im Oktober 2010 publizierten Forschungsbericht, dass Scheel seine NSDAP-Mitgliedschaft erst Jahre nach seinem Amtsantritt als Außenminister eingeräumt habe.[8] 1970 habe der damalige Außenminister eine umfassende Darstellung zur Geschichte des Auswärtigen Amtes angekündigt, die auch das Handeln des Amtes im Nationalsozialismus thematisieren sollte, diese aber sei nie geschrieben worden.[9] Eine solche – wenn auch umstrittene – Darstellung erschien erst 2010, nachdem Jahre zuvor Joschka Fischer, Außenminister von 1998 bis 2005, deren Erstellung veranlasst hatte: Das Amt und die Vergangenheit.
Ab 1946 in der FDP [Bearbeiten]
Seit 1946 ist Scheel Mitglied der FDP. Seit 1954 war Scheel Mitglied des FDP-Landesvorstandes in Nordrhein-Westfalen und ab 1956 zusätzlich Mitglied des Bundesvorstandes der FDP. Im selben Jahr gehörte Scheel zu den Jungtürken (u. a. mit Erich Mende, Willi Weyer, Hans Wolfgang Rubin und Wolfgang Döring), die den Koalitionswechsel der FDP in Nordrhein-Westfalen von der CDU zur SPD einleiteten und damit die Abspaltung der Euler-Gruppe und die Gründung der kurzlebigen Freien Volkspartei (FVP) provozierten. 1968 wurde er schließlich als Nachfolger von Erich Mende zum Bundesvorsitzenden der FDP gewählt. Anfang der 1970er Jahre gehörte er mit Werner Maihofer und Karl-Hermann Flach zu den Autoren der Freiburger Thesen, des neuen Grundsatzprogramms der FDP. Mit seiner Wahl zum Bundespräsidenten 1974 legte er dann alle Parteiämter nieder. Nach dem Ende seiner Amtszeit als Bundespräsident wurde er 1979 zum Ehrenvorsitzenden der FDP ernannt.
Von 1968 bis 1974 war er Vizepräsident der „Liberalen Weltunion“ (Vorgänger der Liberalen Internationale).
Abgeordneter [Bearbeiten]
Von 1948 bis 1950 war Scheel Stadtrat in seiner Heimatstadt Solingen. Von 1950 bis 1954 war er Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Remscheid. 1953 schließlich wurde er Mitglied des Deutschen Bundestages, dem er bis zum 27. Juni 1974 angehörte, als er sein Bundestagsmandat nach seiner im Mai erfolgten Wahl zum Bundespräsidenten vier Tage vor Amtsantritt niederlegte. Von 1967 bis 1969 war er Vizepräsident des Deutschen Bundestages.
Vom 1. Juli 1956 bis 20. November 1961 war er außerdem Mitglied des Europäischen Parlamentes. Hier war er von 1959 bis 1962 Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Assoziierung der überseeischen Länder und Gebiete und seit 1958 stellvertretender Vorsitzender der liberalen Fraktion.
Öffentliche Ämter [Bearbeiten]
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit [Bearbeiten]
Nach der Bundestagswahl 1961 wurde Scheel am 14. November 1961 im Kabinett Adenauer IV zum ersten Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ernannt. Am 19. November 1962 trat er anlässlich der Spiegel-Affäre zusammen mit den anderen FDP-Bundesministern aus Protest zurück. Dem daraufhin am 13. Dezember 1962 ohne den umstrittenen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß gebildeten Kabinett gehörte er dann aber mit gleicher Funktion wieder an. Er behielt dieses Amt auch in der von Bundeskanzler Ludwig Erhard geführten Bundesregierung. Wegen eines Streits über den Bundeshaushalt trat er am 28. Oktober 1966 gemeinsam mit den anderen FDP-Bundesministern von seinem Amt zurück.
Bundesminister des Auswärtigen [Bearbeiten]
Nach der Bundestagswahl 1969 wirkte er maßgeblich auf die Bildung einer sozialliberalen Bundesregierung hin und wurde im Kabinett von Willy Brandt am 22. Oktober 1969 zum Vizekanzler und zum Bundesminister des Auswärtigen ernannt. 1970 besuchte Scheel als erster deutscher Außenminister Israel, das 1965 diplomatisch anerkannt worden war. Scheel gilt gemeinsam mit Willy Brandt als „Vater der Entspannungspolitik“ und der neuen Deutschlandpolitik, die zunächst von den Unionsparteien scharf bekämpft wurde und auch zu Fraktionsaustritten bei den Regierungsparteien SPD und FDP führte, so dass diese die Mehrheit im Deutschen Bundestag verloren. Die Neuwahlen 1972 stärkten sowohl die SPD als auch Scheels FDP und bewiesen die hohe Akzeptanz der sozialliberalen Politik. Sehr große Bekanntheit erlangte Walter Scheel 1973, indem er zugunsten der Behindertenhilfsorganisation Aktion Sorgenkind das deutsche Volkslied "Hoch auf dem gelben Wagen" auf Schallplatte sang. Allein bis zum Frühjahr 1974 wurde die Platte über 300.000 Mal verkauft. Auch noch während seiner später folgenden Amtszeit als Bundespräsident erlangte er mit dieser Art der ungewöhnlichen und gemeinnützigen Spendenwerbung hohe Popularität.
Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Brandt am 7. Mai 1974 nahm Scheel auf Bitten des Bundespräsidenten die Amtsgeschäfte des Bundeskanzlers wahr, bis Helmut Schmidt am 16. Mai 1974 zum neuen Bundeskanzler gewählt wurde. Am selben Tag schied Scheel aus dem Bundeskabinett aus.
Bundespräsident [Bearbeiten]
Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1974 am 15. Mai 1974 wurde er mit 530 Stimmen von SPD und FDP in der Bundesversammlung gegen Richard von Weizsäcker (CDU, 498 Stimmen) zum vierten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt und trat am 1. Juli 1974 sein neues Amt an.
Als Bundespräsident verweigerte er 1976 einem Gesetz zur Abschaffung der Gewissensprüfung bei Kriegsdienstverweigerern seine Unterschrift, da er die Zustimmung des Bundesrates für notwendig erachtete.
Für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1979 stellte er sich angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung nicht erneut zur Verfügung und schied am 30. Juni 1979 aus dem Amt.
Seine Amtszeit als Bundespräsident wird rückblickend ambivalent beurteilt. Man warf ihm vor, dass er keinen großen Entwurf parat gehabt habe, wie er das Amt auszufüllen gedenke. Sein feinerer Lebensstil und eine prachtvollere Ausstattung von Dienstsitz und Zeremoniell unterschieden sich deutlich von dem seiner puristischeren Vorgänger und wurden daher -insbesondere zu Beginn seiner Amtszeit- teilweise kritisiert. Lob bekam Scheel für seine offene und optimistische Art.[10]
Seit 1979 ist Scheel Pensionär. Als Altbundespräsident hat er bis zu seinem Tode Anspruch auf den Ehrensold und unterhält ein Büro im Rathaus seines derzeitigen Wohnortes Bad Krozingen.[11]
Staatsbesuche [Bearbeiten]
| Jahr | Monat | Staaten |
|---|---|---|
| 1975 | 21.–25. April | |
| 15.–20. Juni | ||
| 10.–15. November | ||
| 28. November | ||
| 1976 | 15.–18. Juni | |
| 18.–19. Juni | ||
| 1977 | 5.–6. Juni | |
| 6.–9. Juni | ||
| 9.–15. Juni | ||
| 22.–24. September | ||
| 1978 | 16.–19. Januar | |
| 16.–21. April | ||
| 21.–24. April | ||
| 16.–18. Oktober | ||
| 18.–23. Oktober | ||
| 23.–27. Oktober | ||
| 27.–28. Oktober | ||
| 1979 | 19.–23. Februar | |
| 16. Juni |
Ehrenämter [Bearbeiten]
Von 1967 bis 1974 war Scheel stellvertretender Vorsitzender der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung, 1979 wurde er deren Kuratoriumsvorsitzender; seit 1991 ist er Ehrenvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung. Von 1980 bis 1985 war er Vorsitzender der Bilderberg-Konferenz und von 1980 bis 1989 Präsident der Europa-Union.[12] Im Jahre 1978 wurde Scheel Vorsitzender des Kuratoriums der Hermann Kunst-Stiftung zur Förderung der neutestamentlichen Textforschung, das die Arbeit des Instituts für Neutestamentliche Textforschung in Münster fördert. 1979 wurde er Ehrenmitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; dies nahm Thomas Bernhard zum Anlass, aus dieser auszutreten. Von 1995 bis 2000 war Scheel 1. Kuratoriumsvorsitzender der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, einer Bundesstiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin. In Nachfolge von Theodor Heuss und Carlo Schmid ist Scheel seit 1980 Ehrenpräsident des Deutschen Künstlerbundes. Von 1980 bis 1985 war Walter Scheel Präsident des Deutschen Rates der Europäischen Bewegung, dessen Ehrenpräsident er bis heute ist.[13]
Scheel ist Ehrenvorsitzender des Kuratoriums von Plan International und Ehrenpräsident der Deutsch-Britischen Gesellschaft.
Außerdem ist er Schirmherr der Darul-Aman Stiftung, die den Wiederaufbau des Darul-Aman-Palastes als zukünftiges Parlamentsgebäude von Afghanistan fördert.
Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug) [Bearbeiten]
1971 wurde Scheel der Theodor-Heuss-Preis und das Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik verliehen, 1974 folgte der Orden wider den tierischen Ernst. 1977 wurde er mit dem Karlspreis und der Collane des Ordens de Isabel la Católica ausgezeichnet, nachdem er schon 1970 das Großkreuz erhielt. Walter Scheel ist seit 1976 Ehrenbürger seiner Heimatstadt Solingen, seit 1978 von Berlin und Bonn, seit 1979 von Düsseldorf und seit 2006 von Kranichfeld. Im Jahr 2000 erhielt er die Reinhold Maier-Medaille. 1973 erhielt er das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[14] und mit der Wahl zum Bundespräsidenten als Amtsinsignie die Sonderstufe des Großkreuzes.
Scheel ist Ehrendoktor der Universitäten Georgetown und Maryland (beide USA), Auckland (Neuseeland), Bristol (Großbritannien) und Heidelberg.
Walter Scheel wurde mit über 60 internationalen Orden ausgezeichnet.
Sonstiges [Bearbeiten]
Sehr bekannt wurde auch Walter Scheels musikalischer Auftritt mit dem Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“, das er zusammen mit zwei Düsseldorfer Männergesangsvereinen aufnahm. Die Aufnahme wurde am 6. Dezember 1973 in der Fernsehshow Drei mal Neun aufgeführt; im Januar 1974 belegte das Lied Platz 5 der deutschen Musikcharts.
1987 moderierte er die Pilotfolge der ZDF-Talkshow live.[15]
2006 sang Scheel mit einem Chor das erwähnte Lied in einer Fernsehshow des Moderators Gunther Emmerlich. Scheel war dort zu Gast, weil ihm von Hans-Dietrich Genscher ein Preis überreicht wurde.
Walter Scheel ist der letzte noch lebende Minister der Kabinette von Konrad Adenauer und Ludwig Erhard.
Am 26. Mai 2011 verlieh das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erstmals den Walter-Scheel-Preis für Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit.[16]
Siehe auch [Bearbeiten]
- Kabinett Adenauer IV – Kabinett Adenauer V – Kabinett Erhard I – Kabinett Erhard II – Kabinett Brandt I – Kabinett Brandt II
- Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren
Veröffentlichungen [Bearbeiten]
- Opposition als Auftrag. In: Liberal. 1967, Heft 8, Seiten 575–580.
- Opposition: Kritik und Kontrolle. In: Liberal. 1967, Heft 11, Seiten 806 bis 809.
- Formeln deutscher Politik. 1968.
- Warum Mitbestimmung – und wie?, 1970.
- mit Karl-Hermann Flach und Werner Maihofer: Die Freiburger Thesen der Liberalen. Rowohlt, Hamburg 1972, ISBN 3-499-11545-X
- Hoch auf dem gelben Wagen – Schallplatte, 1974
- Vom Recht des Anderen – Gedanken zur Freiheit. 1977.
- Die Zukunft der Freiheit – Vom Denken und Handeln in unserer Demokratie. Econ, 1979.
- Wen schmerzt noch Deutschlands Teilung?, 1986.
- mit Otto Graf Lambsdorff: Freiheit in Verantwortung, Deutscher Liberalismus seit 1945. Bleicher, 1988, ISBN 3-88350-047-X
- mit Jürgen Engert: Erinnerungen und Einsichten. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-89850-115-9
- TV-Duell 1969. In: Sascha Michel, Heiko Girnth (Hrsg.): Polit-Talkshows – Bühnen der Macht. Ein Blick hinter die Kulissen. Bouvier, Bonn 2009, S. 161–164.
- mit Tobias Thalhammer: Gemeinsam sind wir stärker – Zwölf erfreuliche Geschichten über Jung und Alt. Allpart Media, Berlin 2010, ISBN 978-3-86214-011-4
Literatur [Bearbeiten]
- Hans-Roderich Schneider: Präsident des Ausgleichs. Bundespräsident Walter Scheel. Ein liberaler Politiker. Vlg. Bonn aktuell, 1975, ISBN 3-87959-045-1
- Walter Henkels: … aber der Wagen der rollt. Walter Scheel anekdotisch. Econ Verlag.
- Hermann Otto Bolesch: Typisch Scheel. Geschichten, Anekdoten, Pointen. Bertelsmann.
- Hans-Dietrich Genscher (Hrsg.): Heiterkeit und Härte: Walter Scheel in seinen Reden und im Urteil von Zeitgenossen. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1984, ISBN 3-421-06218-8
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Walter Scheel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Tabellarischer Lebenslauf von Walter Scheel im LeMO (DHM und HdG)
- Webseite des Bundespräsidenten
- Informationen über Walter Scheel und die Geschichte des Liberalismus nach 1945
- Informationen über die Darul-Aman-Stiftung
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Annemarie Kister-Preuss: Solingen: Berühmte Höhscheider. rp-online.de, 21. Juni 2008, abgerufen am 7. Oktober 2012.
- ↑ Die Volksvertretung 1946–1972. Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e.V., 2006, S. 24 (1071), abgerufen am 7. Oktober 2012 (PDF; 798 kB).
- ↑ Geschichte - InterFinanz GmbH. interfinanz.com, abgerufen am 7. Oktober 2012.
- ↑ Alexandra Wenning: Walter Scheel verlässt Berlin, B.Z., 6. Oktober 2008, abgerufen am 18. Mai 2013
- ↑ Carstens: „Ich habe so dunkle Erinnerungen“. In: Der Spiegel. Nr. 46, 1978, S. 21–23 (online).
- ↑ Kurt Becker: Die Schatten der Vergangenheit. In: Die Zeit, Nr. 47/1978
- ↑ Scheel: Verständnis für Horst Köhler. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 14. Juni 2010 (online)
- ↑ Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik, Karl Blessing Verlag, München 2010, S. 663.
- ↑ Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes, Moshe Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik, S. 11.
- ↑ "Zufall, daß er das Amt nicht ruiniert hat" - Der SPIEGEL über den scheidenden Bundespräsidenten, 28. Mai 1979
- ↑ Ehrensold, Büro und Mitarbeiter - Eine Frage von Moral und Anstand; Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11. März 2012
- ↑ Former Steering Commitee Members auf bilderbergmeetings.org
- ↑ Mittag 2009: 29
- ↑ Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 25, Nr. 43, 9. März 1973.
- ↑ Hörbare Vertalkung. Alt-Bundespräsident Scheel talkte sich und dem ZDF den Spott der Nation ein. spiegel online, 6. April 1987, abgerufen am 7. Oktober 2012.
- ↑ Verleihung des Walter-Scheel-Preises für Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit
Theodor Heuss (1949–1959) | Heinrich Lübke (1959–1969) | Gustav Heinemann (1969–1974) | Walter Scheel (1974–1979) | Karl Carstens (1979–1984) | Richard von Weizsäcker (1984–1994) | Roman Herzog (1994–1999) | Johannes Rau (1999–2004) | Horst Köhler (2004–2010) | Christian Wulff (2010–2012) | Joachim Gauck (seit 2012)
Franz Blücher | Ludwig Erhard | Erich Mende | Hans-Christoph Seebohm | Willy Brandt | Walter Scheel | Hans-Dietrich Genscher | Egon Franke | Hans-Dietrich Genscher | Jürgen Möllemann | Klaus Kinkel | Joschka Fischer | Franz Müntefering | Frank-Walter Steinmeier | Guido Westerwelle | Philipp Rösler
Siehe auch: Amtsinhaber seit 1878
Walter Scheel | Werner Dollinger | Hans-Jürgen Wischnewski | Erhard Eppler | Egon Bahr | Marie Schlei | Rainer Offergeld | Jürgen Warnke | Hans Klein | Jürgen Warnke | Carl-Dieter Spranger | Heidemarie Wieczorek-Zeul | Dirk Niebel
Konrad Adenauer | Heinrich von Brentano | Gerhard Schröder | Willy Brandt | Walter Scheel | Hans-Dietrich Genscher | Helmut Schmidt | Hans-Dietrich Genscher | Klaus Kinkel | Joschka Fischer | Frank-Walter Steinmeier | Guido Westerwelle
Siehe auch: Deutsche Außenminister seit 1871
Hermann Schäfer | Ludwig Schneider | Max Becker | Thomas Dehler | Walter Scheel | Liselotte Funcke | Richard Wurbs | Dieter-Julius Cronenberg | Burkhard Hirsch | Hermann Otto Solms
Theodor Heuss | Franz Blücher | Thomas Dehler | Reinhold Maier | Erich Mende | Walter Scheel | Hans-Dietrich Genscher | Martin Bangemann | Otto Graf Lambsdorff | Klaus Kinkel | Wolfgang Gerhardt | Guido Westerwelle | Philipp Rösler
Konrad Adenauer (CDU) | Ludwig Erhard (CDU) | Gerhard Schröder (CDU) | Hermann Höcherl (CSU) | Wolfgang Stammberger (FDP) | Heinz Starke (FDP) | Werner Schwarz (CDU) | Franz Josef Strauß (CSU) | Hans-Christoph Seebohm (CDU) | Theodor Blank (CDU) | Richard Stücklen (CSU) | Paul Lücke (CDU) | Wolfgang Mischnick (FDP) | Ernst Lemmer (CDU) | Franz-Josef Wuermeling (CDU) | Hans-Joachim von Merkatz (CDU) | Siegfried Balke (CSU) | Hans Lenz (FDP) | Walter Scheel (FDP) | Elisabeth Schwarzhaupt (CDU) | Heinrich Krone (CDU)
Konrad Adenauer (CDU) | Ludwig Erhard (CDU) | Gerhard Schröder (CDU) | Hermann Höcherl (CSU) | Ewald Bucher (FDP) | Rolf Dahlgrün (FDP) | Werner Schwarz (CDU) | Theodor Blank (CDU) | Franz Josef Strauß (CSU) | Kai-Uwe von Hassel (CDU) | Hans-Christoph Seebohm (CDU) | Richard Stücklen (CSU) | Paul Lücke (CDU) | Wolfgang Mischnick (FDP) | Rainer Barzel (CDU) | Alois Niederalt (CSU) | Bruno Heck (CDU) | Hans Lenz (FDP) | Werner Dollinger (CSU) | Walter Scheel (FDP) | Elisabeth Schwarzhaupt (CDU) | Heinrich Krone (CDU)
Ludwig Erhard (CDU) | Erich Mende (FDP) | Gerhard Schröder (CDU) | Hermann Höcherl (CSU) | Ewald Bucher (FDP) | Karl Weber (CDU) | Rolf Dahlgrün (FDP) | Kurt Schmücker (CDU) | Werner Schwarz (CDU) | Theodor Blank (CDU) | Kai-Uwe von Hassel (CDU) | Hans-Christoph Seebohm (CDU) | Richard Stücklen (CSU) | Paul Lücke (CDU) | Hans Krüger (CDU) | Ernst Lemmer (CDU) | Alois Niederalt (CSU) | Bruno Heck (CDU) | Hans Lenz (FDP) | Werner Dollinger (CSU) | Walter Scheel (FDP) | Elisabeth Schwarzhaupt (CDU) | Heinrich Krone (CDU) | Ludger Westrick (CDU)
Ludwig Erhard (CDU) | Erich Mende (FDP) | Hans-Christoph Seebohm (CDU) | Gerhard Schröder (CDU) | Paul Lücke (CDU) | Richard Jaeger (CSU) | Rolf Dahlgrün (FDP) | Kurt Schmücker (CDU) | Hermann Höcherl (CSU) | Hans Katzer (CDU) | Kai-Uwe von Hassel (CDU) | Richard Stücklen (CSU) | Ewald Bucher (FDP) | Bruno Heck (CDU) | Johann Baptist Gradl (CDU) | Alois Niederalt (CSU) | Gerhard Stoltenberg (CDU) | Walter Scheel (FDP) | Werner Dollinger (CSU) | Elisabeth Schwarzhaupt (CDU) | Heinrich Krone (CDU) | Ludger Westrick (CDU)
Willy Brandt (SPD) | Walter Scheel (FDP) | Hans-Dietrich Genscher (FDP) | Gerhard Jahn (SPD) | Alexander Möller (SPD) | Karl Schiller (SPD) | Helmut Schmidt (SPD) | Josef Ertl (FDP) | Walter Arendt (SPD) | Georg Leber (SPD) | Käte Strobel (SPD) | Lauritz Lauritzen (SPD) | Egon Franke (SPD) | Hans Leussink (parteilos) | Klaus von Dohnanyi (SPD) | Erhard Eppler (SPD) | Horst Ehmke (SPD)
Willy Brandt (SPD) | Walter Scheel (FDP) | Hans-Dietrich Genscher (FDP) | Gerhard Jahn (SPD) | Helmut Schmidt (SPD) | Hans Friderichs (FDP) | Josef Ertl (FDP) | Walter Arendt (SPD) | Georg Leber (SPD) | Katharina Focke (SPD) | Lauritz Lauritzen (SPD) | Horst Ehmke (SPD) | Hans-Jochen Vogel (SPD) | Egon Franke (SPD) | Klaus von Dohnanyi (SPD) | Erhard Eppler (SPD) | Egon Bahr (SPD) | Werner Maihofer (FDP)
Paul Löbe (1949–1951) | Eugen Kogon (1951–1953) | Ernst Friedlaender (1954–1958) | Hans Furler (1958–1966) | Ernst Majonica (1966–1976) | Horst Seefeld (1976–1980) | Walter Scheel (1980–1985) | Philipp Jenninger (1985–1990) | Annemarie Renger (1990–1992) | Hans-Dietrich Genscher (1992–1994) | Rita Süssmuth (1994–1998) | Wolfgang Thierse (1998–2000) | Monika Wulf-Mathies (2000–2006) | Dieter Spöri (2006–2012) | Rainer Wend (seit 2012)
Eugen Kogon (1949–1954) | Paul Leverkuehn (1954) | Ernst Friedlaender (1954–1957) | Friedrich Carl von Oppenheim (1957–1973) | Theo M. Loch (1973–1980) | Walter Scheel (1980–1989) | Egon Klepsch (1989–1997) | Hans-Gert Pöttering (1997–1999) | Elmar Brok (1999–2006) | Peter Altmaier (2006-2011) | Rainer Wieland (seit 2011)
Prinz Bernhard der Niederlande | Alec Douglas-Home | Walter Scheel | Lord Roll of Ipsden | Baron Peter Carrington | Victor Halberstadt | Étienne Davignon
1950: Coudenhove-Kalergi | 1951: Brugmans | 1952: De Gasperi | 1953: Monnet | 1954: Adenauer | 1956: Churchill | 1957: Spaak | 1958: Schuman | 1959: Marshall | 1960: Bech | 1961: Hallstein | 1963: Heath | 1964: Segni | 1966: Krag | 1967: Luns | 1969: Kommission der europäischen Gemeinschaften | 1970: Seydoux de Clausonne | 1972: Jenkins | 1973: Madariaga | 1976: Tindemans | 1977: Scheel | 1978: Karamanlis | 1979: Colombo | 1981: Veil | 1982: Juan Carlos I. | 1984: Carstens | 1986: Das Volk von Luxemburg | 1987: Kissinger | 1988: Mitterrand und Kohl | 1989: Frère Roger | 1990: Horn | 1991: Havel | 1992: Delors | 1993: González | 1994: Brundtland | 1995: Vranitzky | 1996: Beatrix | 1997: Herzog | 1998: Geremek | 1999: Blair | 2000: Clinton | 2001: Konrád | 2002: Euro | 2003: Giscard d’Estaing | 2004: Cox | 2005: Ciampi | 2006: Juncker | 2007: Solana | 2008: Merkel | 2009: Riccardi | 2010: Tusk | 2011: Trichet | 2012: Schäuble | 2013: Grybauskaitė
Außerordentlicher Karlspreis: 2004: Johannes Paul II.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Scheel, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (FDP), MdL, MdB, MdEP, deutscher Bundespräsident (1974–1979) |
| GEBURTSDATUM | 8. Juli 1919 |
| GEBURTSORT | Höhscheid, heute Ortsteil von Solingen |
- Bundespräsident (Deutschland)
- Außenminister (Bundesrepublik Deutschland)
- Vizekanzler (Deutschland)
- Entwicklungsminister (Deutschland)
- Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)
- MdEP für Deutschland vor 1979
- Landtagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)
- Bundesvorsitzender der FDP
- Präsident der Europäischen Bewegung Deutschland
- NSDAP-Mitglied
- Militärperson (Luftstreitkräfte des Deutschen Reiches)
- Ehrenbürger von Berlin
- Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst
- Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
- Träger des Bundesverdienstkreuzes (Sonderstufe des Großkreuzes)
- Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz)
- Träger des Ordens des heiligen Jakob vom Schwert (Collane)
- Träger des Finnischen Ordens der Weißen Rose (Großkreuz mit Ordenskette)
- Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen
- Karlspreisträger
- Krone-der-Volksmusik-Preisträger
- Ehrenbürger von Düsseldorf
- Ehrenbürger von Bonn
- Ehrenbürger von Solingen
- Ehrendoktor der Georgetown University
- Ehrendoktor der University of Maryland
- Ehrendoktor der University of Bristol
- Ehrendoktor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
- Ehrendoktor einer Universität in Neuseeland
- Deutscher
- Geboren 1919
- Mann