Devo

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Dieser Artikel behandelt die Band. Für den Musiker und Produzenten siehe Devo Andersson.
Devo
Mark Mothersbaugh (2008)
Mark Mothersbaugh (2008)
Allgemeine Informationen
Genre(s) New Wave, Post-Punk, Alternative
Gründung 1972
Auflösung 1991
Neugründung 1995
Website www.clubdevo.com
Aktuelle Besetzung
Mark Mothersbaugh
Bob Mothersbaugh („Bob 1“)
Gerald V. Casale
Josh Freese (seit 1995)
Ehemalige Mitglieder
Bob Casale („Bob 2“) † (1972–2014)
Schlagzeug
Jim Mothersbaugh (1974–1976)
Schlagzeug
Alan Myers † (1976–1985)
Schlagzeug
David Kendrick (1986–1990)
Mark Mothersbaugh bei einem Auftritt von Devo beim Festival Internacional de Benicàssim am 20. Juli 2007

Devo ist eine New-Wave-Band aus den USA, die 1972 in Akron, Ohio gegründet wurde. Mark Mothersbaugh ist Hauptsänger. Der Name leitet sich vom Prinzip der „De-Evolution“ ab – die Band behauptet, dass die Menschheit keiner Evolution unterliege, sondern sich vielmehr im Laufe der Zeit zurückentwickle.

Geschichte[Bearbeiten]

Inspiriert wurde die Band unter anderem durch das kreationistische Pamphlet Jocko Homo Heavenbound von B. H. Shadduck (1924), das in dem Song Jocko Homo verarbeitet ist und auch die Vorlage zum „Devolutionary Oath“ gab. Auch das unten genannte Buch von Oscar Kiss Maerth, das den evolutionären „Abstieg“ der Menschheit beschreibt, war für die Band prägend. Der Refrain „Are We Not Men – We Are Devo“ spielt auf eine Szene im Film Die Insel des Dr. Moreau an.

Für das Cover der CD Now It Can Be Told wurde der Einband der amerikanischen Ausgabe des Buches Der Anfang war das Ende von Oscar Kiss Maerth (siehe Literatur) verwendet. Laut Devo befinde man sich bereits in einem Dritten Weltkrieg, in dem allerdings keine Gefahr von nuklearen Waffen ausgeht, sondern von menschlichen Gedanken und Handeln. Die Waffen sind unter anderem Flugpassagiere, die Geld sparen wollen und Billigairlines nutzen oder Touristen, die Vergnügungsparks besuchen.

Bisweilen trat die Band – in völlig anderem Outfit – als ihre eigene Vorgruppe auf. Es dauerte immer eine Weile, bis das Publikum die Band erkannte.

1991 hat sich die Band nach eigenen Aussagen aufgelöst, trat jedoch noch zweimal beim legendären Lollapalooza-Festival 1996 und 1997 auf. Ebenfalls 1996 brachte sie ein Computerspiel namens Adventures of the Smart Patrol mit eigenem Soundtrack heraus. 2001 hat sich die Band unter dem Namen The Wipeouters neu zusammengefunden und ein Album veröffentlicht. Der 2007 in einer DELL-Werbekampagne verwendete Song Watch Us Work It wurde jedoch wieder unter dem Namen Devo als Single veröffentlicht.

Devo ist seit 1996 fast ununterbrochen auf Tour, zumeist in den USA, wo die Gruppe eine große Anhängerschaft hat. Nur selten hat Devo (oder The Wipeouters) Konzerte in Europa oder Asien (Tokio) gespielt. 2007 wurde nach langer Abstinenz auf europäischen Bühnen wieder eine Tour durchgeführt, mit Auftritten in Spanien, Großbritannien und Italien. 2008 gab es wiederum Tourneen mit Konzerten in Spanien, Frankreich, USA und Japan.

Im Juli 2010 wurde in Deutschland die CD Something For Everybody ausgeliefert.

Am 24. Juni 2013 starb der Ex-Schlagzeuger Alan Myers 58-jährig an Magenkrebs.[1] Gitarrist Bob Casale erlag am 17. Februar 2014 einem Herzversagen.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1978: Q: Are We Not Men? A: We Are Devo!
  • 1979: Duty Now for the Future
  • 1980: Freedom of Choice
  • 1981: New Traditionalists
  • 1982: Oh, No! It’s Devo
  • 1984: Shout
  • 1988: Total Devo
  • 1990: Smooth Noodle Maps
  • 1996: Adventures of the Smart Patrol
  • 2001: P’Twaaang!!! [als The Wipeouters]
  • 2007: Watch Us Work It [DELL Werbesong]
  • 2010: Something For Everybody (25. Mai 2010)

Kompilationen, Remixes und Wiederveröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 1978: Be Stiff EP
  • 1978: 5 De-Evolutionary Songs – plus Satisfaction on 45 R.P.M.
  • 1981: E-Z Listening Cassette
  • 1984: E-Z Listening Cassette Volume 2
  • 1986: Best Of Devo Vol. 1
  • 1987: E-Z Listening Disc
  • 1990: Greatest Hits
  • 1990: Greatest Misses
  • 1990: Hardcore Vol.1
  • 1991: Hardcore Vol.2
  • 1993: Oh No It’s Devo / Freedom Of Choice
  • 1993: Hot Potatoes: The Best of Devo
  • 1993: Duty Now For The Future / New Traditionalists
  • 1994: Smooth Noodle Maps [Bonus Tracks]
  • 1994: Duty Now for the Future [Bonus Tracks]
  • 1997: New Traditionalists [Bonus Tracks]
  • 1998: Greatest Hits
  • 2000: Pioneers Who Got Scalped: The Anthology
  • 2000: Recombo DNA [Demos und alternative Versionen]
  • 2002: The Essentials
  • 2009: The Ultra Devo-lux Ltd. Edition (2×CD + 2×DVD-V + Single Collection)

Live-Aufnahmen[Bearbeiten]

  • 1980: DEV-O Live
  • 1989: Now It Can Be Told (Devo At The Palace 12/9/88)
  • 1992: Devo Live: The Mongoloid Years
  • 1993: Q: Are We Not Men? A: We Are Devo / Devo Live
  • 1999: Devo – Live [Bonus Tracks]

Videos[Bearbeiten]

  • 1985: We’re All… Devo
  • 1989: The Men Who Make The Music [VHS]
  • 1993: The Complete Truth About De-Evolution
  • 2003: The Complete Truth About De-Evolution & Devo Live [2×DVD]
  • 2007: Devo – Live in the Land of the Rising Sun [DVD]

Literatur[Bearbeiten]

  • Oscar Kiss Maerth: Der Anfang war das Ende – Der Mensch entstand durch Kannibalismus. ECON Düsseldorf, 1971 ISBN 3-430-15460-X.
  • Jade Dellinger, David Giffels: Are We Not Men? We Are Devo! SAF Publishing, London 2003 ISBN 0-946-71949-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eric R. Danton: Alan Myers, Devo Drummer on 'Whip It,' Dead at 58. In: Rolling Stone, 26. Juni 2013. Online abgerufen am 27. Juni 2013.
  2. spex.de: Bob Casale von Devo ist tot, 18. Februar 2014.