Heavy Metal (Film)
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Heavy Metal |
| Originaltitel | Heavy Metal |
| Produktionsland | Kanada |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1981 |
| Länge | 90 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Stab | |
| Regie | Gerald Potterton, Jimmy T. Murakami |
| Drehbuch | Len Blum, Dan Goldberg, Corny Cole, Richard Corben, Juan Giménez, Angus McKie, Bernie Wrightson, Dan O’Bannon |
| Produktion | Leonard Mogel, Ivan Reitman |
| Musik | Elmer Bernstein und andere |
| Kamera | Claude Lapierre, Brian Tufano, Ron Haines |
| Schnitt | Janice Brown, Mick Manning, Gerald Tripp |
| Besetzung | |
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Heavy Metal (Alternativtitel: Schwermetall)[1] ist ein kanadischer Science-Fiction-Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1981. Einer der Produzenten war Leonard Mögel, der Herausgeber des Comic-Magazins Métal hurlant, auf dem der Film auch basiert. Mit Ivan Reitman als weiterem Produzenten und Gerald Potterton auf dem Regiestuhl wurde der Arbeitsablauf beschleunigt, indem verschiedene Animations-Unternehmen gleichzeitig an unterschiedlichen Teilen arbeiteten.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Die Rahmenhandlung des Films beginnt mit dem Astronauten Grimaldi, der die Ladeluke eines Space Shuttles in einer Corvette C1 Convertible verlässt und die Atmosphäre der Erde damit durchquert. Er landet an einem Bremsschirm bei einem Herrenhaus, wo ihn seine junge Tochter begrüßt.
Im Haus angekommen zeigt er ihr einen hermetisch dichten Behälter, in dem sich eine grüne Kugel befindet. Kurze Zeit nachdem er diesen geöffnet hat, beginnt die Kugel schwebend zu glühen und lässt den Astronauten schmerzvoll zerschmelzen. Die Kugel stellt sich dem entsetzten Mädchen als „Der ‚Loc-Nar‘, die Summe alles Bösen“ vor. Bevor sie das Mädchen tötet, will die Kugel ihr zeigen, wie sie die Gesellschaft durch Zeit und Raum beeinflusst hat. Der Loc-Nar zwingt das Mädchen dann, mehrere teils sehr beängstigende Geschichten anzusehen, in der die grüne Kugel stets als böse treibende Kraft eine zentrale Rolle einnimmt.
Die Geschichte gliedert sich in folgende Episoden:
- Sanfte Landung (Intro von Dan O’Bannon)
- Grimaldi (Rahmenhandlung)
- Harry Canyon (nach einem Storyboard von Juan Giminez)
- Den (von Richard Corben)
- Captain Sternn (von Berni Wrightson)
- B-17 (von Dan O’Bannon)
- So schön und so gefährlich (von Angus McKie)
- Taarna (angelehnt an Moebius’ „Arzach“)
- (Neverwhere Land, eine Episode von Cornelius Cole, wurde aus Gründen der Filmlänge herausgenommen, ist jedoch auf der DVD vorhanden.)
Hintergründe [Bearbeiten]
Der Film ist eine Zusammenstellung von mehreren an Erwachsene gerichteten Science-Fiction- und Fantasy-Geschichten, die teilweise aus dem Schwermetall-Magazin stammten, aber auch Eigenständiges, das dem gleichen Geist entstammte. Wie im Magazin kamen im Film dem Zeitgeist entsprechend der Siebziger Jahre etwas anarchistisch angehaucht intellektuelle Grenzauslotungen mit viel blutiger Gewalt, Nacktheit und Sexualität vor. Daher gilt Heavy Metal auch als Vorläufer der gegenwärtigen Popularität von japanischen Anime für Erwachsene in der westlichen Welt.
Bei Wiederaufführungen in US-amerikanischen Kinos ab dem 8. März 1996 wurden 546.545 US-Dollar eingespielt.[2]
Im Jahre 2000 erschien eine Fortsetzung unter dem Titel Heavy Metal F.A.K.K. 2 unter der Regie von Kevin Eastman, dem heutigen Herausgeber des gleichnamigen US-amerikanischen Comic Magazins Heavy Metal.
In der 12. Staffel von Southpark ist die 3. Episode „Katerstimmung“ („Major Boobage“) an Heavy Metal angelehnt.
Synchronisation [Bearbeiten]
| Rolle | Englische Sprecher | Deutsche Sprecher[3] |
|---|---|---|
| „Loc-Nar“ | Percy Rodriguez | Wolf Ackva |
| Harry Canyon | Richard Romanus | Hartmut Becker |
| Professoren-Tochter | Susan Roman | Dagmar Heller |
| Rudnick | Al Waxman | Walter Reichelt |
| Dan/Den | John Candy | Ulf-Jürgen Wagner/Gernot Duda |
| Ard | Martin Lavut | Tonio von der Meden |
| Hanover Fiste | Rodger Bumpass | Hartmut Neugebauer |
| Co-Pilot | Don Francks | Norbert Gastell |
| Roboter | John Candy | Manfred Lichtenfeld |
| Edsel | Eugene Levy | Donald Arthur |
| Zeke | Harold Ramis | Bruno W. Pantel |
| Barbar | Don Francks | Kurt E. Ludwig |
Soundtrack [Bearbeiten]
Für den Soundtrack zum Film wurden viele zur Entstehungszeit bekannte Künstler gewonnen:
- Heavy Metal (Original Version) (Sammy Hagar)
- Heartbeat (Jerry Riggs)
- Working in the Coalmine (Devo)
- Veteran of the Psychic Wars (Blue Öyster Cult)
- Reach Out (Cheap Trick)
- Heavy Metal (Takin’ A Ride) (Don Felder)
- True Companion (Donald Fagen)
- Crazy (A Suitable Case For Treatment) (Nazareth)
- Radar Rider (Jerry Riggs)
- Open Arms (Journey)
- Queen Bee (Grand Funk Railroad)
- I Must Be Dreamin' (Cheap Trick)
- The Mob Rules (Alternate Version) (Black Sabbath)
- All of You (Don Felder)
- Prefabricated (Trust)
- Blue Lamp (Stevie Nicks)
Kritiken [Bearbeiten]
„Eine tricktechnisch bemerkenswerte Ansammlung stilistisch unterschiedlicher Geschichten, die inhaltlich nur in wenigen Momenten ansprechend ist, da unreflektiert reaktionäre Verhaltensmuster, Rollenklischees und Gewalttätigkeiten vermittelt werden.“
– Lexikon des Internationalen Films[1]
„Zeichnerisch durchwachsener Episodenfilm mit mittlerweile nostalgisch anmutender Musik und einigen starken Motiven.“
– Moviepilot.de[4]
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1982 wurde der Film für einen Saturn Award als Bester Science-Fiction-Film nominiert.
- 1982 gewann er Genie Awards in drei Kategorien, nämlich für den besten Sound, den besten Tonschnitt und Ivan Reitman erhielt den Golden Reel Award.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Filmplakat in der englischsprachigen Wikipedia
- Offizielle Website zum Film auf Sony Pictures Home Entertainment
- Heavy Metal in der Internet Movie Database (englisch)
- Sammlung von Kritiken zu Heavy Metal bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Vergleich der Schnittfassungen Kinofassung – Rohschnitt von Heavy Metal bei Schnittberichte.com
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Heavy Metal im Lexikon des Internationalen Films. Abgerufen am 29. November 2012
- ↑ Einspielergebnisse auf boxofficemojo.com. Abgerufen am 29. November 2012
- ↑ Heavy Metal in der synchrondatenbank.de. Abgerufen am 29. November 2012
- ↑ Kritik auf moviepilot.de. Abgerufen am 29. November 2012